Private Krankenversicherung für Studenten: Der Vergleich

Vorteil bei den Leistungen

Auch Studenten können in die private Krankenversicherung wechseln. Kostengünstige Tarife sichern zwar oft keine Chefarztbehandlung im Krankenhaus. Versicherte müssen aber bei vielen Tarifen weniger Kosten übernehmen als bei den gesetzlichen Kassen – etwa beim Zahnarzt, bei Impfungen oder bei Vorsorgeuntersuchungen.

Niedrige Kosten für Studenten

  • Jüngere zahlen weniger für die private Krankenversicherung.
  • Für Studenten gibt es besonders kostengünstige Konditionen.
  • Mit Selbstbehalten lassen sich Beiträge weiter drücken.
  • Private Krankenversicherer erstatten oft einen Teil der gezahlten Beiträge.
  • Leistungsvorteile gegenüber den gesetzlichen Kassen machen sich bezahlt.

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Private Krankenversicherungen für Studenten

Inhaltsverzeichnis

Gesetzliche oder private Krankenversicherungen:
Studenten haben die Wahl

Wer ein Studium beginnt, kann sich von der Pflichtmitgliedschaft in den gesetzlichen Krankenkassen befreien lassen und frei entscheiden, ob sie oder er eine gesetzliche oder private Krankenversicherung wählt. Die private Krankenversicherung bietet umfassende Leistungen und die Möglichkeit, maßgeschneiderte Verträge zusammenzustellen.

Zudem ist sie aus Kostengründen vor allem für Beamtenkinder die erste Wahl. Denn für sie zahlt der Dienstherr meist bis zu 80 Prozent der Krankheitskosten. Der Rest lässt sich günstig über eine private Police abdecken. Für andere ist zunächst die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse der Eltern attraktiv. Dennoch macht es Sinn, bei der Entscheidung einige Kriterien zu berücksichtigen.

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Zu Studienbeginn ist die Krankenversicherung der Eltern wichtig

Familienversicherung

Wenn beide Eltern gesetzlich versichert sind, können sich Studenten kostenlos mitversichern lassen. Das gilt auch, wenn nur ein Elternteil gesetzlich versichert ist und mehr verdient als das Elternteil mit einer privaten Krankenversicherung. Diese Lösung ist auf der Kostenseite nicht zu schlagen. Was dennoch zu bedenken bleibt:

1. Neben dem Studium dürfen familienversicherte Studenten maximal 405 Euro monatlich verdienen, als Minijobber 450 Euro. Wer mehr arbeiten will, muss oder kann, braucht eine eigene Police.

2. Wer älter ist als 25 Jahre, muss sich selbst versichern. Für Studenten, die Wehrdienst geleistet haben, wird die Frist verlängert. Für den freiwilligen Wehrdienst gilt die Verlängerung für höchstens zwölf Monate.

3. Wer eine Beamtenlaufbahn plant, sollte wissen, dass in dieser Berufsgruppe die private Krankenversicherung die erste Wahl ist. Denn Beamte erhalten eine Beihilfe zu den Gesundheitskosten und müssen über eine Krankenversicherung nur den Rest abdecken. Und nur die privaten Krankenversicherer bieten solche Restkostenversicherungen an. Hier lohnt es sich, frühzeitig einen Fuß in die Tür zu bekommen. Zwar kennen die meisten Studenten gesundheitliche Probleme vor allem vom Hörensagen. Doch bis die Ernennung zum Beamten ansteht, kann einiges passieren. Denn oft erheben Versicherer bei Vorerkrankungen einen Aufschlag auf die Beiträge. Diese Kosten erspart sich, wer sich im Studium privat versichert oder zumindest einen Optionstarif abschließt. Letzterer garantiert die Aufnahme in die gewählte private Krankenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Kinder von Beamten

Für sie ist eine private Krankenversicherung attraktiv, um Beihilfen mitzunehmen: Denn der Dienstherr übernimmt für Kinder von Beamten bis zu 80 Prozent der Krankheitskosten. Private Krankenversicherer bieten günstige Restkostentarife an, die die restlichen 20 Prozent abdecken. Die gesetzliche Krankenkasse verfügt nicht über spezielle Ergänzungsversicherungen. Hier würden Studenten also den vollen Beitrag für eine 100-prozentige Krankenversicherung bezahlen, obwohl nur ein kleiner Teil davon benötigt würde.  Dennoch gilt es, zu bedenken:

1. Studenten wählen die private Krankenversicherung grundsätzlich für die gesamte Studiendauer. Einzig wer ein zweites Studium beginnt, kann sich neu entscheiden. Auch wer zwischen dem Bachelor und Masterstudium mindestens vier Wochen verstreichen lässt, hat erneut die Wahl.

