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In Kürze

  • Eine Hausratversicherung kommt für Schäden auf, die an beweglichen Gegenständen im Haus oder in der Wohnung entstehen.
  • Für Fahrräder, die abgeschlossen an der Straße stehen, können Sie einen zusätzlichen Schutz vereinbaren. Zweiräder, die im Keller oder im Hausflur stehen, sind bei einem Diebstahl in der Regel mitversichert.
  • Auch wenn Ihr Urlaubsgepäck aus dem Hotelzimmer gestohlen wird, zahlt oft die Hausratversicherung.
  • Für Elementarschäden können Zusatzvereinbarungen getroffen werden. Wer zum Beispiel in der Nähe eines Flusses wohnt, kann sich gegen die Folgen von Überschwemmungen absichern.
  • Verträge sind meist mit einer Frist von drei Monaten kündbar.
Eine Hausratversicherung schützt Ihre Möbel und andere Einrichtungsgegenstände.

Eine Hausratversicherung schützt Ihre Möbel und andere Einrichtungsgegenstände.

Was versichert eine Hausratversicherung?

Rein statistisch schlagen Einbrecher in Deutschland etwa alle drei Minuten zu. Nur selten werden die Täter gefasst und das Diebesgut zurückgegeben. Einbruchdiebstahl ist inzwischen der häufigste Grund für Zahlungen der Hausratversicherung. Die regionale Verteilung der Einbrüche ist daher mittlerweile hauptsächlich ausschlaggebend für die Höhe der Beiträge für eine Hausratversicherung.

Alleine in 2016 wurden in Deutschland 151.000 Fälle von Einbruchsdiebstahl angezeigt, meldet das Bundeskriminalamt. Die Aufklärungsquote lag gleichzeitig bei unter zehn Prozent.

Wenn sich Langfinger Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen und alles mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist, ist der Schock zunächst groß. Gut, wenn Sie sich dann zumindest sicher sein können, dass Sie nicht auf den finanziellen Schäden sitzen bleiben. Eine Hausratversicherung ersetzt alle Schäden, die an beweglichem Hausrat durch Einbruch oder Raub entstehen, aber auch solche durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm.

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Schutz für Hab & Gut

Eine Hausratversicherung ist dann wichtig, wenn eine teure Einrichtung nicht aus den Ersparnissen allein ersetzt werden kann. Der Versicherungsschutz erstreckt sich dabei nicht nur auf die Wohnung: So ist auf Reisen Ihr Gepäck in gewissen Umfang mitversichert - zumindest, wenn es aus dem Hotelzimmer oder dem abgeschlossenen Fahrzeug gestohlen wird.

Studierende oder sich in der Ausbildung befindende und daher vorübergehend in einer Wohngemeinschaft lebende Kinder sind ebenfalls mitversichert. Deren Eigentum ist aber nur „außenversichert“, solange kein eigener Haushalt gegründet wurde, zudem ist der Schadenersatz auf zehn Prozent der Versicherungssumme der Hausrat-Police begrenzt.

Beim Partner zwischengelagerter Hausrat ist ebenfalls versichert. Diese Regelungen betrifft vor allem Paare, die noch nicht zusammen wohnen, aber bereits Kleidung und Wertsachen beim jeweils anderen verwahren.

Von der Hausratversicherung ausgeschlossene Schäden

Hausratversicherungen leisten zwar für Schäden an Gebrauchs- und Verbrauchsgegenständen, aber nicht bei grober Fahrlässigkeit seitens des Versicherungsnehmers. Diese liegt beispielsweise bei einer einsam brennenden Kerze vor, die einen Brand auslöst. Grobe Fahrlässigkeit lässt sich aber explizit in die Hausratversicherung einschließen und ist dann ebenfalls versichert - das kostet dann allerdings extra.

Schäden durch Naturkatastrophen sind in den Basistarifen der meisten Hausratversicherungen ausgeschlossen. Auch diese können gegen einen Aufpreis mitversichert werden. Der Schutz gegen sogenannte Elementarschäden umfasst dann Hochwasser, Überschwemmung und Erdbeben. Dies gilt allerdings lediglich für den Hausrat, nicht aber für die Immobilie selbst. Immobilien müssen mithilfe der Wohngebäudeversicherung abgesichert werden (weiter unten mehr dazu).

