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In Kürze

  • Der erste Schritt zur richtigen Anlagestrategie ist, sich bewusst zu machen, was die eigenen Ziele bei der Geldanlage sind.
  • Jedes Anlageprodukt lässt sich einer Kategorie (Assetklasse) zuordnen. Die wichtigsten sind Einlagen, Wertpapiere, Rohstoffe, Immobilien und alternative Investments.
  • Man unterscheidet zwischen konservativen, ausgewogenen und risikofreudigen Anlegern.
  • Überlegen Sie als erstes, was Sie erreichen wollen und wie viel Zeit Sie sich dafür nehmen wollen.
  • Kennzahlen helfen bei der Analyse von Einzelwerten.
  • Die richtige Streuung des Vermögens ist immens wichtig.
  • Finanzportale bieten professionell aufbereitete Informationen.
  • Wer die Geldanlage lieber Profis überlässt, kann Vermögensverwalter nutzen oder in Fonds investieren.
Mit der richtigen Strategie steht einem erfolgreichen Vermögensaufbau nichts mehr im Wege.

Mit der richtigen Strategie steht einem erfolgreichen Vermögensaufbau nichts mehr im Wege.

In Deutschland verbrennt derzeit Sparvermögen in Milliardenhöhe: Mehr als 2,1 Billionen Euro liegen mehr oder weniger zinslos auf Giro– und Tagesgeldkonten. Bei zwei Prozent Inflation würde die Kaufkraft dieses Betrags innerhalb von zehn Jahren um 377 Milliarden Euro schrumpfen. Mit der richtigen Anlagestrategie brauchen Sie jedoch weder die Inflation noch Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu fürchten.

Nach einem Rückgang bis auf 0,3 Prozent im Jahr 2015 nähert sich die Inflationsrate in Deutschland langsam wieder den von der Bundesbank angepeilten zwei Prozent an. Wirtschaftsexperten und Notenbanken sehen in einer Teuerungsrate von nahe – aber nicht exakt zwei Prozent – die optimalen Voraussetzungen, eine allgemeine Preisstabilität zu gewährleisten.

Doch was bedeutet das für Sparer und Kleinanleger? Während die Inflation den Realwert des Geldes mindert, kann der Wertverlust im Dauer-Zinstief mit dem hierzulande heiß geliebten Tages- oder Festgeld nicht mehr ausgeglichen werden. Mittlerweile sprechen Experten daher von einem „Anlagenotstand“ oder einer „Zinskrise“. Das Problem: Eine steigende Inflation mindert die reale Rendite möglicher Geldanlagen, also die Rendite, die Sie abzüglich der Inflationsrate mit Ihrem Investment erzielen.

Um diesen widrigen Bedingungen trotzen zu können, ist es wichtig, dass Sie sich mit den Grundlagen der Geldanlage auseinander setzen und Ihr Portfolio Ihren Bedürfnissen und Zielen anpassen.

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Die Grundlagen der Geldanlage

Bevor Sie beginnen, Ihr hart erspartes Geld anzulegen, sollten Sie sich über einige grundlegende Fragen Gedanken machen:

  • Für welches Ziel legen Sie an?

  • Wie lange wollen Sie anlegen?

  • Wollen Sie einmalig eine größere Summe anlegen oder wollen Sie sukzessive sparen?

  • Wie viel Risiko sind sie bereit einzugehen?

  • Wollen Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen oder überlassen Sie die Entscheidung lieber Profis?

Die Antworten auf diese Fragen bilden für Sie die Basis Ihrer Anlageentscheidungen. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt, die Sie benötigen, um eine individuelle und fundierte Anlagestrategie entwickeln zu können.

Das magische Dreieck der Geldanlage

In der Volks– und Betriebswirtschaftslehre ist das „magische Dreieck der Geldanlage“ ein beliebtes Mittel, das verdeutlichen soll, dass es keine Anlageform gibt, die alle drei wesentlichen Ziele der Geldanlage in gleichem Maße erfüllen kann. Grundsätzlich können immer nur zwei Ziele gleichzeitig erreicht werden, das dritte muss dafür vernachlässigt werden.

Die drei Anlageziele Liquidität, Sicherheit und Rendite konkurrieren untereinander und können nie alle gleichzeitig erreicht werden.

