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In Kürze

  • Für Immobilienbesitzer ist eine Wohngebäudeversicherung dringend anzuraten.
  • Häuser und Wohnungen stellen oft den bedeutendsten Teil des Familienvermögens dar.
  • Abgesichert sind Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel.
  • Elementarschäden wie Überschwemmungen oder Lawinen können zusätzlich abgesichert werden.
  • Terrassen, Nebengebäude und Garagen können in die Police eingebunden werden.
  • Bei Umbauarbeiten oder Sanierungen muss die Versicherung benachrichtigt werden, damit die Gebäudeversicherung weiterhin greift.
  • Grundsätzlich kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden – manche Versicherer vereinbaren aber eine Mindestlaufzeit von drei oder fünf Jahren.
Die eigene Immobilie ist meist die teuerste Investition im Leben und sollte daher umfassend abgesichert werden.

Die eigene Immobilie ist meist die teuerste Investition im Leben und sollte daher umfassend abgesichert werden.

Wohngebäudeversicherung zum Schutz der eigenen vier Wände

Der Albtraum eines jeden Hausbesitzers: Ein Feuer verwüstet das über Jahre liebevoll hergerichtete Eigenheim. Verhindern lässt sich ein solches Unglück mitunter nicht, aber der finanzielle Schaden kann abgewendet werden.

19 Millionen Hausbesitzer sichern ihre Immobilie hierzulande bereits mit einer Wohngebäudeversicherung gegen Feuer, Wasser und Sturm ab. Das ist auch wichtig, denn das Eigenheim stellt meistens den größten Teil des Familienvermögens dar.

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Der richtige Schutz für die eigenen vier Wände

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Diese Schäden versichert eine Wohngebäudeversicherung

Mit einer Wohngebäudeversicherung schützen Sie grundsätzlich Ihr Eigenheim vor den finanziellen Folgen von Schäden durch:

  • Feuer
  • Sturm
  • Hagel
  • Leitungswasser

Mitversichert sind auch Terrassen, Gebäudezubehör (z.B. Klingel- und Briefkastenanlagen) und Einbaumöbel. Nebengebäude und Garagen kann der Versicherte ebenfalls in den Vertrag einschließen.

Eine gleitende Neuwertversicherung ist dabei die Regel: Die Versicherungssumme passt sich dabei jährlich der Wertentwicklung der Immobilie an. Dafür muss der “Gebäudeversicherungswert 1914” ermittelt werden. Dabei handelt es sich um einen rein fiktiven Wert, der eine einheitliche Basis für die Berechnung der Wertentwicklung gewährleisten soll und gleichzeitig verhindert, dass Hausbesitzer durch hohe Wertsteigerungen ihrer Immobilie plötzlich unterversichert sind.

Wird also ein Haus zerstört, zahlt die Wohngebäudeversicherung so viel Geld, dass damit ein gleichwertiges neues Haus errichtet werden kann – egal wie alt das Gebäude ist.

Diese Kosten übernimmt die Gebäudeversicherung ebenfalls

Neben der Bereitstellung von Geldern für den Neubau eines gleichwertigen Hauses, übernimmt die Versicherungsgesellschaft weitere Kosten: Aufräumarbeiten sind ebenso im Versicherungsschutz inbegriffen wie die Kosten für einen möglichen Mietausfall als Folge eines Schadens sowie die Kosten für die Unterbringung in einem Hotel oder einer anderweitigen Ersatzunterkunft. Mit einer Wohngebäudeversicherung stellt der Hausbesitzer sicher, immer ein Dach über dem Kopf zu haben.

In diesen Fällen zahlt die Gebäudeversicherung nicht

Grundsätzlich zahlt die Wohngebäudeversicherung für Schäden an Gegenständen, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. So ist eine Einbauküche oder ein Wandschrank mitversichert, nicht aber das Sofa im Wohnzimmer oder der Esstisch in der Küche. Solche beweglichen Gegenstände werden durch die Hausratversicherung abgedeckt.

Pflichten des Versicherungsnehmers im Schadensfall

Wenn ein Schaden eintritt, gilt es als erstes, die Versicherung einzuschalten. Diese wird einen Gutachter beauftragen, der die Situation bewertet und so die Schadensregulierung ermöglicht. Dabei ist es häufig hilfreich, den Schaden selber zu fotografieren und die Bilder vorab an die Versicherung zu übermitteln.

Wichtig ist aber auch, das Risiko von Folgeschäden gering zu halten. Bei einem Wasserrohrbruch ist es natürlich Pflicht, den Haupthahn abzudrehen.

Achtung: Wer Schäden noch vor der Fertigstellung des Gutachtens beheben lassen will, weil das Haus sonst unbewohnbar wäre, sollte dies unbedingt mit seiner Versicherung absprechen. Zudem sollten Handwerkerrechnungen in jedem Fall aufbewahrt werden, damit der Versicherer auch für vorgezogene Reparaturen zahlt.

