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In Kürze

  • Die Riester-Rente dient vor allem Arbeitnehmern und Beamten als zusätzliche Altersvorsorge.
  • Riester-Sparer erhalten eine persönliche Zulage von 175 Euro plus bis zu 300 Euro pro Kind. Alternativ können sie pro Jahr bis zu 2.100 Euro an Beiträgen von der Steuer absetzen. Das Finanzamt prüft dabei welche Förderung für den Versicherten vorteilhafter ist („Günstigerprüfung“).
  • Die Besteuerung erfolgt nachgelagert im Rentenalter.
  • Aufgrund der hohen Zulagen für Kinder profitieren vor allem Familien von einer Riester-Förderung, aber auch für Gutverdiener sind die Steuervorteile attraktiv.
  • Sparer haben die Wahl zwischen verschiedenen Anlageformen.
  • Die Rente wird immer lebenslang ausgezahlt, maximal 30 Prozent dürfen als Einmalzahlung fließen.
  • Bei einer vorzeitigen Kündigung drohen erhebliche Verluste.
  • Alle Riester-Varianten sind vererbbar, allerdings gilt es, je nach Produkt verschiedene Regelungen zu beachten.
Die Riester-Rente ist vor allem wegen staatlicher Fördermöglichkeiten interessant.

Die Riester-Rente ist vor allem wegen staatlicher Fördermöglichkeiten interessant.

Wie die Riester-Rente funktioniert

Bei der Riester-Rente erhalten Sparer eine staatliche Förderung in Form von Zulagen oder Steuervorteilen. Das Geld kann in verschiedene Anlageprodukte fließen. Darüber, ob die Riester-Rente allein ausreicht, um die Rentenlücke zu stopfen, scheiden sich die Geister. Dennoch ist sie ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge.

Im Jahr 2001 entschied die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder, die gesetzliche Rente grundlegend zu reformieren. Eines der Hauptziele dabei: Die Beitragssätze auf lange Sicht stabil halten und so eine zu hohe Belastung der arbeitenden Bevölkerung vermeiden. Da eine Stabilisierung der Beiträge auf Dauer sinkende Renten zur Folge hat, führte die damalige Regierung 2002 die Riester-Rente als freiwillige private Zusatzvorsorge ein. Der Name geht auf den damaligen Arbeitsminister Walter Riester zurück.

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Wie die Riester-Rente funktioniert

Bei der Riester-Rente können Berechtigte eine individuelle Rente ansparen. Wer mindestens vier Prozent seines jährlichen Bruttoeinkommens in einem zertifizierten Riester-Produkt anlegt, erhält dafür staatliche Zulagen oder Steuererleichterungen. Grundsätzlich können alle Arbeitnehmer und Selbstständigen, die Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, eine Riester-Police abschließen. Folgende Berufs- und Personengruppen sind ebenfalls förderungsberechtigt:

  • Amtsträger (z.B. Richter)
  • Beamte
  • Landwirte
  • Soldaten
  • Bezieher von Arbeitslosen- oder Krankengeld
  • Hartz IV-Empfänger
  • Bundesfreiwilligendienstleistende
  • Kindererziehende
  • Vollständig Erwerbsgeminderte oder Dienstunfähige
  • Nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen
  • Geringfügig Beschäftigte, die freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen

Jene, die nicht zum Kreis der Förderberechtigten gehören, haben die Möglichkeit, die Riester-Förderung über den Ehepartner indirekt zu nutzen. Dazu müssen sie zusätzlich zu den Leistungen ihres Ehepartners mindestens den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in einen eigenen Vertrag einzahlen.

moneymeets Tipp: Für Mütter ist die Riester-Rente aufgrund der Zulagen besonders attraktiv. Wer die Förderungen erhalten will, muss Beiträge in festgelegter Mindesthöhe in einen zertifizierten Riester-Vertrag leisten. Der Mindestbetrag liegt bei vier Prozent des Bruttoeinkommens des vergangenen Jahres abzüglich aller Zulagen. Versicherte, die im Vorjahr kein Einkommen erzielt haben, brauchen nur den Sockelbeitrag von 60 Euro jährlich einzahlen, um die Förderung in voller Höhe gut geschrieben zu bekommen.

Wie Förderungen bei der Riester-Rente helfen

Um möglichst große Anreize zum Abschluss einer Riester-Rente zu geben, fördert der Staat den Aufbau einer privaten Altersvorsorge auf zweierlei Art: entweder direkt durch jährliche Zulagen oder indirekt in Form von Steuernachlässen.

Zulagen zur Riester-Rente

Pro Förderberechtigter 175 Euro jährlich
Pro Kind (vor 2008 geboren) 185 Euro jährlich
Pro Kind (ab 2008 geboren) 300 Euro jährlich
Berufseinsteiger (bis 25 Jahre) Einmalig 200 Euro

Die Zulagen machen die Riester-Rente vor allem für Eltern attraktiv. Speziell kinderreiche Familien sollten die Förderungen nicht liegen lassen.