Die drei Anlageziele Liquidität, Sicherheit und Rendite konkurrieren untereinander und können nie alle gleichzeitig erreicht werden.

Doch wofür stehen diese drei Begriffe im Zusammenhang mit Geldanlagen?

1. Sicherheit: Hier steht der Begriff „Sicherheit“ für die Wahrscheinlichkeit, dass das eingesetzte Kapital erhalten bleibt. Erreichbar ist dieses Ziel beispielsweise durch eine gute Streuung des Vermögens auf verschiedene Assetklassen (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

2. Liquidität: Die Liquidität einer Anlage drückt aus, wie schnell Sie Ihre Investments wieder zu Geld machen können. Aktien beispielsweise können börsentäglich gehandelt werden, daher gelten sie als sehr liquide Anlageform. Auch andere täglich verfügbare Anlagen wie das klassische Tagesgeld weisen eine hohe Liquidität auf. Sehr illiquide Anlagen sind hingegen Immobilien, da der zeitliche – und auch der formelle – Aufwand eines Verkaufs sehr hoch ist.

3. Rendite: Die Rendite ist der Ertrag, den Sie mit einer Anlage erzielen können. Erträge können beispielsweise durch Zinsen, Dividenden, Kursgewinne oder – allgemein gesagt – Wertsteigerungen entstehen.

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Welcher Anlegertyp sind Sie?

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Die wichtigsten Assetklassen

Wer ein ausgewogenes Portfolio aufbauen will, der sollte stets darauf achten auf verschiedene Assetklassen (von engl. Asset = Vermögenswert) zu setzen. So können Sie eventuelle Verluste aus einem Bereich mit Gewinnen aus einem anderen ausgleichen oder sogar überkompensieren.

Allgemein lassen sich die wichtigsten Vermögenswerte in folgende Klassen unterteilen:

Einlagen: In diese Assetklasse fallen traditionelle Sparformen wie das klassische Sparbuch, aber auch Sparbriefe und Festgeld. Eine charakteristische Eigenschaft dieser Anlagen sind feste Zinssätze, die am Jahresende bzw. am Ende der vereinbarten Laufzeit ausgezahlt werden.

Wertpapiere: Wertpapiere werden traditionell an der Börse gehandelt. Zu dieser Kategorie zählen festverzinsliche Anleihen, aber auch Aktien, ETFs , Fonds oder Zertifikate, deren Erträge abhängig vom erzielten Erfolg des zugrundeliegenden Basiswertes abhängig sind. Als Basiswert kommen alle handelbaren Finanzinstrumente (Aktien, Anleihen, Devisen, Edelmetalle etc.) sowie Handelswaren und Rohstoffe infrage.

Immobilien: Immobilien werden oft in Anspielung auf ihre langfristige Wertbeständigkeit als „Betongold“ bezeichnet. Sie können entweder in Wohnhäuser, Eigentumswohnungen oder auch Gewerbeimmobilien investieren, um diese selbst zu nutzen und sich so monatliche Mietzahlungen zu sparen oder sie an Dritte zu vermieten und durch deren Mietzahlungen Erträge zu erzielen. Wer nicht direkt in Immobilien investieren möchte, der kann auf Immobilienfonds zurückgreifen.

Rohstoffe: Egal, ob Gold, Silber, Platin oder Öl – Rohstoffe werden in der Wirtschaft immer und überall benötigt und demzufolge auch an den Kapitalmärkten gehandelt. In physischer Form lagern aber vor allem Gold und Silber in den Banktresoren der Bundesbürger. Wer kein sicheres Schließfach sein Eigen nennt, der kann auch auf Aktien rohstofffördernder Unternehmen oder spezielle Fonds setzen oder über sogenannte Exchange Traded Commoditites (ETCs) von der Preisentwicklung des zugrundeliegenden Rohstoffs profitieren.

Alternative Investments: In diese Kategorie fallen alle Kapitalanlagen, die sich keiner der klassischen Formen der Geldanlage zuordnen lassen. Dazu zählen unter anderem Hedgefonds, Crowdfunding oder außerbörslich gehandeltes Beteiligungskapital (Private Equity).

Die verschiedenen Anlegertypen

Um zu entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen, gilt es zunächst sich der persönlichen Risikoneigung bewusst zu werden. Traditionell teilen Wirtschaftswissenschaftler Anleger in drei Gruppen auf, die sich im Hinblick auf ihre Risikobereitschaft und die Rendite, die sie erwarten, unterscheiden.