Für Mietsachschäden kommt die Versicherung in der Regel auch nicht auf: Wer etwa in einer Mietwohnung lebt, und beispielsweise einen Wasserschaden in der vom Vermieter installierten Einbauküche entdeckt, kann sich nicht an seine Hausratversicherung wenden. Die Küche gilt nämlich als Eigentum des Vermieters. Haben Sie als Mieter den Schaden verursacht, könnte der Schaden hingegen ein Fall für Ihre Haftpflichtversicherung sein.

Zusätzlicher Schutz in der Hausratversicherung

Der Standard-Tarif der Hausratversicherung kann mit einigen zusätzlichen Vereinbarungen erweitert werden. Dies lohnt sich nicht nur für Bewohner von Hochwassergebieten, sondern auch für Besitzer besonderer Wertgegenstände. Zusätzlich in die Hausratversicherung eingeschlossen werden können insbesondere:

  • Elementarschäden
  • Fahrräder
  • Grobe Fahrlässigkeit
  • Wertsachen
  • Glasschäden
  • Wertgegenstände im Auto
  • Überspannungsschäden
  • Beruflich genutzte Arbeitszimmer

Werfen Sie hierzu auch einen Blick in unsere Checkliste zur Hausratversicherung. Dort sind die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst.

Elementarschäden extra absichern

Gerade in der Nähe von Flüssen drohen heftige Überschwemmungen, deren verheerende Folgen auch schnell einmal einen kompletten Hausrat vernichten können. Bei den meisten Tarifen der Hausratversicherungen zählen solche Schadensfälle nicht zum Leistungsspektrum, deswegen ist eine zusätzliche Absicherung des Hausstands für Bewohner gefährdeter Regionen sehr empfehlenswert. Die Absicherung gegen Elementarschäden schwächt zwar nicht die Folgen der Überschwemmung ab, verhindert aber den finanziellen Ruin der Betroffenen.

Fahrradversicherung

Ein in der Garage oder im Keller stehendes Fahrrad ist in der Regel automatisch über die Hausratversicherung abgesichert. Steht der Drahtesel allerdings an der Straße und ist beispielsweise an einer Laterne oder einem Fahrradständer angeschlossen, muss der Versicherungsschutz gesondert vereinbart werden. Die meisten Anbieter von Hausratversicherungen bieten diesen Schutz gegen einen geringen Aufpreis an. Besonders vorteilhaft ist, dass nicht nur der Diebstahl des Fahrrads, sondern auch die mutwillige Beschädigung durch unbekannte Dritte versichert ist. Aufgeschlitzte Reifen sind dann zwar immer noch ärgerlich, belasten den Geldbeutel aber nicht mehr. Unbedingt zu beachten ist, dass der Drahtesel immer durch ein adäquates Schloss gesichert sein muss, damit der Versicherungsschutz auch greift.

Grobe Fahrlässigkeit

Stellt sich bei den polizeilichen Ermittlungen heraus, dass die Einbrecher durch ein gekipptes Fenster oder eine nicht verriegelte Kellertür in das Haus eindringen konnten, verweigert die Hausratversicherung zumeist die Zahlung. Der Vorwurf an den Versicherten: Grobe Fahrlässigkeit. Mit dem Vertragszusatz “Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit” kann aber auch dieser Fall durch die Hausratversicherung abgesichert werden.

Wasserschäden in der Hausrat-Police mitversichern

In den Standard-Tarifen der Hausratversicherungen sind zumeist nur Leitungswasserschäden versichert. Wenn das Aquarium herunterfällt, ist der resultierende Wasserschaden nicht durch die Hausratversicherung abgedeckt. In solchen Fällen, aber auch bei einem geplatzten Wasserbett hilft der Zusatz zu Wasserschäden.

Wertsachen extra versichern

Speziell bei Wertsachen wie Schmuck oder Antiquitäten ist die Deckungssumme der Hausratversicherung besonders ausschlaggebend. Wertgegenstände sind meist nur in begrenztem Umfang über Standardpolicen in der Hausratsversicherung abgedeckt, häufig beträgt die Abdeckung lediglich bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme. Zudem gelten bestimmte Obergrenzen für Wertgegenstände, z.B.:

  • Bargeld ca. 1.500 Euro
  • Urkunden, Sparbücher und Wertpapiere ca. 3.000 Euro
  • Schmuck, Briefmarken, Gold ca. 20.000 Euro

Hinweis: Diese Werte sind nicht als festgeschriebene Höchstgrenzen zu verstehen, sondern dienen nur als Orientierungsgrößen in Form von Durchschnittswerten.

