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In Kürze

  • Mit Fonds oder börsengehandelten Indexfonds (ETFs) können sich Sparer auch mit kleinen Beträgen in ein breit gestreutes Wertpapierportfolio einkaufen. Bei Fonds legen Finanzprofis das Geld an den Märkten an, ETFs bilden Indizes nach.
  • Die Aktienmärkte bieten über lange Zeiträume besonders gute Chancen auf eine hohe Rendite, doch auch andere Fondssegmente bieten interessante Möglichkeiten.
  • Wer regelmäßig eine feste Summe investieren möchte, für den ist ein Sparplan ideal.
  • Fonds- und ETF-Sparer können jederzeit über ihr Kapital verfügen und Zahlungen erhöhen oder verringern. Auch eine vollständige Kündigung des Sparplans ist jederzeit möglich.
  • Fonds und ETFs streuen Investments oft über verschiedene Regionen oder Branchen. Das verringert die Risiken. conclusion: |
  • Mit Sparplänen auf Fonds oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) können sich Sparer auch mit kleinen Beträgen in ein breit gestreutes Wertpapierportfolio einkaufen. Bei Fonds legen Finanzprofis das Geld an den Märkten an, ETFs bilden eins zu eins Indizes nach.
  • Aktienfonds oder -ETFs bieten die höchsten Renditechancen. Es gibt aber auch weniger riskante Produkte, die etwa mehrere Anlageklassen mischen oder in Anleihemärkte investieren.
  • Ist die passende Anlageklasse gefunden, können Interessierte mit Hilfe von Ratings, die Fonds und ETFs nach Risiko und Rendite bewerten, schnell interessante Kaufkandidaten ausmachen.
  • Im Gegensatz zu ETFs fallen beim Kauf von Fonds oft Ausgabeaufschläge an, die bei jeder Sparrate fällig werden.
Mit Fondssparplänen können Sie sukzessive ein Vermögen aufbauen.

Mit Fondssparplänen können Sie sukzessive ein Vermögen aufbauen.

Mit Sparplänen auf Fonds und ETFs lässt sich Schritt für Schritt ein ansehnliches Vermögen aufbauen. Gerade für die Altersvorsorge können sie deswegen eine wichtige Rolle spielen. Je nach Risikoneigung können Anleger in unterschiedliche Produkte investieren. Sie können ihr Geld aktiv von namhaften Finanzexperten verwalten lassen oder mit ETFs kostengünstig Marktsegmente nachbilden.

Die gesetzliche Rente reicht bei vielen Menschen schon heute nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. Im kommenden Jahrzehnt erreicht zudem die Generation der „Babyboomer“ (die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 von 1969) das Rentenalter. Die steigende Belastung der Rentenkassen werde das staatliche Rentensystem vor ernstzunehmende Probleme stellen, warnen Experten. Noch bis 2025 will die große Koalition aus CDU/CSU und SPD garantieren, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt. Darüber, wie es danach weitergeht, wird in der Politik allerdings leidenschaftlich gestritten.

Wer also noch länger bis zur Rente warten muss, sollte in jedem Fall privat vorsorgen. Angesichts des Dauer-Zinstiefs sind klassische Vorsorgeformen wie Lebens- oder Rentenversicherungen hierfür nicht mehr attraktiv, da ihre Verzinsung meist nicht mal die Inflation ausgleicht. Sparpläne auf Fonds oder ETFs können daher eine lohnende Alternative sein.

Wie funktioniert ein Sparplan?

Fondssparer überweisen regelmäßig – beispielsweise monatlich oder quartalsweise – einen festen Betrag an eine Fondsgesellschaft, die dieses Geld verwaltet und für sie anlegt. Möglich sind solche Investments meist schon ab 25 Euro. Die Einzahlungen können jederzeit erhöht, gesenkt oder ganz ausgesetzt werden.