Der konservative Anleger bevorzugt sichere Anlageformen, bei denen der Kapitalerhalt im Vordergrund steht. Dafür verzichtet er auf potenziell höhere Renditen. Für diesen Anlegertyp empfiehlt sich, den Schwerpunkt des Portfolios auf sicherheitsorientierte Anlagen (z.B. Tagesgeld oder Geldmarktprodukte) zu legen, diese sollten etwa 80 Prozent der Anlagesumme ausmachen. Die restlichen 20 Prozent können in chancenorientierte Anlagen wie Aktien oder Zertifikate investiert werden.

Der ausgewogene Anleger ist etwas risikobereiter und durchaus interessiert an höheren Renditen. Dafür ist er bereit, innerhalb eines bestimmten Rahmens auch Verluste in Kauf zu nehmen. Die Aktienquote liegt bei diesem Anlegertypen etwas höher, oftmals nutzen Experten die Faustformel:

100 – Lebensalter = empfohlener Aktienanteil

Demnach könnte ein 30-Jähriger bis zu 70 Prozent seines Vermögens in Aktien investieren, für einen 60-Jährigen wären 40 Prozent empfehlenswert. Grund dafür ist, dass Aktien zwar kurzfristig sehr hohe Wertschwankungen aufweisen, dafür aber langfristig als relativ wertstabil gelten. Wer beispielsweise über die letzten 20 Jahre in einem Dax-Portfolio investiert war, der konnte sich im Schnitt über rund sieben Prozent Rendite pro Jahr freuen. Und das obwohl innerhalb dieses Zeitraumes die „Dotcom-Blase“ platzte und die Weltwirtschaft durch die globale Finanzkrise in einem nie zuvor erlebten Ausmaß in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zur Absicherung sollte das restliche Portfolio aber aus sicherheitsorientierten Anlageformen bestehen.

Der risikofreudige Anleger hingegen möchte überdurchschnittliche Renditen erzielen und lässt sich von zwischenzeitlichen Verlusten nicht aus der Ruhe bringen. Er kann mehrheitlich in chancenreiche Anlageklassen investieren und überwiegend auf Aktien, Rohstoffe oder Devisen setzen. Profis empfehlen, zur Absicherung stets risikolose Wertpapiere mit einem Anteil von etwa 20 Prozent ins Portfolio zu nehmen.

Wenn Ihnen diese Unterteilung zu allgemein gehalten ist, können Sie mit Hilfe des Risikosimulators, den die Universität Mannheim in Zusammenarbeit mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) entwickelt hat, individuell Ihre Risikoeinstellung ermitteln.

Anlageziele: Was will ich erreichen?

So unterschiedlich wie die verschiedenen Typen von Anlegern sind, so unterschiedlich sind auch die Ziele, die mit der Geldanlage verfolgt werden können.

Das Ziel, das Sie erreichen wollen, sollte maßgeblich dafür sein, wie Sie Ihre Anlagestrategie ausrichten. Ob Sie für den wohlverdienten Ruhestand sparen oder einfach den nächsten großen Urlaub finanzieren wollen, jedes Ziel erfordert unterschiedliche Herangehensweisen.

Allgemein basieren alle Anlageziele auf zwei übergeordneten Strategien: Die eine ist der Vermögensaufbau und die andere die Vermögensanlage. Wer Vermögensaufbau betreibt, der besitzt aktuell kaum oder kein Vermögen, will sich aber zu einem späteren Zeitpunkt größere Investitionen wie die eigene Immobilie finanzieren können – Rendite erzielen ist also Pflicht. Vermögensanlage hingegen ist nur möglich, wenn Sie bereits über eine größere Geldsumme verfügen. Meist kommt es dabei vor allem auf den Kapitalerhalt an, insbesondere wenn das Vermögen später für die Lebensführung im Rentenalter verbraucht oder aber an die eigenen Nachkommen vererbt werden soll.

Anlagehorizont: Wie lange will ich anlegen?

Der Begriff Anlagehorizont steht für die zeitliche Komponente Ihrer Anlagestrategie. Er steht in direktem Zusammenhang mit dem Anlageziel und sollte sich daher immer nach diesem richten.