Gegen einen Aufpreis oder durch einen Tarifwechsel können auch höhere Summen versichert werden. Auch bei Antiquitäten oder wertvollen Gemälden sollte der Schutz entsprechend angepasst werden. Neben Expertengutachten und Rechnungen sind zudem Fotos von den Wertgegenständen wichtige Dokumente und Nachweise im Schadensfall.

Glasschäden in die Hausratversicherung einschließen?

Zerbrochene Fensterscheiben sind zwar ärgerlich, aber finanziell meistens zu verkraften. Glasschäden lassen sich ebenfalls in die Hausratversicherung einschließen, doch ist dies nur in seltenen Fällen wirklich lohnenswert. Etwa bei Häusern mit Wintergärten, künstlerisch gestalteten oder großflächigen Fenstern kann eine Glasversicherung sinnvoll sein. Hier sollte immer im Einzelfall abgewogen werden, wie hoch etwa ein möglicher finanzieller Schaden im Vergleich zu den zusätzlichen Beiträgen einer Glasversicherung über mehrere Jahre ist.

Diebstahl aus dem Auto

Wertgegenstände, die im Auto liegen, gehören zwar auch zum Hausrat, sind in der zugehörigen Versicherung aber nicht automatisch eingeschlossen. In einigen Tarifen ist diese Form des Schutzes unter dem Vertragspunkt “Diebstahl aus Kfz” inkludiert. Allerdings gilt diese Regelung nur in einem klar definierten Rahmen. Wer darüber hinaus Gegenstände absichern möchte, der sollte über eine Autoinhaltsversicherung nachdenken. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn das Auto an der Straße steht und regelmäßig teure Dinge transportiert werden müssen, die dann über Nacht im Auto bleiben.

Überspannungsschäden durch Blitzeinschlag

Schlägt während eines Gewitters ein Blitz in die Strom-, Telefon-, oder Antennenleitung, fließt zu viel Strom durch diese Leitungen und angeschlossene Geräte können beschädigt oder zerstört werden. Solche Schäden sind in der Hausratversicherung grundsätzlich nicht eingeschlossen, können aber ebenfalls extra versichert werden.

Anerkanntes Arbeitszimmer gesondert versichern

Eine Deckungslücke droht, wenn Sie in Ihrer Wohnung ein Arbeitszimmer eingerichtet haben, welches das Finanzamt steuerlich anerkennt. Hier ist das Inventar nicht automatisch durch die Hausratversicherung geschützt. Sie benötigen eine separate Police.

Worauf ist bei den Tarifen der Hausratversicherung besonders zu achten?

Neben den üblichen Pflichten, die ein Versicherter gegenüber seiner Versicherung hat, beispielsweise eine zeitnahe Schadensmeldung, gibt es in der Hausratversicherung noch einige andere Dinge zu beachten. Diese umfassen sowohl Pflichten als auch Überlegungen, die vor Tarifwahl und Abschluss der Hausratversicherung zu treffen sind:

  • Zusammensetzung des Versicherungsbeitrags
  • Unterversicherung und Deckungssumme
  • Umzüge melden
  • Mit dem Partner zusammenziehen
  • Kaufbelege aufbewahren
  • Gefahrenerhöhung melden
  • Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung zusammen abschließen

Wie hoch sind die Kosten für eine Hausratversicherung?

Etwa 26 Millionen Bundesbürger versicherten 2016 ihren Hausrat. Durchschnittlich kostete dies 116 Euro im Jahr. Regional sind die Unterschiede jedoch ziemlich groß: Besonders ausschlaggebend ist dabei auch die Zahl der Einbrüche am Wohnungsort.

2016 hat das Magazin Finanztest 108 Tarife für Wohnungen in München und Köln verglichen: In München konnte eine 80-Quadratmeter-Wohnung je nach Anbieter zu einer Prämie von 64 bis 313 Euro versichert werden. In Köln lag die Bandbreite des Jahresbeitrags für einen weitgehend identischen Schutz zwischen 143 und 544 Euro.