2. Zudem ist die Beihilfe an das Kindergeld geknüpft und endet mit dem Erreichen des 25. Lebensjahres. Ein zwischen Abi und Studium abgeleisteter Wehr- oder Freiwilligendienst verlängert die Frist. Danach haben Studenten die Wahl zwischen den Tarifen der privaten Krankenversicherer.

3. Die Beihilfe entfällt für Studenten, die mehr als 640 Euro im Monat verdienen.

4. Nach dem Studium sind jene, die eine Beamtenlaufbahn planen, versicherungstechnisch gut aufgestellt. Denn für Beamte ist die private Krankenversicherung die beste Wahl, urteilt finanztest. Selbst wenn es für sie zu Durststrecken kommen sollte, in denen sie sich gesetzlich versichern müssen, können sich privat versicherte Studenten mit einem Anwartschaftstarif Vorteile sichern, etwa dass sie beim Abschluss keine neue Gesundheitsprüfung brauchen. Wer angestellt zu einem Bruttoeinkommen arbeiten wird, das unter der Jahresbemessungsgrenze von 56.250 Euro liegt, wird sich zunächst gesetzlich versichern müssen. Nur jene, die sich direkt nach dem Studium selbstständig machen, haben als vormals privat versicherte Studenten nicht mehr die Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Sie sind dann auf die private Krankenversicherung festgelegt.

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Gesetzliche oder private Krankenversicherung für Studenten:
Mit 25 Jahren ein heißes Thema….

Der 25. Geburtstag ist für die meisten Studenten das entscheidende Datum, um eine eigene Krankenversicherung abzuschließen. Wer über die Familienversicherung bei den Eltern kostenlos mitversichert ist, braucht dann ebenso eine Police wie sich privat versicherte Kinder von Beamten neu orientieren müssen. Letztere sind bei der Folgeversicherung bereits auf eine private Krankenversicherung festgelegt. Nur wer zwischen Abi und Studium Wehrdienst oder Freiwilligendienst geleistet hat, kann noch einige Zeit mit der Lösung Familienversicherung oder Restkostentarif weiterstudieren.

… manche Studenten wählen bereits im ersten Semester ihre Krankenversicherung

Wenn beide Eltern Mitglieder einer privaten Krankenversicherung sind oder der privat versicherte Elternteil mehr verdient als der gesetzlich Versicherte, müssen Studenten von Anfang an eigene Verträge abschließen. Gleiches gilt für alle, die neben dem Studium mehr verdienen können, müssen oder wollen, als bei den Mitversicherungsvarianten erlaubt. Auch wer sein Studium erst mit 25 Jahren beginnt, muss sich von Anfang an zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung entscheiden.

Gesetzliche Krankenkasse

Die Alternative der gesetzlichen Krankenkassen für Studenten heißt „studentische Krankenversicherung“. Der Grundbeitrag liegt seit 1.1.2015 bei 61,01 Euro. Zuzüglich des Beitrags zur Pflegeversicherung werden pro Monat etwa 83 Euro fällig – Zusatzbeiträge der einzelnen Kassen nicht eingerechnet. In punkto Leistung gibt es bei den einzelnen gesetzlichen Krankenkassen nicht viel zu entscheiden. Denn 95 Prozent der Kosten, die die gesetzlichen Krankenversicherer übernehmen, werden vom Gesetzgeber für alle Kassen gleich geregelt. Es ist bei diesem Tarif keine absolute Hinzuverdienstgrenze zu beachten. Allerdings darf während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Im Falle einer Selbstständigkeit sind es nur 18 Stunden. Zudem endet die studentische Krankenversicherung normalerweise zum Ende des Semesters, in dem Sie 30 Jahre alt werden, oder in ihrem Studiengang mehr als 14 Semester studiert haben.

Private Krankenversicherung

Hier ist das Spektrum an Tarifen und Leistungen enorm und hängt grundsätzlich von den individuellen Wünschen ab. Es reicht von günstigen Angeboten, die dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen bis hin zu Tarifen, die eine Erste-Klasse-Behandlung in allen Bereichen ermöglichen. Entsprechend stark variieren die Beitragssätze.