Ein kurzfristiger Anlagehorizont liegt dann vor, wenn Sie Ihr Geld für weniger als ein Jahr anlegen. Mittelfristige Anlagen liegen zwischen einem und drei Jahren und alles darüber hinaus wird einem langfristigen Anlagehorizont zugeordnet.

Im Hinblick auf den zeitlichen Rahmen der Geldanlage sollte auch stets die Liquidität der Anlageform eine wichtige Rolle spielen. Wird das Geld für den nächsten Sommerurlaub benötigt, sollte es auch rechtzeitig verfügbar sein. In einem solchen Fall wären beispielsweise Immobilienfonds aufgrund ihrer langen Mindesthaltefrist von 24 Monaten ungeeignet, Aktien wegen der Möglichkeit des täglichen Verkaufs hingegen schon.

Historische Renditen wichtiger Anlageklassen (Einmalanlage)

In der folgenden Tabelle haben wir die langfristigen Renditen bestimmter Anlageklassen zusammengestellt. Die jeweiligen Werte sind nicht kumuliert zu verstehen, sondern als durchschnittliche Rendite pro Jahr über den betrachteten Zeitraum.

Anlageform   Rendite    
  5 Jahre (in % p.a.) 10 Jahre (in % p.a.) 20 Jahre (in % p.a.) 30 Jahre (in % p.a.)
Aktien        
Aktien Europa 10,2 3,0 4,9 7,0
Aktien Schwellenländer 5,8 3,2 6,0 n.v.
Aktien global 12,9 6,2 5,3 6,3
Anleihen        
Anleihen Europa 4,0 4,8 n.v. n.v.
Anleihen Schwellenländer 4,0 9,2 7,8  
Anleihen global 2,2 5,2 4,3 n.v.
Immobilien        
Immobilien Europa 12,4 5,2 n.v. n.v.
Immobilien global 9,8 5,7 7,3 9,8
Offene Immobilienfonds 2,6 2,6 3,7 4,7
Investmentfonds        
Aktienfonds Europa 10,2 2,2 4,1 6,2
Aktienfonds global 10,4 3,4 5,6 7,2
Mischfonds ausgewogen Europa 5,5 2,8 4,8 6,7
Mischfonds ausgewogen global 4,5 2,1 4,8 n.v.
Rentenfonds Europa Langläufer 4,8 4,7 4,4, 4,9
Rentenfonds global Langläufer 1,7 3,9 3,5 n.v.
Alternative Anlageklassen        
Private Equity Europa 24,8 6,8 n.v. n.v.
Rohstoffe -12,9 -8,3 -2,4 2,2
Gold -4,6 7,5 6,6 3,1

Quellen: BVI (Angaben zu Fonds, Stand 30.10.2017), Asset Concepts GmbH (alle weiteren Angaben, Stand 29.09.2017)

Professionell investieren

Wenn Sie eine individuelle Anlagestrategie entwicklen wollen, ist es immens wichtig, dass Sie ein gewisses Fachwissen aufbauen und in der Lage sind, eigenständig zu entscheiden, in welche Anlageklassen Sie investieren. Die nötigen Informationen dazu liefern unter anderem Kennzahlen und Bewertungen bekannter Rating-Agenturen.

Kenne die Zahlen

In der Finanzbranche kommen zahlreiche Kennzahlen zum Einsatz, die unterschiedlichste Aspekte der Geldanlage durch allgemein anerkannte Formeln vergleichbar machen sollen. Die meisten dieser Zahlen sind jedoch nur für Fachleute wie Finanzanalysten oder Bilanzprüfer relevant. Einige sind aber auch für Privatanleger von Interesse:

Kennzahl Bedeutung Interpretation
Performance Überschuss der erzielten Anlagerendite über eine vergleichbare Benchmarkrendite (z.B. Deutscher Aktienfonds im Vergleich zum Dax) Je höher, desto erfolgreicher ist die Anlage.
Rendite Ertrag oder Verzinsung einer Kapitalanlage, i.d.R. innerhalb eines Jahres Je höher, desto erfolgreicher ist die Anlage.
Volatilität Schwankungsbereich des Preises eines Basiswertes (z.B. einer Aktie) um die erwartete Rendite Je höher, desto risikoreicher ist die Anlage.
Kurs-Gewinn-Verhältnis Kurs einer Aktie in Relation zum Gewinn des Unternehmens Je niedriger, desto günstiger ist die Aktie bewertet.
Dividendenrendite Verhältnis von Aktienkurs zur gezahlten Dividende Je höher, umso höher „verzinst“ sich das eingesetzte Kapital.

