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In Kürze

  • Mit Fonds können Privatanleger auch kleinere Summen professionell in die Finanzmärkte investieren.
  • Profis sammeln und verwalten das Geld der Investoren.
  • Risiken und Chancen richten sich vor allem nach den Märkten, in die investiert wird. Es sind Produkte für viele unterschiedliche Börsen und Strategien erhältlich.
  • Das Vermögen ist im Pleitefall des Emittenten geschützt. Doch Anleger tragen in der Regel das Risiko fallender Kurse.
  • Kosten mindern die Renditen. Doch Anleger, die selbst über ihre Investments entscheiden, können erheblich sparen.
Investmentfonds sind ideal, wenn Sie in ein breit gestreutes Portfolio investieren möchten.

Investmentfonds sind ideal, wenn Sie in ein breit gestreutes Portfolio investieren möchten.

Was sind Investmentfonds?

In Deutschland verbrennt derzeit Vermögen in Milliardenhöhe: So liegen mehr als 2,8 Billionen Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten. Für letztere werden im Schnitt 0,2 Prozent Zins gezahlt. Bei zuletzt 1,7 Prozent Inflation (Stand:Dezember 2017), würde der Betrag in zehn Jahren um 434 Milliarden Euro schrumpfen. Es lohnt sich also, Chancen an den Finanzmärkten zu nutzen. Fonds sind dafür ideal.

Derzeit gibt es in Deutschland mehr als 20.000 Investmentfonds, die unterschiedliche Anlegerbedürfnisse abdecken. Ihre Chancen und ihre Risiken richten sich vor allem nach dem Markt, in den sie investieren. Die Palette reicht von Fonds, die vor allem Aktien und Anleihen kaufen, über Garantiefonds bis hin zu Absolute-Return-Produkten.

Fonds haben eine lange Historie: So wurde bereits 1774 der erste Investmentfonds der Welt in Amsterdam aufgelegt. Der Emittent hatte zuvor mit Einzelinvestments schlechte Erfahrungen gemacht und wollte Geld von mehreren Anlegern sammeln, um mehr Kapital zur Verfügung zu haben und die Risiken besser aufteilen zu können. Bis heute ist ein breit gestreutes Portfolio ein klares Ziel von Investmentfonds. Fondsmanager dürfen mit dem Geld ihrer Investoren nicht nur eine Aktie oder eine Anleihe kaufen, sondern sie verteilen es – unter Berücksichtigung der Anlagerichtlinien – auf verschiedene Anlagen. Die Produkte werden streng von der Finanzaufsicht kontrolliert.

Vorteile gegenüber anderen Anlageformen

Kein Emittentenrisiko: Fondsanleger tragen zwar das Risiko, dass das Management falsch liegt und die Märkte und damit der Fonds sich anders als erwartet entwickeln, doch sie haben kein Pleiterisiko. Denn das Kapital der Anleger gilt als Sondervermögen und ist vom restlichen Kapital des Fondsemittenten getrennt. Gläubiger haben bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft keinen Zugriff darauf. Und während die Fondsgesellschaft das Fondsvermögen verwaltet, ist es Aufgabe der Depotbank, die Fondsanteile sicher zu verwahren, täglich einen Anteilspreis zu berechnen und die Einhaltung der Anlagerichtlinien zu überwachen.

Tägliche Handelbarkeit: Mit Ausnahme von offenen Immobilienfonds können Fondsanleger ihre Anteile täglich verkaufen. Es sind dabei keine Kündigungsfristen einzuhalten. Vorsicht ist jedoch bei Garantiefonds anzuraten, die oft über fixe Laufzeiten verfügen. Wer hier vorzeitig aussteigt, verzichtet in Verlustphasen auf die Erstattung der Einlage durch den Emittenten. Bei den übrigen Fonds reicht eine Verkaufsorder. Anleger sollten jedoch bei stark schwankenden Märkten, also vor allem bei Aktienfonds, die Kursentwicklung berücksichtigen. Stehen die Kurse zum beabsichtigen Verkaufszeitpunkt niedrig, kann es sinnvoller sein, eine Erholung abzuwarten.