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Unterversicherung und Deckungssumme

Wenn der Wert des Hausrats höher ist als die Versicherungssumme, drohen im Schadensfall Abzüge. Beispiel: Die Versicherungssumme beträgt 100.000 Euro, das Inventar hat aber einen Wert von 200.000 Euro. Bei einem Schaden von 80.000 Euro Schaden ersetzt der Versicherer lediglich 40.000 Euro des Schadens, denn nur die Hälfte des tatsächlichen Werts des Hausrats war versichert.

Um die sogenannte Unterversicherung auszuschließen, unterstellen die Versicherer meistens ein Pauschalsystem für den Durchschnittshaushalt. Dabei werden in der Regel 650 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche angesetzt. Die beweglichen Gegenstände einer 80-Quadratmeter-Wohnung sind nach diesem Verfahren mit 52.000 Euro versichert. Checken Sie vorab, ob diese Pauschalmethode für Ihren Hausrat ausreicht, andernfalls können Sie die Deckungssumme erhöhen.

Haben Sie mit Ihrem Versicherer eine entsprechende Klausel vereinbart und sich auf eine pauschale Versicherungssumme geeinigt, dann sind Sie auf der sicheren Seite: Im Schadensfall wird dank der Klausel keine Unterversicherung angerechnet und Schäden im Rahmen der Versicherungssumme voll ersetzt.

Umzug melden

Der Umzug in eine neue Wohnung oder ein neues Haus muss dem Versicherer unmittelbar gemeldet werden. Dies kann auch einen großen Vorteil haben: Liegt der neue Wohnsitz in einer Region mit geringeren Einbruchszahlen, sinkt die Höhe der Beiträge. Andersherum kann es aber auch teurer werden, wenn Sie in eine Region mit höherer Einbruchsrate ziehen. Aber auch in diesem Fall sollte der neue Wohnsitz unverzüglich gemeldet werden, damit der Versicherungsschutz für den Hausrat gewährleistet ist.

Mit dem Partner zusammenziehen

Zieht ein Paar zusammen in eine gemeinsame Wohnung, genügt eine gemeinsame Hausratversicherung. Sollten die beiden Partner zuvor jeweils einen eigenen Vertrag abgeschlossen haben, kann einer der beiden also entfallen. In der Praxis wird dies so geregelt, dass der ältere Vertrag Gültigkeit behält und Vorrang hat. Ist dieser allerdings teurer, ist die Kündigung und der anschließende Wechsel in einen neuen Vertrag zu empfehlen.

Die gemeinsame Hausratversicherung muss aber an die neuen Gegebenheiten angepasst werden: Aus zwei Hausständen wird ein gemeinsamer Hausrat. An diesem Punkt sollte überprüft werden, ob der Wert des Hausrats durch die Versicherungssumme gedeckt ist. Entsprechende Anpassungen sollten unbedingt vorgenommen werden.

Paare, die zusammen wohnen, benötigen nur noch eine Hausrat-Police.

Paare, die zusammen wohnen, benötigen nur noch eine Hausrat-Police.

Kaufbelege aufbewahren

Für den Nachweis des Besitzes und des Wertes gestohlener oder zerstörter Gegenstände lohnt sich die Aufbewahrung der Kaufbelege. Diese können auch zusammen mit den Gegenständen abfotografiert oder an einem sicheren Ort außerhalb der eigenen vier Wände (beispielsweise in einem Bankschließfach) aufbewahrt werden. Dies ist gerade nach Schäden durch Umwelteinflüsse oder Brände besonders hilfreich, da die Unterlagen so unversehrt bleiben.

Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung beim selben Versicherer

Hausratversicherungen schließen nur die beweglichen Gegenstände im Haushalt ein, Schäden am Haus selbst werden über die Wohngebäudeversicherung abgesichert. Als Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie ist es ratsam, beide Versicherungen bei der gleichen Versicherungsgesellschaft abzuschließen, damit es im Schadensfall nicht zu Konflikten darüber kommt, welcher Schaden von welcher Versicherung übernommen werden muss. Zwar ist dies in den Versicherungsverträgen genau festgehalten, doch kann es immer wieder zu Unannehmlichkeiten kommen. Diese sollten Haus- oder Wohnungsbesitzer umgehen.