„Lege nie alle Eier in einen Korb“

Harry M. Markowitz erhielt 1990 den Nobelpreis für Wirtschaft, weil er nachwies, dass Investments in risikobehaftete Anlagen durch eine geschickte Mischung nicht unbedingt mit zusätzlichen Risiken verbunden sein müssen. Wer beispielsweise Aktien und Anleihen mischt, kann zusätzliche Chancen nutzen, ohne das Risiko zu erhöhen und in manchen Fällen sogar das Risiko reduzieren. Der Fachbegriff für eine solche Streuung auf verschiedene Anlagen lautet „Diversifikation“.

Sie können Ihr Portfolio nach verschiedenen Gesichtspunkten diversifizieren, um so für alle Eventualitäten gerüstet zu sein:

  • Diversifikation nach Assetklassen: Sein Vermögen auf verschiedene Assetklassen zu verteilen, ist deswegen wichtig, weil sich viele Märkte gegenläufig zueinander entwickeln. Das ist zum Beispiel bei Aktien- und Anleihemärkten der Fall. Bei steigendem Zinsniveau werden Anleihen für Anleger attraktiver und Aktien verlieren an Anziehungskraft, was dazu führt, dass die Kurse der Anleihen tendenziell steigen und die der Aktien sinken. Ein sinkendes Zinsniveau würde hingegen Aktionären zugute kommen.

  • Diversifikation nach Ländern/Regionen: Wenn Sie Ihr Geld auf verschiedene Länder bzw. Regionen verteilen, können Sie von positiven Entwicklungen rund um den Erdball profitieren. Wer hingegen eingleisig fährt und beispielsweise nur auf deutsche Werte setzt, den sollte es nicht wundern, wenn sich eine mögliche negative Entwicklung der deutschen Wirtschaft auch in Gänze in seinem Portfolio widerspiegelt.

  • Diversifikation nach Branchen: Da sich auch verschiedene Wirtschaftsbranchen gegenläufig entwickeln können, ist eine branchenübergreifende Streuung bei der Kapitalanlage durchaus sinnvoll. Eine Krise bei fossilen Rohstoffen kann sich beispielsweise positiv auf die Entwicklung von Umwelttechnologien auswirken.

Hand mit Stapel aus Euro-Münzen

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Professionelle Informationsbeschaffung

Wer wie die Profis anlegen will, der benötigt auch professionell aufbereitete Informationen zu den Kapitalmärkten und einzelnen Werten.

Wenn Sie Informationen zu Aktien, Anleihen oder Derivaten wie Optionen suchen, bieten sich Plattformen wie Wallstreet-Online oder finanzen.net an. Dort finden Sie aktuelle Meldungen zu allen Börsenwerten und können Entwicklungen von Indizes und Kursen mitverfolgen.

Fondsanleger finden unter anderem bei Morningstar oder Fondsweb Informationen zu allen Fondsprodukten. Neben den wichtigen Kennzahlen finden Sie auch alle Dokumente, die die Fondsgesellschaften Anlegern zur Verfügung stellen.

moneymeets Tipp: Bei vielen Finanzportalen können Sie Werte, die Sie genauer beobachten möchten, auf eine individuelle Watchlist setzen. Das erleichtert die Informationsbeschaffung und sorgt dafür, dass Sie nicht den Überblick verlieren. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit sich – ohne dabei echtes Geld einsetzen zu müssen – ein Musterdepot einzurichten.

Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden

Zahlreiche Studien haben ergeben, dass die meisten Anleger viel Rendite-Potential dadurch verschenken, dass Sie (eigentlich) leicht zu vermeidende Fehlentscheidungen treffen. Die Top 5 der klassischen Anlegerfehler haben wir für Sie zusammengetragen:

1. Zu emotionales Verhalten: Viele Anleger lassen sich bei der Geldanlage zu stark von ihren Emotionen leiten. Lassen Sie sich nicht von Gerüchten fehlleiten, sondern betrachten Sie immer die Fakten.