Hohe Transparenz: Trotz der Vielzahl der Produkte ist der Markt sehr übersichtlich. Die Kapitalanlagegesellschaften, die die Fonds auflegen, sind verpflichtet, regelmäßig Kurse und Monatsberichte zu veröffentlichen. Zudem ermöglichen die Bewertungen von Ratingagenturen, Produkte innerhalb einer Anlageklasse zu vergleichen.

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Welche Renditen sind möglich?

Allein 22.000 Fonds-Tranchen sind hierzulande erhältlich, zeigt eine Übersicht der Fondsratingagentur Morningstar. Sie investieren in verschiedene Märkte mit unterschiedlichen Risiken. Historische Durchschnittsrenditen sind zwar keine Garantie für die Zukunft. Dennoch helfen sie, das Potenzial von Fonds besser einzuschätzen.

Durchschnittsrenditen verschiedener Anlageklassen (Einmalanlage)

Fondsklasse Perf.5 Jahre (in % p.a.) Perf.10 Jahre (in % p.a.) Perf.20 Jahre (in % p.a.)
Aktienfonds Deutschland 12,2 5,0 5,8
Aktienfonds Europa 9,5 2,5 3,9
Aktienfonds global 10,1 3,89 5,4
Rentenfonds Euro Langläufer 4,6 4,8 4,3
Rentenfonds global Langläufer 1,5 3,9 3,3
Mischfonds ausgewogen Euro 5,8 2,0 2,6
Mischfonds aktienbetont Euro 5,0 3,0 4,9
Mischfonds ausgewogen global 4,2 2,3 4,7
Mischfonds aktienbetont global 6,8 2,7 3,6

Quelle: BVI (Stand 30.11.2017)

Kleine Differenzen bei der Rendite machen dabei große Unterschiede. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren sind Prognosen zwar schwierig. Doch eine um einen Prozentpunkt höhere oder niedrigere Rendite entscheidet beim Endergebnis über einige tausend Euro mehr oder weniger:

Aus 10.000 Euro werden…

Rendite 5 Jahre 10 Jahre 20 Jahre
2 % p.a. 11.041 Euro 12.190 Euro 14.850 Euro
3 % p.a. 11.593 Euro 13.439 Euro 18.061 Euro
4 % p.a. 12.167 Euro 14.802 Euro 21.911 Euro

Die eigene Risikoneigung berücksichtigen

Stellen Sie sich vor: Sie haben Ihr Anlageziel definiert, ein überzeugendes Anlageprodukt gefunden und investiert. Es ist noch Zeit, bis Sie das Geld brauchen. Doch plötzlich geht es an den Finanzmärkten bergab. Wann werden Sie nervös? Wenn es zwischenzeitlich zehn oder 15 Prozent nach unten geht? Oder erst bei 20 oder 30 Prozent? Das ist die wichtigste Frage, die sich Anleger im Hinblick auf ihre Risikoneigung stellen müssen.

Und die richtige Vermögensaufteilung hängt vor allem von Ihrer Risikoneigung und Ihrer Lebenssituation ab: Wer jung ist, kann generell eher hohe Risiken eingehen und viel Geld in Aktienmärkte investieren. Älteren dagegen fehlt oft die Zeit, Baisse-Phasen an der Börse auszusitzen, es sei denn, sie besitzen bereits ansehnliche Reserven.

Wer zudem schon bei überschaubaren Kursverlusten unter schlaflosen Nächten leidet, sollte besser nicht spekulieren und auf weniger riskante Anlagen setzen.

Historische Entwicklungen sind zwar keine Prognosen für die Zukunft. Aber mit dem Risikosimulator der Universität Mannheim bekommen Anleger realistische Vorstellungen von Chancen und Risiken an verschiedenen Finanzmärkten. Das kostenlose Tool kann helfen, die passende Portfolio-Zusammensetzung zu finden.

Jeder Anleger sollte zunächst herausfinden, wie viel Risiko er zugunsten der Rendite bereit ist einzugehen.

Jeder Anleger sollte zunächst herausfinden, wie viel Risiko er zugunsten der Rendite bereit ist einzugehen.

Die richtige Fondsart auswählen

In Deutschland werden laut Morningstar mehr als 22.000 Tranchen von Investmentfonds angeboten. Um die Vielzahl der Portfolios zu vergleichen, fassen Ratingagenturen sie in verschiedene Segmente zusammen.

