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In Kürze

  • Eine Fahrradversicherung zahlt, wenn Ihr Zweirad gestohlen oder beschädigt wird.
  • Bei besonders hochwertigen Fahrrädern empfiehlt sich eine Vollkaskoversicherung.
  • Versicherungen verlangen meist, dass Sie ein stabiles Schloss an Ihrem Zweirad anbringen.
  • Für E-Bikes ist eine Absicherung besonders wichtig, da hier auch Schäden an der Elektronik auftreten können.
  • Erstatten Sie im Schadensfall umgehend Anzeige bei der Polizei und melden Sie den Vorfall der Versicherung.
  • Wenn ein im Keller oder in der Wohnung abgestelltes Fahrrad gestohlen wird, leistet auch die Hausratversicherung .
  • Wenn Sie Ihre Hausratversicherung um eine Fahrradklausel ergänzen, sind Räder bis zu einem gewissen Umfang geschützt, wenn sie mit einem Schloss gesichert an der Straße stehen.
Für hochwertige Fahrräder und E-Bikes ist eine eigene Police definitiv sinnvoll.

Für hochwertige Fahrräder und E-Bikes ist eine eigene Police definitiv sinnvoll.

Wann braucht Ihr Fahrrad eine Versicherung?

Die Zahl der Radfahrer steigt deutschlandweit kontinuierlich. Auch die Nachfrage nach hochwertigen Zweirädern nimmt zu. Doch gerade in den Städten sind häufig Diebe am Werk. Was Sie versicherungstechnisch tun können, um im Schadensfall nicht auf dem Schaden sitzen zu bleiben.

Alleine im Jahr 2017 wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes in Deutschland 300.006 Fahrräder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei unter zehn Prozent. Meist sind hier organisierte Banden am Werk, die selten gefasst werden. Geschädigte haben daher oft das Nachsehen. Das ist vor allem bei teuren Fahrrädern ärgerlich und Grund genug sich abzusichern.

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Wann zahlt die Fahrradversicherung?

In der Regel kommt eine Fahrradversicherung für folgende Schäden auf:

  • Diebstahl
  • Raub
  • Vandalismus
  • Unfälle
  • Brandschäden
  • Blitzschlag
  • Fahrlässiges Handeln des Versicherungsnehmers
  • Material-, Konstruktions- und Produktionsfehler
  • Höhere Gewalt

Der Versicherungsschutz erstreckt sich dabei nicht nur auf das Fahrrad als ganzes. Auch wenn nur Teile davon – beispielsweise der Sattel oder die Reifen – beschädigt oder entwendet werden, zahlen die meisten Versicherer.

Teil- oder Vollkasko bei der Fahrradversicherung?

Ähnlich wie bei der Kfz-Versicherung können Sie auch beim Zweirad zwischen einer Voll- und einer Teilkaskoversicherung wählen.

Die Teilkasko beinhaltet in der Regel nur den Diebstahlschutz für das ganze Rad oder fest angebrachte Teile wie den Sattel.

Bei einer Vollkaskoversicherung sind Sie auch bei Vandalismus, Unfällen oder Bränden auf der sicheren Seite. Lohnend ist die Rundum-Absicherung etwa ab einem Wert von 1.000 Euro.

Meist gilt: Wird das Fahrrad gestohlen, erstattet eine gute Versicherung den Neuwert und Sie können sich gleichwertigen Ersatz leisten. Bei Reparaturen richtet sich die Höhe der Entschädigung nach dem Zeitwert des Rades.

Viele Versicherer knüpfen eine Zahlung an die Bedingung, dass Sie Ihr Fahrrad mit einem stabilen Schloss sichern. Wer keins besitzt, hat demzufolge auch keinen Anspruch auf Zahlung. Auch bei Verschleißerscheinungen wie Kratzern oder Rost bleiben Sie auf den Kosten sitzen.

umgekipptes Glas Rotwein auf dem Teppich

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Wie teuer ist eine Fahrradversicherung?