2. Unnötige Gebühren: „Die Rendite liegt im Einkauf“, lautet ein bekanntes Börsensprichwort. Beim Fondskauf können über die Partnerbanken von moneymeets zahlen Sie keinen Ausgabeaufschlag. Diese Kaufgebühr macht sonst bis zu fünf Prozent der Anlagesumme aus.

3. Auf den schnellen Gewinn schauen: Ungeduld ist ein schlechter Berater bei der Geldanlage. Ziel sollte nicht der kurzfristige Profit sein, sondern eine langfristig positive Entwicklung des Portfolios. Übereilt kleine Gewinne zu realisieren, sollten Sie also vermeiden.

4. Ständiges Prüfen der Kurse: Schon Börsenlegende André Kostolany riet Anlegern, besser nicht jede Änderung an den Börsen mitzuverfolgen, sondern Ruhe walten zu lassen: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“ Ganz so wörtlich sollten Sie das Ganze natürlich nicht handhaben, aber Sie sollten sich nicht von kurzfristigen Kursverlusten beeindrucken lassen.

5. Mangelnde Diversifikation: Die richtige Vermögensverteilung ist das A und O bei der Geldanlage. Wenn Sie Ihr Geld auf verschiedene Assetklassen, verschiedene Branchen und verschiedene Länder verteilen, vermeiden Sie sogenannte „Klumpenrisiken“.

Professionell investieren lassen

Wenn Ihnen die Zeit fehlt, sich kontinuierlich mit der Umsetzung Ihrer Anlagestrategie zu beschäftigen oder Sie es vorziehen, auf das Fachwissen renommierter Finanzexperten zu vertrauen, gibt es auch hier für Sie passende Lösungen:

Vermögensverwaltung – jetzt auch für Kleinanleger

Bisher war der Zugang zu professionellen Vermögensverwaltern den Superreichen vorbehalten. Mindestanlagesummen von 250.000 oder gar 500.000 Euro sind in dieser Branche keine Seltenheit. Eine solche Summe können erwartungsgemäß nur die wenigsten Anleger aufbringen.

Doch damit ist jetzt Schluss: In Zusammenarbeit mit der DAB BNP Paribas, einer der größten Banken Europas, hat moneymeets die erste Plattform in Deutschland entwickelt, die es Ihnen ermöglicht, Ihr Geld schon ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro von professionellen Vermögensverwaltern anlegen zu lassen.

Detaillierte Informationen zu unserem Marktplatz für professionelle Anlagestrategien finden Sie hier.

Fonds – großes Portfolio, kleiner Preis

Investmentfonds bündeln das Geld vieler Anleger und investieren es in ein breit aufgestelltes Portfolio. Erfahrene Fondsmanager überwachen für Sie alle Änderungen an den Märkten und schichten, wenn es notwendig ist, das Portfolio so um, dass Sie den größtmöglichen Erfolg erzielen. Dafür zahlen Sie beim Kauf der Fondsanteile Ausgabeaufschläge und eine jährliche Verwaltungsgebühr.

moneymeets Tipp: Mehr als 22.000 Fonds sind ohne Ausgabeaufschlag bei Partnerbanken von moneymeets erhältlich. Bei den meisten ersparen sich Anleger bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag beim Kauf – egal ob sie den Fonds mit einem Einmalinvestment oder per Fondssparplan kaufen.

ETFs – Die Kunst des passiven Investments

Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden meist einen Börsenindex wie den Dax oder den Dow Jones eins zu eins ab. Der größte Vorteil dieser Anlageform ist zugleich aber auch ihre größte Schwäche: Sie profitieren zwar in Gänze von einer positiven Entwicklung des zugrundeliegenden Index, tragen aber auch die vollen Risiken, wenn es bergab geht.

Fazit

Mit der richtigen Strategie steht Ihrer erfolgreichen Geldanlage nun nichts mehr im Weg. Hier noch einmal alle wichtigen Fragen im Überblick:

  1. Wofür wollen Sie anlegen? (Anlageziel)
  2. Wie lange möchten Sie anlegen? (Anlagehorizont)
  3. Wie viel Geld möchten Sie investieren? (Anlagesumme)
  4. Möchten Sie einmalig eine größere Summe anlegen oder sparen Sie sukzessive? (Einmalanlage oder Sparplan?)
  5. Wie viel Risiko sind Sie bereit einzugehen? (Risikobereitschaft)
  6. Wollen Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen oder überlassen Sie die Entscheidung lieber Profis?

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