Immobilienbesitzer sollten ihre Versicherung benachrichtigen, bevor sie Handwerker anfordern.

Immobilienbesitzer sollten ihre Versicherung benachrichtigen, bevor sie Handwerker anfordern.

Die Wohngebäudeversicherung als Voraussetzung für Baudarlehen

Wie bereits erwähnt, stellt das Eigenheim in den meisten Fällen den Großteil des Privatvermögens der Immobilienbesitzer dar. Zusätzlich zum Ersparten benötigt die Mehrheit ein Darlehen zur Finanzierung der eigenen vier Wände. Um nicht nur den Hauskäufer oder Bauherren, sondern auch die eigenen Interessen zu schützen, setzen viele Banken eine Wohngebäudeversicherung zur Gewährung des Darlehens voraus.

Familie mit Dach über Kopf

Schutz für die eigenen vier Wände

Damit das Eigenheim nicht zur Kostenfalle wird. Wunschdaten eingeben - Versicherung auswählen - Vertrag digital abschließen.

Darauf sollten Hausbesitzer bei Wohngebäudeversicherungen besonders achten

Ähnlich wie die Hausratversicherung lässt sich auch der Versicherungsschutz durch die Wohngebäudeversicherung erweitern. Einige wichtige Leistungsbausteine sind in den Basistarifen der Versicherungen in der Regel nicht enthalten. Je nach Wohnlage und Umgebungsbedingungen sollten sie in die Versicherung miteingeschlossen werden. Auch müssen Hausbesitzer und Versicherungsnehmer neben der Meldung von Schäden auch Änderungen umgehend mitteilen.

Elementarschäden mitversichern

Trotz der zunehmenden Schadenszahlen durch Naturkatastrophen sind viele Hausbesitzer gegen Schäden durch Überflutungen, Erdbeben, Erdrutsche oder Tornados nicht versichert. Dabei sorgen nicht nur die berühmt-berüchtigten Herbststürme jährlich für hohe Schadenssummen in der Bundesrepublik, auch Überschwemmungen durch Regen (vor allem Starkregen) und Hochwasser durch überlaufende Flüsse treten immer häufiger auf.

Die meisten herkömmlichen Wohngebäudeversicherungen schließen diese Schäden nicht ein. Für einen erhöhten Beitrag können Versicherte diese Absicherung jedoch in der Regel zusätzlich in den Vertrag aufnehmen lassen.

Wer allerdings nicht in einem durch Naturgewalten bedrohten Gebiet lebt, der kann im Zweifel auf diesen Zusatzbaustein verzichten. Einen guten Überblick über gefährdete Regionen liefert der Kompass Naturgefahren des Versicherungsverbandes GDV.

Elementarschäden: Folgen dieser Naturkatastrophen können Sie absichern.

Elementarschäden: Folgen dieser Naturkatastrophen können Sie absichern.

Änderungen und Umbauten immer mitteilen

Immer wenn ein Umbau oder eine Sanierung ansteht, ist es wichtig, der Versicherungsgesellschaft mitzuteilen, welche Änderungen durchgeführt werden. Dies hängt mit der Zusammensetzung des Beitrags für die Versicherung zusammen: Wird der Wert der Immobilie durch die Baumaßnahme gesteigert, muss der Versicherer im Schadensfall auch mehr bezahlen. Es ist folglich unerlässlich, mit dem Versicherer über Renovierungen und Umbauten zu sprechen und die Gebäudeversicherung entsprechend anzupassen.

Die Lage der Immobilie – ausschlaggebend für die Kosten der Wohngebäudeversicherung

Ebenso hat die Lage der Immobilie großen Einfluss auf die Höhe der Kosten für die Gebäudeversicherung. Steht das Haus in einem Gebiet, das regelmäßig von Überschwemmungen betroffen ist, kostet die Versicherung dieser Schäden entsprechend mehr. In einigen Regionen ist es aus Kostengründen beinahe unmöglich, eine Versicherung gegen Überflutungen zu erhalten.

Alternativ können Hausbesitzer mit dem Versicherer einen Selbstbehalt vereinbaren. Diesen Teil übernimmt der Hausbesitzer im Schadensfall selbst, erst bei höheren Kosten schießt die Versicherungsgesellschaft Gelder zu. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, selbstständig und auf eigene Kosten für baulichen Schutz vor Hochwasser und Überschwemmungen zu sorgen.

Grobe Fahrlässigkeit

Die meisten Basistarife enthalten diese Zusatzklausel nicht. Dadurch sind Schäden nicht abgedeckt, die entstehen, wenn Versicherungen meinen, der Versicherte habe „leichtfertig“ gehandelt. Dann schränken Assekuranzen gerne Zahlungen ein, selbst wenn Versicherte guten Glaubens sind, alle Pflichten erfüllt zu haben. Als grob fahrlässig gilt es zum Beispiel, Kerzen unbeaufsichtigt brennen zu lassen oder in Frostphasen nicht richtig zu heizen.