Wie viel Sie zahlen müssen, um Ihr Zweirad abzusichern, hängt insbesondere von der Höhe der Versicherungssumme und Ihrem Wohnort ab. Wer in einer Großstadt lebt, der muss wegen des höheren Diebstahlrisikos deutlich tiefer in die Tasche greifen als Menschen in ländlichen Gegenden. Zudem sind – ähnlich wie bei Kfz-Versicherungen – Teilkasko-Policen günstiger als der Vollkaskoschutz.

Ein Vergleich von moneymeets zeigt: Eine günstige Vollkaskoversicherung für ein Mountain-Bike mit Aluminiumrahmen (Versicherungssumme 1.000 Euro) kostet je nach Wohnort zwischen 100 und 150 Euro jährlich. Am günstigsten kommen Fahrradfahrer im nordrhein-westfälischen Remscheid davon. In Münster – der Hochburg für Fahrraddiebe in Deutschland – ist der Schutz fürs Zweirad aufgrund des höheren Risikos um 50 Prozent teurer.

Was mache ich im Schadensfall?

Ist das Rad verschwunden oder beschädigt, sollten Sie zunächst bei der Polizei Anzeige erstatten. Ebenfalls gilt es, der Versicherung den Schaden umgehend zu melden. Dabei müssen Sie die polizeiliche Anzeige sowie die Rechnung des Fahrrads vorlegen. Einige Versicherer fordern im Diebstahlfall zusätzlich noch einen Kaufnachweis für Ihr Fahrradschloss oder den dazugehörigen Schlüssel.

Zusätzlich zu den genannten Dokumenten benötigt der Versicherer bei einem gestohlenen Rad folgende Informationen:

  • Mutmaßlicher Diebstahlzeitraum
  • Ort des Diebstahls/Abstellort
  • Zeitpunkt, zu dem der Diebstahl entdeckt wurde
  • Tag und Uhrzeit, an dem das Rad abgestellt wurde
  • Art des Fahrrads
  • Marke
  • Rahmennummer
  • Farbe und Bereifung
  • Sonderausstattung

Spezialfall E-Bikes

E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie besitzen einen Elektromotor und einen Akku – so ist es auch in hügeligen Gegenden und für weniger trainierte Menschen möglich, größere Strecken zurückzulegen. Hier sollten Sie darauf achten, dass Probleme mit der Elektronik oder Kurzschlüsse durch Feuchtigkeit durch die Police abgedeckt sind. Wichtig ist auch der Schutz des Akkus.

Günstige Policen kosten Sie bei einem Versicherungswert von 1.000 Euro mindestens 10 Euro monatlich.

E-Bikes sind eine gefragte Alternative zu herkömmlichen Fahrrädern.

E-Bikes sind eine gefragte Alternative zu herkömmlichen Fahrrädern.

Hausratversicherung als Alternative

Auch Ihre Hausratversicherung zahlt bei einem Diebstahl des Fahrrads – allerdings nur, wenn das Rad im abgeschlossenen Keller, im Hausflur oder der Wohnung abgestellt wurde.

Über eine Fahrradklausel lässt sich der Schutz der Hausratversicherung für etwa 20 Euro pro Jahr erweitern. Dann wird auch bei einem Diebstahl eines abgeschlossenen Fahrrades am Straßenrand bezahlt. Zudem erstreckt sich der Schutz dann nicht nur auf ein bestimmtes Zweirad wie bei der Fahrradversicherung, sondern auf alle Räder, die zu Ihrem Haushalt gehören. Doch es gilt, eine möglichst hohe Deckungsgrenze festzusetzen, um im Schadensfall nicht unterversichert zu sein. Zudem zahlen manche Versicherer nicht bei einem Diebstahl, wenn das Fahrrad zwischen 22 Uhr und 6 Uhr auf der Straße steht.

Fazit

  • Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist in deutschen Städten hoch und nur wenige Fälle werden aufgeklärt. Es lohnt daher, hochwertige Räder zu versichern.
  • Für herkömmliche Modelle reicht es meist, den Schutz der Hausratversicherung um eine Fahrradklausel zu erweitern.
  • Im Schadensfall sollten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und den Diebstahl Ihrer Versicherung melden.
  • Für teure E-Bikes und andere hochwertige Fahrräder kann hingegen eine Fahrradversicherung sinnvoll sein, die das Rad auch in Fällen von Vandalismus absichert.

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