Aktienfonds

Hier investieren Fondsmanager das Geld der Anleger in Aktien. Diese Titel zählen aber zu den riskanteren Anlageformen. Ihre Kurse können stark schwanken. Aktienfonds sollten daher vor allem von Investoren mit einem längeren Anlagehorizont gekauft werden. Basis eines aktienbasierten Depots sollten breit aufgestellte Fonds sein, die welt- oder europaweit investieren. Länderfonds, die beispielsweise nur auf deutsche Aktien setzen, sind deutlich riskanter. Das gilt erst recht für die beliebten Fonds auf Schwellenländer, deren Volkswirtschaften stark wachsen und Unternehmen in guten Zeiten ein attraktives Wachstumsumfeld bieten. Beides sollte nur beigemischt werden. Das heißt Anleger investieren hier maximal 20 Prozent ihres Wertpapiervermögens. Denn in schlechten Zeiten ziehen Investoren oft sehr rasch Mittel ab und die Kurse brechen ein. Zudem unterscheiden die Ratingagenturen Branchenfonds. So können Anleger gezielt Aktien aus den Bereichen Pharma, Technologie oder Konsumgüter kaufen. Auch Fonds, die vor allem kleinkapitalisierte Aktien halten, sind erhältlich. Grundsätzlich sind die Risiken umso größer, je kleiner oder spezieller das Anlagesegment ist. Für alle, die Chancen und Risiken sorgfältig abwägen, eignen sich auch Dividendenfonds, die in Unternehmen investieren, die regelmäßig hohe Gewinne ausschütten.

Rentenfonds

Diese Fonds investieren in Anleihen, auch Bonds genannt. Die Anlageklasse verzeichnete nach der Finanzkrise zunächst hohe Zuflüsse. Doch es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sich Rentenfonds vor allem für Sicherheitsorientierte eignen. Denn die Palette reicht von Portfolios, die weltweit Staatsanleihen mit hoher Bonität kaufen, über Fonds, die vor allem auf Papiere aus den Schwellenländern setzen, bis zu Unternehmensanleihen, auch Corporate Bonds genannt. Bei Letzteren unterscheiden die Profis Portfolios, die einen Schwerpunkt auf Papiere legen, denen Ratingagenturen eine gute Bonität bescheinigen und solchen, die sich auf risikoreiche High-Yield-Papiere konzentrieren. Rentenfonds eignen sich also sowohl für konservative als auch für risikobereite Investoren. Attraktiv für Vorsichtige sind Fonds, die inflationssichere Anleihen kaufen. Ihr Kurs oder ihr Kupon steigt mit der Teuerungsrate.

Mischfonds

Sie sind seit einigen Jahren die Bestseller der Fondsbranche. Klassischerweise stehen neben Produkten für Sicherheitsorientierte mit bis zu 30 Prozent Aktienanteil, riskantere Varianten mit bis zu 70 Prozent Aktienanteil und ausgewogene Mischungen mit bis zu 50 Prozent Aktien. Bei flexiblen Mischfonds können Fondsmanager das Vermögen je nach Marktlage in der Regel auf Aktien und Anleihen verteilen. Zudem werden oft weitere Anlageklassen beigemischt. So investieren manche der Fonds auch in Gold, Währungen oder Immobilien. Vom Risiko-Chance-Profil rangieren Dachfonds in der selben Anlageklasse. Hier investieren Fondsmanager aber nicht in einzelne Aktien, sondern in andere Fonds.

Absolute-Return-Produkte

In dieser noch relativ jungen Anlageklasse orientieren sich die Fondsmanager an keiner Benchmark wie etwa dem Dax. Stattdessen streben sie jedes Jahr positive Erträge an und setzen sich meist klare Performance-Ziele, die sie über einen längeren Zeitraum erreichen wollen. Eine Garantie, dass sie es schaffen, gibt es nicht. Viele Fondsmanager setzen Derivate ein (z.B. Optionen oder Futures), die von steigenden und fallenden Marktpreisen profitieren können.