Ein Fondsmanager legt das Geld der Investoren in Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen an und versucht eine möglichst attraktive Rendite zu erwirtschaften. Die Regeln, die es dabei zu beachten gilt, sind im Fondsprospekt genau festgelegt: Kein Fonds darf beispielsweise nur in eine Aktie investieren. Oft gibt es Beschränkungen, wie viel Prozent des Fondsvermögens maximal in ein Unternehmen oder in einem Markt investiert und inwieweit Derivate eingesetzt werden dürfen. Zudem ist das angelegte Kapital bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt, denn Fonds sind Sondervermögen.

Letzteres gilt auch für börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Diese Produkte haben meist geringere Kosten als herkömmliche, aktiv gemanagte Investmentfonds. Dafür wählt auch kein Experte aktiv die aus seiner Sicht erfolgversprechendsten Wertpapiere eines Marktes aus. Stattdessen bilden ETFs Marktindizes wie den deutschen Aktienindex Dax eins zu eins nach. Das machen sie, entweder dadurch, dass sie die enthaltenen Titel kaufen oder dadurch, dass sie entsprechende Swap-Geschäfte eingehen (synthetischer ETF). Sparer sollten sich die Strategie und die zugrundeliegenden Indizes der Produkte genau anschauen.

Welche Renditen sind möglich?

Durch den Zinseszinseffekt kommen bei Sparplänen auf Aktienfonds und ETFs auch bei kleinen Beträgen beträchtliche Summen zusammen. Wer beispielsweise 20 Jahre lang monatlich 100 Euro – insgesamt 24.000 Euro – in einen Fondssparplan einzahlt, der im Schnitt jedes Jahr fünf Prozent Rendite erzielt, verfügt am Ende über fast 41.000 Euro.

Aus einem Sparplan mit 100 Euro pro Monat werden…

Laufzeit/ Rendite p.a. 10 Jahre (Endbetrag in Euro) 20 Jahre (Endbetrag in Euro) 30 Jahre (Endbetrag in Euro)
1 % 12.623 26.566 41.968
2 % 13.382 29.472 49.209
3 % 13.980 32.768 58.018
4 % 14.720 36.508 68.760
5 % 15.502 40.754 81.886
6 % 16.333 45.577 97.953
10 % 20.161 72.453 208.085

Eine Rendite von fünf Prozent pro Jahr zu erreichen, ist über lange Laufzeiten nicht unrealistisch, wie Daten des BVI zeigen:

Historische Sparplan-Renditen diverser Anlageklassen

Laufzeit/ Kategorie 10 Jahre (in % p.a.) 20 Jahre (in % p.a.) 30 Jahre (in % p.a.)
Aktien Deutschland 8,0 5,9 6,7
Aktien Europa 6,6 3,9 4,4
Aktien Welt 7,6 5,2 6,5
Anleihen Euro (Langläufer) 4,3 4,0 4,3
Mischfonds 2,5 3,4 3,9
Offene Immobilienfonds 1,7 2,6 3,5

Quelle: BVI (Stand: 31.06.2018)

Zwischen Rendite und Risiko

Clevere Anleger haben neben der Rendite auch die Risiken ihres Investments im Blick, denn gerade die Aktienmärkte können stark schwanken. Und weil sich nach Verlusten immer nur ein geringerer Betrag „verzinsen“ kann als vorher, ist es oft mühsam, Verluste wieder aufzuholen.

So viel ist bei Verlusten aufzuholen

Verlust Notwendige Ausgleichsrendite
10 % 12 %
20 % 25 %
30 % 43 %
40 % 67 %
50 % 100 %
60 % 150 %

Jeder Anleger muss also überlegen, wie viel Risiko er bereit ist, einzugehen. Die Laufzeit und die eigene Risikoneigung sind entscheidende Faktoren für die optimale Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen. Studien des US-Wissenschaftlers Gary Brinson zeigen, dass sich die Performance eines Portfolios zu 90 Prozent mit der Vermögensaufteilung erklären lässt.