Für den vollen Zuschuss müssen Riester-Sparer vier Prozent ihres Bruttoeinkommens des vorhergegangenen Kalenderjahres – maximal aber 2.100 Euro – in einen Riester-Vertrag einzahlen. Die Zulagen mindern die notwendigen Einzahlungen.

Beispiel: Ein 30-jähriger Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen von 30.000 Euro und einem Kind, das nach dem 1.1.2008 geboren ist, muss nur 725 Euro selbst zahlen. Vier Prozent seines Einkommens entsprechen 1.200 Euro. Von diesem Betrag zieht der Fiskus die Grundzulage von 175 Euro und die Kinderzulage von 300 Euro ab.Die Förderquote läge in diesem Fall bei etwa 40 Prozent.

Steuerersparnis

Gutverdiener profitieren besonders von den Steuervorteilen. Vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens und maximal 2.100 Euro können Arbeitnehmer als Sonderausgaben von der Einkommensteuer absetzen. Das sind bei einem Steuersatz von 32 Prozent mehr als 600 Euro.

Das Finanzamt verrechnet allerdings beide Förderungen miteinander. Riester-Sparer profitieren also nur von der Variante, über die sie mehr erhalten. Die Ermittlung der vorteilhafteren Variante erfolgt über eine Günstigerprüfung.

Besteuerung der Rente

Die Auszahlung erfolgt mit dem Renteneintritt, frühestens allerdings mit 60 Jahren. Damit beginnt auch die Phase der nachgelagerten Besteuerung: Während der Versicherte in der Sparphase von Steuererleichterungen und Zulagen profitiert, werden die Leistungen in der Rentenphase voll besteuert. Die Einkünfte im Rentenalter sind jedoch in der Regel geringer, somit fällt auch der Steuersatz niedriger aus als während des Berufslebens.

Keine Sozialversicherungsbeiträge für Privat- und Pflichtversicherte

Wer im Alter Pflichtmitglied der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist, zahlt keine Sozialversicherungsbeiträge auf seine Riester-Rente. Zur dieser Gruppe zählen alle Rentner, die 90 Prozent der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens gesetzlich versichert waren („9/10-Regelung“). Privatversicherte sind ebenfalls von der Beitragspflicht befreit. Freiwillige Mitglieder der KVdR hingegen müssen Beiträge zur Kranken- und zur Pflegeversicherung entrichten.

Seit 2018 entfallen zudem Beiträge auf Riester-Verträge, die Arbeitnehmer im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen haben.

Breite Produktauswahl

Riester-Sparer haben die Wahl zwischen verschiedenen Anlagevarianten. Welches Riester-Produkt passend ist, müssen Interessenten individuell entscheiden. Hier ein Überblick über die gängigen Varianten:

Wohn-Riester: Hilfe bei der Eigenheimfinanzierung

Ein Wohn-Riester-Vertrag ist ideal für alle, die planen, eine selbstgenutzte Immobilie zu erwerben oder zu bauen und dafür unmittelbar ein Darlehen brauchen. Auch für Immobilienbesitzer, die eine Anschlussfinanzierung brauchen, ist diese Variante lukrativ. Der Vorteil: Dank Riester können Eigenheimbesitzer ihre Immobilie schneller abzahlen und im Alter mietfrei wohnen. Dabei sollten Sparer bedenken, dass auch sie die erhaltenen Vorteile im Rentenalter versteuern müssen.

Für die Wohn-Riester-Förderung kommen folgende Produkte infrage:

  • Bausparverträge
  • Annuitätendarlehen
  • Bausparkombi-Finanzierungen

Die Zulagen fließen direkt in den jeweiligen Vertrag, entweder als Tilgung in das Darlehen oder als Sparbeitrag in den Bausparvertrag und später in das Bauspardarlehen. Zudem können Sparer auch Guthaben aus anderen Riester-Verträgen nutzen, um ihr Darlehen zu tilgen.

Vertragsinhaber beziehen bei Wohn-Riester im Alter keine Rente, daher berechnet sich die Steuerlast über das sogenannte Wohnförderkonto. Der Gesetzgeber unterstellt, dass die jährlichen Einzahlungen bzw. Tilgungen (maximal 2.100 Euro) auf ein separates Konto, das Wohnförderkonto, fließen. Dieses fiktive Konto wird jährlich mit zwei Prozent verzinst. Die Besteuerung erfolgt, wenn der Versicherte das Rentenalter erreicht hat – spätestens aber mit 68 Jahren. Im Wohnförderkonto werden der Eigenanteil des Förderberechtigten und die Riester-Förderung angesammelt. Der Steuervorteil zählt nicht dazu. Versteuern können Sparer bis zum 85. Lebensjahr. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, sie versteuern bis zu ihrem 85. Lebensjahr jedes Jahr einen Teil des Gesamtbetrages oder sie zahlen die Steuern einmalig und erhalten einen Nachlass von 30 Prozent.