Überspannungsschäden

Überspannungsschäden entstehen in Folge von Blitzeinschlägen, welche zu hohe Strommengen durch die Leitungen fließen. Sie sind meist nur in der Wohngebäudeversicherung enthalten, wenn sie unmittelbar durch den Blitzeinschlag entstehen. Schlägt der Blitz aber beim Nachbarn ein und greift auf Ihr Haus über, ersetzt der Versicherer den Schaden nur, wenn Sie dies zusätzlich vereinbart haben.

Rauchmelder installieren

Eine weitere Maßnahme, die Hausbesitzer ergreifen können – und die in Wohnungen mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben ist – ist die Installation von Rauchmeldern an den Decken aller Räume, außer im Badezimmer und der Küche. Diese warnen unmittelbar vor gefährlicher Rauch- oder Brandentwicklung und haben schon so manches Feuer in der Glut erstickt. Verpflichtet sich der Versicherungsnehmer zur Anbringung der Rauchmelder, bringt das nicht nur Schutz vor Bränden, sondern auch einen günstigeren Beitrag in der Gebäudeversicherung mit sich.

Wohngebäudeversicherung kündigen

Wohngebäudeversicherungen können erstmalig zum Ende der zuvor vereinbarten Vertragsdauer gekündigt werden. Danach ist eine Kündigung jährlich zum Ende jedes Versicherungsjahres möglich. Laufen die Verträge länger als drei Jahre, sind sie nach dem Versicherungsvertragsgesetz dennoch spätestens nach drei Jahren kündbar. Nach Ablauf dieser Frist kann der Vertrag jährlich beendet werden, dabei ist in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten. Wer also beispielsweise zum 31. Dezember eines Jahres aus dem Vertrag aussteigen will, dessen Kündigung muss dem Versicherer spätestens zum 30. September vorliegen.

Achtung! Bei den Policen besteht kein Sonderkündigungsrecht, wenn die Prämie steigt, denn die Prämien richten sich nach dem Baukostenindex, da stets der Neuwert des Gebäudes erstattet wird. Ein Sonderkündigungsrecht besteht jedoch nach einem versicherungspflichtigen Schaden. Dieses gilt frühestens zum sofortigen Schadenszeitpunkt und spätestens zum Ablauf des Versicherungsjahres. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats nach Abschluss der Verhandlungen über die Entschädigung durch die Versicherung bei dieser eingegangen sein.

Wer einen Vertrag kündigen will, sollte dies grundsätzlich schriftlich tun. Zum Nachweis des fristgemäßen Eingangs des Kündigungsschreibens, empfiehlt sich, gerade bei drohendem Fristablauf, die Versendung per Einschreiben mit Rückschein.

Doch Vorsicht: Versicherungsnehmer sollten auf jeden Fall auf einen lückenlosen Versicherungsschutz achten. Die neue Police sollte vorliegen, sobald die alte Versicherung abläuft.

Wohngebäude- und Hausratversicherung beim gleichen Versicherer

Gebäudeversicherungen versichern nur das Gebäude selbst und alle fest integrierten Bestandteile. Möbel, Wertsachen und der restliche Hausrat sind hingegen mit einer Hausratversicherung abzusichern. Sind die Risiken bei zwei verschiedenen Gesellschaften versichert, kann es zum Streit zwischen den beiden Gesellschaften kommen, wer welchen Schaden übernehmen muss. Leidtragender ist dabei hauptsächlich der Hausbesitzer. Um dies zu umgehen, empfiehlt es sich, beide Versicherungsverträge – sowohl Wohngebäudeversicherung als auch Hausratversicherung – beim gleichen Versicherer abzuschließen.

moneymeets Tipp: Die Suche nach einer neuen Wohngebäudeversicherung war bisher sehr aufwendig und zeitintensiv. Damit ist jetzt Schluss: Der Tarifassistent von moneymeets durchsucht für Sie nahezu den gesamten Versicherungsmarkt und findet immer den Tarif, der am besten zu Ihrem Absicherungsbedarf passt.

Wenn Sie bereits versichert sind, sollten Sie regelmäßig Ihren Vertrag auf den Prüfstand stellen, denn oft bieten neuere Tarife bessere Leistungen für weniger Geld. Mit dem Online-Vertrags-Check von moneymeets finden Sie heraus, wie Ihr Tarif im Vergleich zu den Top-Produkten am Markt abschneidet. So decken Sie Schwachstellen bei Preis und Leistung auf und vermeiden im Schadensfall unliebsame Überraschungen.

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Fazit

  • Eine Wohngebäudeversicherung zahlt bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel.
  • Ein Abschluss der Gebäudeversicherung ist Hausbesitzern dringend anzuraten, um das Vermögen, welches in der Immobilie steckt, zu bewahren.
  • Zusätzlich ist es ratsam, Schäden durch Naturkatastrophen wie Stürme oder Überschwemmungen abzusichern.

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