Grundsätzlich gilt: Wer jung ist, kann bei der Altersvorsorge höhere Risiken eingehen und verstärkt in Aktienmärkte investieren. Älteren dagegen fehlt dagegen oft die Zeit, um Baisse-Phasen an der Börse auszusitzen. Und wer zudem schon bei überschaubaren Kursverlusten unruhig wird, für den sind konservativere Anlagen deutlich sinnvoller.

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Welche Fonds oder ETFs kommen in Frage?

In Deutschland werden laut Morningstar mehr als 26.000 Tranchen von Investmentfonds und mehrere tausend ETFs angeboten. Viele Produkte sind auch als Sparplan erhältlich. Um die Vielzahl der Portfolios zu vergleichen, fassen Ratingagenturen sie in verschiedenen Segmenten zusammen.

Aktienfonds oder -ETFs

Hier setzen Fondsmanager das Geld ihrer Kunden an den Aktienbörsen ein. Diese Titel zählen zu den riskanteren Anlagen, da ihre Kurse stark schwanken können. Sie sind daher vor allem für Investoren mit längeren Anlagehorizont interessant. Basis sollten bei der Altersvorsorge vor allem breit aufgestellte Fonds sein, die welt- oder europaweit investieren. Länderfonds, die beispielsweise auf deutsche Aktien setzen, sind deutlich risikoreicher. Sie eigenen sich höchstens als Beimischung zum Depot. Sparer investieren daher etwa etwa 80 Prozent der Sparraten in breit investierende Aktienfonds und maximal 20 Prozent in spekulative Papiere.

Dazu zählen auch Fonds auf Schwellenländer, deren Volkswirtschaften stark wachsen und Unternehmen in guten Zeiten ein attraktives Wachstumsumfeld bieten. In schlechten Zeiten ziehen Investoren allerdings sehr schnell Geld ab und die Kurse brechen ein. Auch Fonds, die vor allem kleinkapitalisierte Aktien (Mid und Small Caps) kaufen, sind deutlich riskanter als solche, die in Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Blue Chips) investieren. Grundsätzlich sollten Anleger die Regel beachten, dass die Risiken umso höher sind, je kleiner oder spezieller das Anlagesegment ist. Interessant für Investoren, die Risiken und Chancen sorgfältig abwägen, sind neben weltweit oder europaweit investierenden Fonds oder ETFs, Produkte mit einer Dividendenstrategie. Hier werden Aktien von Unternehmen bevorzugt, die über Jahre hohe Gewinnausschüttungen an Aktionäre vorweisen können.

Rentenfonds oder -ETFs

Diese Fonds investieren in Anleihen, auch Bonds genannt, die Unternehmen oder Staaten auflegen. Anleger stellen dem Emittenten einer Anleihe für einen vereinbarten Zeitraum Geld zur Verfügung und erhalten dafür Zinsen. Diese können fest, variabel oder gestaffelt sein. Am Ende der Laufzeit muss der Emittent das geliehene Kapital zu 100 Prozent zurückzahlen.

Die Bonität von Anleiheemittenten wird von Ratingagenturen wie Moody’s oder Standard and Poor’s bewertet. Ein schlechtes Rating ist meist ein Indiz für finanzielle oder strukturelle Probleme. Bei solchen Papieren kann das Risiko noch höher als bei Aktien sein. Es ist daher ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sich alle Rentenfonds für Sicherheitsorientierte eignen. Die Palette reicht von Portfolios, die ausschließlich Staatsanleihen mit Spitzenratings kaufen, über Schwellenländer-Fonds, bis hin zu Portfolios, die ausschließlich aus Unternehmensanleihen bestehen. Bei letzteren unterscheiden Profis Anleihen von guter Bonität und risikoreiche High-Yield-Papiere. Rentenfonds eignen sich also sowohl für konservative als auch für risikoaffine Investoren. Attraktiv für Vorsichtige sind Fonds, die flexibel auf europäische oder weltweite Anleihemärkte setzen und Fonds für inflationssichere Anleihen. Deren Kurs oder die Verzinsung steigt mit der Teuerungsrate.