Private Studentische Krankenversicherung

Das Gegenstück zur studentischen Krankenversicherung der gesetzlichen Kassen ist die private studentische Krankenversicherung (PSKV) des Branchenverbandes der privaten Krankenversicherungen. Derzeit bieten Allianz, Central, Debeka, Gothaer und die Landeskrankenhilfe diesen Tarif an. Zum Leistungsumfang zählen freie Arztwahl, Regel-Leistungen im Krankenhaus sowie 100 Prozent Ersatz für Zahnbehandlungen und 50 Prozent für Zahnersatz. Dafür würde ein 20-jähriger Mann oder eine 20-jährige Frau 76,50 Euro monatlich zahlen. Im Alter von 25 Jahren sind es derzeit 99,50 Euro. Versicherte können bis zum 34.Lebensjahr in der Versicherung bleiben. Beschränkungen bei Nebenjobs gibt es nicht. Weiterer Vorteil: Ärzte können direkt mit der Krankenversicherung abrechnen lassen und versicherte Studenten müssen nicht in Vorleistung gehen. Üblicherweise zahlen privat Versicherte Arztrechnungen zunächst selbst und lassen sie sich dann von ihrer privaten Krankenversicherung erstatten. Auf der Leistungsseite ist das Angebot allerdings nicht die erste Wahl.

Leistungen der privaten Krankenversicherungen

Die Leistungsvielfalt ist bei den privaten Krankenversicherungen riesig und hängt grundsätzlich von den individuellen Wünschen ab. Wie in einem Baukastensystem lassen sich optimale Tarife finden. Die meisten Studententarife sind vor allem kostengünstig. Dennoch ist es ratsam, auf einige Standards achten:

  • Ambulante Leistungen

    Die meisten Kunden einer privaten Krankenversicherung können den Arzt frei wählen. Bei manchen Tarifen spart, wer das Hausarztprinzip akzeptiert, also sich in dessen Praxis eine Überweisung für den Facharzt geben lässt.  Manche Versicherer übernehmen zudem Kosten für Homöopathie, Impfungen und Psychotherapie.

  • Stationäre Leistungen

    Im Krankenhaus gelten in herkömmlichen Studententarifen meist Regelleistungen. Wer Wert auf Extras wie Chefarztbehandlung und Einbettzimmer legt, zahlt extra.

  • Zahnärztliche Leistungen

    Die Kostenübernahme für Zahnersatz und kieferorthopädische Behandlungen sind für die meisten Studenten ein wichtiger Kostenfaktor. Hier sollte möglichst viel abgedeckt werden.

  • Krankentagegeld

    Hier wird im Krankheitsfall ab einem gewissen Datum ein Betrag gezahlt, um Einkommensverluste abzudecken. Es ist in Ausbildungstarifen nicht enthalten.

  • Pflegegeld

    Ein gewisser Beitrag ist hier gesetzlich vorgeschrieben.

Die Kosten von privaten Krankenversicherungen

Für gesetzlich Versicherte gilt grundsätzlich das Solidarprinzip: Die wirtschaftlich Stärkeren unterstützen also die Schwächeren. In der privaten Krankenversicherung sorgt hingegen jeder mit seinem Vertrag individuell für den Krankheitsfall vor.

  • Vorteil für Jüngere

    Für die Kalkulation der privaten Krankenversicherungen sind der gewählte Leistungsumfang, der Gesundheitszustand und das Alter des Versicherten die wichtigsten Kriterien. Ein jüngerer, gutverdienender Versicherungsnehmer zahlt daher für Einstiegstarife in die private Krankenversicherung oft niedrige Beiträge, die teils sogar unter der Summe liegt, die monatlich für die gesetzliche Krankenversicherung fällig wird.

  • Besonders günstige Studententarife

    Für Studenten ist die Absicherung deutlich günstiger als beispielsweise für Angestellte im selben Alter. Denn während des Studiums werden keine Altersrückstellungen gebildet. Angestellte mit einer privaten Krankenversicherung zahlen hingegen Monat für Monat etwas mehr als sie an Kosten verbrauchen würden und bauen so ein Polster auf. Denn im Alter vervielfachen sich statistisch gesehen die Krankheitskosten.

  • Stabile Beiträge bei Nebenjobs

    Wer neben dem Studium arbeitet, muss anders als bei einer gesetzlichen Krankenkasse in der Regel keine Hinzuverdienstgrenze einhalten.