Beispiel: Auf dem Wohnförderkonto hat sich ein Betrag von 50.000 Euro angesammelt. Wenn der Renteneintritt mit 65 Jahren erfolgt, dann ist 20 Jahre lang (65. bis 85. Lebensjahr) jährlich ein Vorteil von 2.500 Euro zu versteuern. Die Höhe der Steuerlast ist abhängig vom individuellem Steuersatz im Rentenalter. Stirbt der Riester-Sparer vor Ablauf des 85. Lebensjahres, müssen Hinterbliebene den Restbetrag zahlen. Die zweite Möglichkeit ist, die Steuern mit dem Eintritt ins Rentenalter auf einen Schlag zu bezahlen. Wer sich für diese Variante entscheidet, dem räumt der Staat einen Rabatt von 30 Prozent ein. Die verbleibenden 70 Prozent werden mit dem jeweiligen Einkommen im Rentenjahr addiert. Auf dem Wohnförderkonto stehen auch hier 50.000 Euro. Abzüglich des Rabatts von 30 Prozent – also 15.000 Euro – ergibt sich ein zu versteuernder Betrag von 35.000 Euro. Dieser Restbetrag erhöht das zu versteuernde Einkommen im ersten Rentenjahr beträchtlich. Der Vertragsinhaber verpflichtet sich zudem, die Immobilie 20 Jahre zu behalten. Andernfalls erhebt der Fiskus nachträglich zusätzliche Steuern.

Riester-Banksparplan: Nur für Ältere interessant

Ein Banksparplan ist die einfachste und kostengünstigste Riester-Variante. Sparer zahlen monatlich eine bei Vertragsabschluss festgelegte Rate. Die Verzinsung ist in der Regel variabel. Sie orientiert sich üblicherweise an der Umlaufsrendite – dem durchschnittlichen Zins von deutschen Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von vier oder mehr Jahren. Dieser schwankt derzeit zwischen 0,2 und 0,3 Prozent. Vor allem für ältere Arbeitnehmer, die sich bis zum Rentenbeginn keine hohen Schwankungen leisten wollen, ist ein Riester-Banksparplan grundsätzlich empfehlenswert. Anders als bei einer Rentenversicherung fallen keine Abschlussgebühren an. Sparer bleiben flexibel und haben auch bei einem vorzeitigen Ausstieg kein Verlustrisiko. Der große Nachteil ist allerdings die niedrige Verzinsung, die derzeit nicht einmal die Inflation ausgleicht. Sparer machen real gesehen also Verluste, die nicht zu unterschätzen sind.

Seit Anfang 2017 haben Genossenschaftsbanken und Sparkassen, die zu den wichtigsten Anbietern solcher Banksparpläne zählen, den Vertrieb von Riester-Banksparplänen eingestellt. Sie verwalten nur noch Verträge von Bestandskunden.

Riester-Rentenversicherung: Teure Variante

Für Riester-Sparer, die bereits bei Vertragsabschluss wissen wollen, wie hoch ihre Bezüge im Alter sein werden, kommt prinzipiell eine klassische Riester-Rentenversicherung infrage. Diese Verträge bieten Planungssicherheit, weil ein Garantiezins vereinbart wird, der für die gesamte Laufzeit gilt. Allerdings liegt dieser Zins derzeit bei nur 0,9 Prozent pro Jahr. Zudem verzinst sich nur der Sparanteil, der etwa drei Viertel des Beitrags ausmacht. Der Rest dient der Finanzierung der Kosten des Versicherers und der Risikovorsorge. Auch bei langjährigen Policen gleicht der Garantiezins derzeit den Kaufkraftverlust durch die Inflation nicht aus. Zwar zahlen die Versicherer auch eine Überschussbeteiligung, diese ist aber nicht garantiert und schwer kalkulierbar. Außerdem sind die Kosten hoch und alle Gebühren fallen am Anfang der Laufzeit an, was bei einer Kündigung in den ersten Jahren zu hohen Verlusten führt. Verbraucherschützer raten daher vom Abschluss neuer Verträge ab.