Mischfonds oder -ETFs

Wer an den Finanzmärkten Risiken streut, steht oft besser da als jemand, der nur auf vermeintlich sichere Anlagen wie Anleihen setzt. So ist ein Investment mit 30 Prozent Aktien kaum riskanter als ein reines Anleiheportfolio, bietet aber höhere Renditechancen. Moderne Mischfonds teilen dabei das Geld nicht nur auf Aktien- und Anleihemärkte auf, sondern investieren auch in Edelmetalle, Immobilien oder profitieren von Währungsgewinnen. Experten empfehlen sicherheitsorientierten Anlegern klassischerweise Produkte mit bis zu 30 Prozent Aktienanteil. Wer bereit ist, mehr Risiko einzugehen, kann auch in Fonds mit einem Aktienanteil von 50 Prozent oder mehr investieren.

Eine weitere Option sind flexible Mischfonds: Bei diesen Produkten verteilen Fondsmanager das Vermögen je nach Marktlage auf verschiedene Märkte. Dabei gibt es keine Vorschriften über die Höhe des notwendigen Aktienanteils.

Absolute-Return-Produkte

Diese Anlageklasse ist vergleichsweise neu. Die Fondsmanager streben über einen festgelegten Zeitraum positive Erträge an und setzen sich meist klare Performance-Ziele. Eine Garantie, dass sie es schaffen, gibt es natürlich nicht. Sie dürfen jedoch gezielt Derivate einsetzen, die von steigenden und fallenden Marktpreisen profitieren. Das kann in Verlustphasen ein entscheidender Vorteil sein.

Garantiefonds

Bei diesen Produkten garantiert der Emittent den Erhalt des Großteils des Kapitals zum Ende einer festgelegten Laufzeit. Wer vorher verkauft, verzichtet auf die Garantieleistung. Manche Fonds sichern bei ihren Investments auch immer wieder neue Höchststände ab. Anleger sollten beachten, dass es die Garantie in der Regel nicht umsonst gibt. Das Portfolio wird in der Regel mit Derivaten abgesichert, die umso teurer sind, je stärker die Kurse schwanken.

Offene Immobilienfonds

Diese Assetklasse ist eine deutsche Erfindung, für die besondere Bedingungen gelten: Fondsmanager investieren das Geld der Anleger in Gewerbeimmobilien, also vor allem in Bürogebäude und Einzelhandelsflächen. Diese profitieren von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Objekte.

In der Vergangenheit standen Immobilienfonds häufig in der Kritik. Der Grund: Obwohl das Geld in Immobilien investiert ist, die nicht über Nacht verkauft werden können, hatten Anleger über Jahrzehnte die Möglichkeit, täglich ein- und auszusteigen. Im Zuge der Finanzkrise mussten deswegen viele Fonds schließen. Anleger zogen damals im großen Stil Geld ab und die liquiden Mittel der Fonds reichten meist nicht aus, um sie auszuzahlen. In vielen Fällen kamen Investoren über Jahre nicht an ihr Geld. Manche von ihnen mussten zudem hohe Verluste in Kauf nehmen. Daher wurden die gesetzlichen Regelungen für diese Anlageklasse geändert: Neueinsteiger dürfen ihre Anteile erst nach zwei Jahren zurückgeben. Danach sind Verkäufe zwölf Monate im Voraus anzumelden. Für Altbestände gelten Ausnahmen für Beträge bis zu 30.000 Euro.