Gefahrenerhöhung melden

Bei Hausratversicherungen müssen nicht nur Schadensfälle gemeldet werden, sondern auch sogenannte Gefahrenerhöhungen. Vor allem bei Handwerksarbeiten im und um das Haus kann es zu solchen kommen, beispielsweise durch ein Baugerüst für Malerarbeiten. Bei Gefahrenerhöhungen handelt es sich um temporäre Umstände, welche einen Schadens- und damit Versicherungsfall wahrscheinlicher machen. Werden diese nicht gemeldet, kann die Versicherungsgesellschaft die Regulierung eines möglichen Schadens verweigern oder die Zahlung verringern.

Wie kann ich die Hausratversicherung kündigen?

Eine Hausratversicherung kann zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Die Frist beträgt normalerweise drei Monate zum Ablauf des Versicherungsjahres. Ansonsten verlängert sich die Laufzeit automatisch um ein weiteres Jahr. Länger laufende Verträge sind nach dem Versicherungsvertragsgesetz erstmals nach Ablauf des dritten Jahres kündbar. In der Regel ist auch hier eine Frist von drei Monaten einzuhalten. Wer also zum 31.12. aus dem Vertrag aussteigen will, muss seine Kündigung dem Versicherer bis zum 30.09. vorgelegt haben.

Eine außerordentliche Kündigung ist nach einer Prämienerhöhung ohne eine gleichzeitige Verbesserung der Leistungen möglich. Hier muss der Versicherte innerhalb eines Monats nach dem Eingang der Mitteilung zu kündigen. Auch wenn ein Schaden eingetreten ist, kann spätestens einen Monat nach Zahlung oder Ablehnung des Schadens gekündigt werden. Der Vertrag wird dann frühestens mit sofortiger Wirkung und spätestens zum Ende des Versicherungsjahres beendet.

Checkliste: Wichtige Punkte bei Hausratversicherungen

  • Unterversicherungsverzicht: Unterversicherung können Sie am einfachsten mit der Pauschalmethode (i.d.R. 650 EUR/qm) ausschließen. Bei individueller Berechnung achten Sie darauf, dass der Wert des Hausrats unterhalb der Deckungssumme der Versicherung liegt.
  • Extrapolice für Arbeitszimmer: Die Einrichtung eines vom Finanzamt als Arbeitsplatz anerkannten Arbeitszimmers muss gesondert versichert werden.
  • Wertgegenstände extra versichern: Besonders wertvolle Gegenstände entweder einzeln absichern oder die Deckungssumme der Hausratversicherung entsprechend erhöhen.
  • Absicherung gegen Elementarschäden: Naturkatastrophen wie Hochwasser, Überschwemmungen und Erdbeben sind im Basistarif der Hausratversicherung nicht abgesichert.
  • Überspannungsschäden einschließen: Beim Blitzeinschlag können angeschlossene Elektrogeräte wegen Überspannung zerstört werden. Dieser Schadensfall muss ebenfalls extra versichert sein.

moneymeets Tipp: Die Suche nach einer neuen Hausratversicherung war bisher sehr aufwendig und zeitintensiv. Damit ist jetzt Schluss: Der Tarifassistent von moneymeets durchsucht für Sie nahezu den gesamten Versicherungsmarkt und findet immer den Tarif, der am besten zu Ihrem Absicherungsbedarf passt.

Wenn Sie bereits versichert sind, sollten Sie regelmäßig Ihren Vertrag auf den Prüfstand stellen, denn oft bieten neuere Tarife bessere Leistungen für weniger Geld. Mit dem Online-Vertrags-Check von moneymeets finden Sie heraus, wie Ihr Tarif im Vergleich zu den Top-Produkten am Markt abschneidet. So decken Sie Schwachstellen bei Preis und Leistung auf und vermeiden im Schadensfall unliebsame Überraschungen.

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Fazit

  • Eine Hausratversicherung sichert den Wert von Gebrauchs- und Verbrauchsgegenständen in den eigenen vier Wänden ab.
  • Versicherungen zahlen in der Regel bei Einbruchdiebstahl, Vandalismus und Schäden durch Feuer, Leitungswasser und Sturm.
  • Teure Wertgegenstände und Fahrräder, die oft draußen stehen, können mit Extra-Klauseln abgesichert werden.
  • Die Beitragshöhe der Tarife variiert bei ähnlichen Leistungen enorm. Sie hängt auch davon ab, wie viele Einbrüche im Umkreis des versicherten Wohnraums passieren.

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