Riester-Fondssparplan: Nicht nur für Jüngere ideal

Die höchsten Renditechancen haben Anleger, die in einen Riester-Fondssparplan investieren. Allerdings können sie die Fonds meist nicht selbst auswählen, auch den Aktienanteil legt meist der Anbieter fest. Attraktive Riester-Fondssparpläne zeichnen sich durch ein gutes Risikomanagement und eine fundierte Fondsauswahl aus. Die Fonds sollten sich in der Vergangenheit bewährt und in steigenden sowie fallenden Marktphasen eine überdurchschnittliche Performance erzielt haben. Bei den Aktienfonds kommen breit aufgestellte Papiere in Frage, die europaweit oder global investieren. Die Chance auf höhere Renditen gehen aber auch mit einem höheren Risiko einher. Garantiert wird daher nur eine Rente in Höhe der getätigten Einzahlungen. Dafür profitieren Fondssparer überdurchschnittlich, wenn es an den Märkten gut läuft. Vor allem bei Laufzeiten von 20 Jahren oder mehr ist das Risiko eines Verlustes verschwindend gering.

Verluste bei vorzeitiger Kündigung

Grundsätzlich ist es jederzeit möglich, einen Riester-Vertrag zu kündigen. Eines gravierenden Nachteils sollten sich Sparer jedoch bewusst sein: Sie müssen sämtliche Zulagen und die daraus erwirtschafteten Zinsen oder die gewährten Steuervorteile in voller Höhe zurückzahlen. Zudem ist der Rückkaufswert der Verträge insbesondere in den ersten Jahren deutlich niedriger als die Summe der getätigten Einzahlungen. Bei einer Kündigung steht also viel Geld auf dem Spiel. Riester-Sparer sollten daher überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, den Vertrag beitragsfrei weiterlaufen zu lassen.

Rente im Todesfall mit Anbieter vereinbaren

Welche Folgen der Tod des Vertragsinhabers hat, hängt davon ab, ob er noch Guthaben anspart oder bereits eine Rente erhält.

Bei einem Todesfall während der Ansparphase ist das Guthaben uneingeschränkt vererbbar. Bei der Auszahlung fordert der Staat jedoch alle gewährten Zulagen und Steuervorteile zurück. Eine Ausnahme gilt bei Ehepartnern. Diese können sich das angesparte Geld förderungsunschädlich direkt auszahlen oder in ihren eigenen Vertrag übertragen lassen.

Verstirbt der Riester-Sparer während der Rentenphase, wird es deutlich komplizierter. Grundsätzlich besteht seitens der Erben kein Anspruch darauf, die Rente des Verstorbenen weiter zu beziehen. Das restliche Guthaben geht in diesem Fall in das Vermögen des jeweiligen Anbieters über. Ausnahmen gelten jedoch in zwei Fällen:

  1. Der Vertragsinhaber vereinbart mit seinem Versicherer eine Rentengarantiezeit. In diesem Fall fließt die Rente bis zum Ende selbiger weiter. Maximal sind hier zehn Jahre möglich.
  2. Der Vertragsinhaber schließt eine Hinterbliebenenrente in seinen Riester-Vertrag ein. Der Versicherer zahlt die Rente dann ohne Zeitbegrenzung weiter und alle Förderungen bleiben erhalten.

Beide Optionen führen allerdings zu höheren Beiträgen und sind nur bei Riester-Rentenversicherungen möglich. Bei Fondspolicen und Banksparplänen können sich die Hinterbliebenen das Kapital ohne zusätzliche Vereinbarungen auszahlen lassen. Möglich ist das allerdings nur bis zum 85.Lebensjahr, danach können die Erben keine Ansprüche mehr stellen. Auch hier gehen die Förderungen verloren, sofern nicht der Ehepartner das Geld erhält.

Fazit

Wann lohnt ein Riester-Vertrag?

  • Riester-Produkte werfen oft nur moderate Renditen ab. Die staatliche Förderung kann sie dennoch zu einem attraktiven Investment machen.
  • Wegen der hohen Kinderzulagen lohnt sich die Riester-Rente besonders für kinderreiche Familien. Sparer erhalten vom Staat eine Grundzulage von 175 Euro pro Jahr. Zusätzlich gibt es für jedes Kind 185 Euro, für nach 2008 geborenen Nachwuchs sogar 300 Euro. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sparer mindestens vier Prozent ihres Einkommens einzahlen, maximal jedoch 2.100 Euro, wobei die Zulagen angerechnet werden. Vor allem Geringverdiener kommen so auf eine hohe Förderquote.
  • Lohnen kann sich eine Riester-Rente auch für Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen (ab ca. 40.000 Euro). Diese profitieren von der Steuerermäßigung, die das Finanzamt gewährt. Bei einem zu versteuernden Einkommen von beispielsweise 50.000 Euro liegt der Steuervorteil bei etwa 855 Euro im Jahr.
  • Weniger sinnvoll ist die Riester-Rente für ältere Geringverdiener, die nur geringe Rentenansprüche erwarten und möglicherweise eine Grundsicherung erhalten. In diesem Fall würde die Riester-Rente angerechnet.
  • Wie bei allen Varianten der Altersvorsorge gibt es auch bei Riester gute und schlechte Verträge. Interessierte sollten die Angebote daher genau vergleichen.

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