Wie Sie gute Fonds und ETFs finden

Bei mehr als 26.000 Fondstranchen und mehr als 3.000 ETFs müssen Datenbanken bei der Auswahl geeigneter Produkte helfen. Vor allem Ratingagenturen bieten einen schnellen Überblick. Wer beispielsweise einen europäischen Aktienfonds sucht, geht auf die Seite der Fondsratingagentur Morningstar und wählt unter der Rubrik Fonds oder ETFs „Quickrank“ die Kategorie Aktien Europa Standardwerte Blend. Dann erscheint eine Liste mit einer Vielzahl von Produkten, die nach dem Morningstar-Rating vorsortiert werden können. Das Rating bewertet jedes einzelne Produkte nach Performance und Risikokennzahlen. Wer einsteigen will, zieht nur Fonds und ETFs mit Spitzenbewertungen (vier oder fünf Sterne) in Betracht und geht danach ins Detail. Neben der Fondsstrategie, die in den Fondsfactsheets erläutert wird, helfen Kennzahlen bei der weiteren Entscheidung:

  • Performance: Bei keinem Anlageprodukt ist das Ergebnis so transparent wie bei Investmentfonds. Und auch wenn historische Renditen keine Garantie für die Zukunft sind: Richtig interpretiert ist die Performance oder Wertentwicklung die wichtigste Kennzahl überhaupt. Schneidet der Fonds über mehrere Jahre besser ab als der Vergleichsindex oder der Durchschnitt der Fondskategorie, spricht dies dafür, dass auch zukünftig überdurchschnittliche Ergebnisse zu erwarten sind. Liegt ein Portfolio hingegen über einen kürzeren Zeitraum – etwa über ein Jahr – in Rankings weit vorn, sollten Anleger vorsichtig sein. Manchmal gehen Fondsmanager überdurchschnittlich hohe Risiken für kurzfristige Erfolge ein und schneiden in den Folgejahren deutlich schlechter ab.
  • Maximaler Verlust: Auch mit dieser Größe, von Experten auch Maximum Drawdown genannt, können die meisten Anleger intuitiv etwas anfangen. Das maximale Minus über verschiedene Zeiträume zeigt, wie viel Verlust Investoren in der Vergangenheit hinnehmen mussten.
  • Volatilität: Eine der gängigsten Risikogrößen ist die Volatilität. Sie beschreibt, wie stark der Rücknahmepreis um seinen Mittelwert schwankt und wird formal als Standardabweichung der jährlichen Renditen berechnet.
  • Sharpe-Ratio: Hier wird der Mehrertrag des Fonds gegenüber einer risikolosen Anlage ins Verhältnis zur Volatilität gesetzt. Je höher diese Kennziffer ist, umso besser ist das Rendite-Risiko-Verhältnis.
  • Beta: Diese Risiko-Kennzahl zeigt, wie stark das Fondsportfolio auf Schwankungen des Gesamtmarktes reagiert. Je kleiner das Beta ist, umso unabhängiger ist der Fonds von allgemeinen Marktschwankungen.
  • Treynor-Ratio: Hier wird der Mehrertrag des Fonds gegenüber einer risikolosen Anlage ins Verhältnis zum Beta des Fondsportfolios gesetzt. Je weniger das Portfolio auf Marktschwankungen reagiert, je kleiner also das Beta ist, umso höher ist die Treynor-Maßzahl. Die geringe Anfälligkeit des Fonds gegenüber Marktschwankungen wird hier als ein Indiz für ein niedrigeres Risiko gewertet.

Warum nicht einfach einen ETF auf den MSCI-World kaufen?

Viele Verbraucherschützer werben derzeit dafür, mit ETFs zu sparen, die den weltweiten Aktienindex MSCI World nachbilden. Die Begründung: Anleger streuen Risiken breit und investieren kostengünstig.