Garantiefonds

Hier garantieren Emittenten den Erhalt des Großteils des Kapitals zum Ende einer festgelegten Laufzeit. Wer vorher verkauft, verzichtet auf die Garantieleistung. Manche Fonds sichern bei ihren Investments auch immer wieder neue Höchststände ab. Anleger sollten beachten, dass es die Garantie in der Regel nicht umsonst gibt. Das Portfolio wird in der Regel mit Derivaten abgesichert, die umso teurer sind, je stärker die Kurse schwanken.

Offene Immobilienfonds

Diese Assetklasse ist eine deutsche Erfindung. Fondsmanager investieren in Gewerbeimmobilien, also vor allem in Bürotürme und Einzelhandelsflächen. Anleger profitieren von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen. Das Problem: Obwohl das Geld in Objekte investiert ist, die nicht über Nacht verkauft werden können, hatten Anleger über Jahrzehnte die Möglichkeit, täglich ein- und auszusteigen. Daher mussten viele Produkte im Zuge der Finanzkrise schließen, weil Großanleger im großen Stil Geld abzogen und die Liquidität nicht ausreichte, um Anleger auszuzahlen, die ihre Anteile zurückgeben wollten. Anleger konnten oft über Jahre nicht auf ihr Geld zugreifen. Zudem mussten einige Investoren hohe Verluste in Kauf nehmen. Mittlerweile können Neueinsteiger ihre Anteile generell erst nach zwei Jahren zurückgeben. Danach sind Verkäufe zwölf Monate im Vorhinein anzumelden. Für Altbestände gelten Ausnahmen für Beträge bis zu 30.000 Euro.

Screenshot Anlagestrategie Detailansicht

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Wie können Anleger Fonds beurteilen?

Grundsätzlich sind Fonds äußerst transparent und Produkte, die länger als drei Jahre auf dem Markt sind, werden regelmäßig von Fondsratingagenturen beurteilt. Neueinsteiger wählen nur Produkte mit Spitzennoten, also Fonds mit einer Bewertung von vier oder fünf Sternen bei den Rating-Agenturen Morningstar und Standard & Poor’s oder einer A- oder B-Bewertung von Feri Rating & Research. Denn diese Produkte haben die Experten hinsichtlich Risiko und Chancen überzeugt.

Kennziffern helfen bei der Kontrolle

  • Performance: Natürlich ist eine Vergangenheitsrendite keine Prognose für die Zukunft. Doch richtig interpretiert ist die Performance bei Fonds die wichtigste Kennzahl überhaupt. Denn für eine hohe Wahrscheinlichkeit künftiger, überdurchschnittlicher Ergebnisse spricht ein Fondsmanager, der über viele Jahre besser abgeschnitten hat als der Vergleichsindex (z.B. der Dax oder der Dow Jones) oder der Durchschnitt der Fondskategorie. Checken Sie, ob der Fonds womöglich nur in einem einzelnen Jahr ein Spitzenergebnis erzielt hat, das die Durchschnittsrendite nach oben treibt. Dann schließen Sie das Produkt aus. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Fondsmanager den Erfolg wiederholen kann, ist geringer als bei langfristig erfolgreichen Fonds.
  • Maximaler Verlust / Drawdown: Auch mit dieser Größe können die meisten Anleger intuitiv etwas anfangen. Das maximale Minus über verschiedene Zeiträume zeigt, wie viel Verlust Investoren in der Vergangenheit über einen bestimmten Zeitraum hinnehmen mussten.
  • Volatilität: Diese Größe beschreibt, wie stark der Rücknahmepreis um seinen Mittelwert schwankt. Sie wird formal als Standardabweichung der jährlichen Renditen berechnet.
  • Sharpe-Ratio: Hier wird die Risikoprämie – definiert als der Mehrertrag des Fonds gegenüber einer risikolosen Anlage – ins Verhältnis zur Volatilität gesetzt. Je höher diese Kennziffer ist, umso besser ist das Rendite-Risiko-Verhältnis.
  • Beta: Diese Kennzahl zeigt, wie stark das Fondsportfolio auf Schwankungen des Gesamtmarktes reagiert. Je kleiner das Beta, umso weniger schwankt der Fonds.
  • Treynor-Ratio: Hier wird die Überrendite – definiert als der Mehrertrag des Fonds gegenüber einer risikolosen Anlage – ins Verhältnis zum Beta des Fondsportfolios gesetzt. Je weniger das Portfolio auf Marktschwankungen reagiert, je kleiner also das Beta ist, umso höher ist die Treynor-Maßzahl und damit auch die risikoadjustierte Wertentwicklung des Fonds. Die geringe Anfälligkeit des Fonds gegenüber Marktschwankungen wird hier als ein Indiz für ein niedrigeres Risiko gewertet.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Da bei Fonds ein professionelles Management die Anlageentscheidungen trifft, fallen – neben den auch bei anderen Geldanlagen üblichen Gebühren fürs Depot – eine Reihe weiterer Kosten an:

  • Ausgabeaufschlag
  • Depotgebühren
  • Performancegebühr
  • Laufende Fondsgebühren

1. Ausgabeaufschlag: Der Kaufgebühr wird einmalig bei einem Investment in den Fonds verlangt. Bei Fondssparplänen fällt sie auf jede Rate an. Bei Aktienfonds werden von den meisten Hausbanken oft fünf Prozent oder mehr von der Anlagesumme verlangt. Wenn Sie also 10.000 Euro investieren, müssten Sie mit mindestens 500 Euro rechnen. Selbstentscheider können sich diese Gebühr bei einem Kauf über Online-Plattformen meist zur Gänze ersparen. moneymeets arbeitet mit vier großen Online-Banken zusammen, die Fonds rabattiert anbieten.

2. Depotgebühren: Fonds werden – wie auch Aktien oder Anleihen – in einem Depot verwahrt. Die Depotbank berechnet in der Regel eine jährliche Gebühr für die Depotführung.

3. Performancegebühr: Übersteigt die Wertentwicklung eines Fonds ein gewisses Ertragsniveau (die so genannte High Watermark), verlangen manche Anbieter für diesen Mehrertrag ein Extra-Honorar. Viele Großanleger halten diese Kosten im Prinzip für vertretbar, da sie in der Regel ans Management fließen und die Verantwortlichen zusätzlich motivieren, ihr Bestes zu geben. Verbraucherschützer monieren hingegen, dass die oft zusätzlich eingeführte Gebühr die Fonds in Deutschland verteuert. Anleger achten bei diesen Kosten darauf, das sie erst ab einem vertretbaren Erfolgsniveau zusätzlich anfallen.

4. Laufende Fondsgebühren: Von den laufenden Kosten eines Fonds bezahlen Fondsanbieter ihre Kosten etwa für Fondsmanager, Research-Abteilungen, Datenanbieter oder Prospektmaterial. Die transparenteste Kennzahl dafür ist die Total Expense Ratio (TER) oder die Gesamtkostenquote eines Fonds. Die Gebühr wird als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvermögens innerhalb eines Jahres angegeben und mindert eins zu eins die Performance. Im Gegensatz zum Ausgabeaufschlag erscheint diese Gebühr im Depotauszug in der Regel nicht. Denn Fondsgesellschaften ziehen diese Kosten meist direkt von der Performance ab. Die Performance-Angaben sind immer als Renditen nach Abzug der laufenden Gebühren zu verstehen. Doch egal ob TER oder Jahresgebühr: In den Kosten ist meist ein gewisser Anteil enthalten, der an den Vertrieb fließt, die sogenannte Innen- oder Bestandsprovision – in den Medien oft als Kick-Back bezeichnet.

Doch Vorsicht: Qualität hat auch ihren Preis. In einigen Fällen rechtfertigt eine Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex höhere Gebühren. Natürlich sollte bei Fonds von ähnlich guter Qualität aber das Produkt mit niedrigen Gebühren vorgezogen werden. Denn für die Manager solcher Produkte ist es leichter, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.

Fazit

  • Fonds sind ideal für Privatanleger, um an den Finanzmärkten zu investieren.
  • Überlegen Sie, inwieweit diese Produkte für Ihre Sparziele infrage kommen.
  • Bestimmen Sie je nach geplanter Laufzeit und Risikoneigung zunächst die passende Fondsart.
  • Dann wählen Sie etwa auf der Seite morningstar.de Produkte mit Spitzenratings aus und checken Kennzahlen und Fondsstrategie.

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