Diese Argumentation stimmt allerdings nur zum Teil, warnen zahlreiche Finanzexperten. Richtig ist, dass es Sinn ergibt, weltweit in Aktien zu investieren. Zudem sind die Kosten bei ETFs deutlich niedriger als bei aktiven Fonds. So liegt etwa die Gesamtkostenquote (TER) bei einem ETF auf den MSCI World zwischen 0,12 und 0,50 Prozent pro Jahr. Bei einem aktiv verwalteten globalen Portfolio hingegen können es schnell zwei Prozent oder mehr sein.

Dennoch gibt es mindestens zwei Gegenargumente, die Anleger kennen sollten: Zum einen besteht der MSCI World zu 60 Prozent aus US-Unternehmen. Europäische Aktien (ohne Großbritannien) machen nur 16 Prozent des Index aus. Titel aus Schwellenländern fehlen sogar ganz. Diese geografische Mischung ist für Euro-Anleger nicht optimal. Zudem belegt eine Studie von Allianz Global Investors, dass Indexprodukte in Krisenzeiten deutlich schlechter abschneiden als aktiv gemanagte Fonds. So erzielten aktive Fonds für US-Standardwerte beim Platzen der Technologieblase zwischen 2000 und 2001 eine Mehrrendite von durchschnittlich 4,71 Prozentpunkten und und fuhren auch während der Finanzkrise im Mittel um einen Prozentpunkt besser als ETFs.

Die Entscheidung, ob Fonds- oder ETF-Sparplan bleibt also eine Geschmacksfrage, doch auch bei ETFs sollten Anleger stets genau hinsehen.

Welche Kosten fallen an?

Erfolgreiche Anleger haben nicht nur die Performance ihres Portfolios im Blick, sondern auch die anfallenden Kosten. Dabei gilt es, zwischen einmaligen und laufenden Gebühren zu unterscheiden.

Ausgabeaufschlag

Wer aktiven Fonds kauft, zahlt im Gegensatz zu ETF-Käufern meist einen Ausgabeaufschlag. Diese Gebühr liegt bei Aktienfonds oft bei fünf Prozent des Anlagebetrags oder mehr. Wer also 100 Euro monatlich investiert, zahlt bei jeder Sparrate fünf Euro Kaufgebühr. Anleger sollten sich daher gut überlegen, ob sie schnell wieder auszusteigen, denn dann drohen Verluste.

moneymeets Tipp: Wer Produkte selbst auswählt und online ordert, kann sich den Ausgabeaufschlag oft zur Gänze sparen. So erhalten Fondssparer bei einem Kauf über eine der moneymeets-Partnerbanken bis zu 100 Prozent Rabatt.

Depotgebühren

Fonds und ETFs werden – wie auch Aktien oder Anleihen – in einem Depot bei einer Bank verwahrt. Diese berechnet in der Regel eine jährliche Gebühr für die Depotführung. Insbesondere Online-Banken bieten aber auch häufig kostenfreie Depots an. Informationen zu den Konditionen der moneymeets-Partnerbanken finden Interessierte hier!

Gebühren der Fondsgesellschaft

Sowohl bei aktiven Fonds als auch bei ETFs fallen laufende Kosten an, die direkt von der Performance abgezogen werden. Bei aktiven Fonds sind diese Gebühren in der Regel höher, denn die Gesellschaften müssen Fondsmanager, Research und andere Kosten begleichen. Indexprodukte laufen hingegen meist automatisiert, doch auch hier fließt ein Teil der Jahresgebühr an den Vertrieb.

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Kündigung problemlos möglich

Einer der größten Vorzüge von Fonds- und ETF-Sparplänen ist ihre Flexibilität. Es gibt weder eine Mindestlaufzeit noch eine Kündigungsfrist, die Sparer beachten müssen. Wer spontan Geld benötigt, kann also sehr schnell darüber verfügen. Zudem ist es möglich, nur einen Teil der eigenen Fonds- oder ETF-Anteile zu verkaufen und das restliche Portfolio weiter bestehen zu lassen.

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