  • Beitragerstattung

    Wenn Versicherer gut gewirtschaftet haben oder vom versicherten Studenten nur wenige Leistungen in Anspruch genommen werden, dann zahlen einige Versicherer im Jahr darauf einen Teil der Beiträge zurück.

  • Stellschraube Selbstbehalt

    Wer Kosten bis zu 500 Euro im Jahr im Krankheitsfall selber zahlt, kann bei den Beiträgen erheblich sparen. Die private Krankenversicherung springt dann erst für Krankheitskosten ein, die über diesen Betrag hinausgehen ein.

Studententarife der privaten Krankenversicherer

Einige Angebote von privaten Krankenversicherungen bieten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die private studentische Krankenversicherung. Der Start-Fit-Tarif der Hanse Merkur kostete beispielsweise im Oktober 2016 für einen 25-jährigen inklusive Pflegeversicherung 94,14 Euro monatlich. Hier gelten zwar das Hausarztprinzip und Regel-Leistungen im Krankenhaus, aber Vorsorge-Checks, Impfungen, Psychotherapie und Behandlungen von Heilpraktikern werden großteils bezahlt. Es gibt zudem einen Zuschuss zu Brillen. Zahnersatz wird zu 80 Prozent, Zahnarztleistungen zu 100 Prozent bezahlt. Wermutstropfen ist ein Selbstbehalt von 500 Euro im Jahr. Das bedeutet: Studenten zahlen ambulante und Zahnarztleistungen bis zu dieser Grenze selber. Für Behandlungen darüber hinaus, kommt der Versicherer auf. Der Tarif ist bis 38 Jahren erhältlich oder bis das zwölfte Semester abgeschlossen ist.

Tipp: BAföG-Zuschuss für die Krankenversicherung sichern

Wer erfolgreich Bafög beantragt hat und nicht familienversichert ist, kann einen Zuschuss zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung beantragen. Dabei ist es egal, ob elternunabhängiges oder Studenten-BAföG bezogen wird. Voraussetzung ist, dass die BAföG-Förderung unter dem Höchstsatz liegt. Wer diese Bedingungen erfüllt, kann bis zu 86 Euro monatlich für seine Kranken- und Pflegegeldversicherung erhalten. Der Zuschuss für die Krankenversicherung muss beim BAföG-Amt beantragt werden.

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Sonderfall Medizinstudenten: Vorzugskunden bei privaten Krankenversicherungen

Viele Studenten, die Medizin studieren sind zunächst bei den Eltern mitversichert. Doch ab 25 Jahren schließen auch sie eigene Policen ab. Für sie lohnt sich der Abschluss eines Tarifs der privaten Krankenversicherungen besonders. Denn viele Anbieter bieten dieser Zielgruppe leistungsstarke Tarife günstig an. So wird häufig auf eine Selbstbeteiligung verzichtet, zeigt ein Vergleich von moneymeets.

Ein Beispiel: Beim Tarif (B) VHV 3+ der Barmenia zahlt der Student 118 Euro monatlich. Es gibt keine Selbstbeteiligung. Dafür besteht freie Arztwahl, 85 Prozent wird für Zahnersatz geleistet. Und bezahlt werden Vorsorge, Impfungen und Psychotherapie. Es gibt nicht nur einen Zuschuss für Brillen, auch Laserbehandlungen werden bezahlt. Sogar ambulante Kuren sind möglich.

Zukünftige Beamte sichern sich ihre Zukunft in der privaten Krankenversicherung

Zwar kennen die meisten Studenten gesundheitliche Probleme vor allem vom Hörensagen. Doch bis für heutige Studenten die Ernennung zum Beamten ansteht, kann einiges passieren. Und wer erst dann eine private Krankenversicherung abschließt und die Gesundheitsfragen ausfüllt, könnte sich ärgern. Denn oft erheben Versicherer bei Vorerkrankungen einen Aufschlag auf die Beiträge. Diese Kosten erspart sich meist, wer sich im Studium privat versichert oder einen Optionstarif beantragt. Damit erhält der Versicherte beim gewählten Anbieter in der Zukunft den gewünschten Versicherungsschutz, ohne erneut eine Gesundheitsprüfung machen zu müssen. Und smart ist, wer den Vertrag dort abschließt, wo gute Tarife für Beamte geboten werden.

Blick in die Zukunft

Für Beamte gibt es „keine Alternative“ zur privaten Krankenversicherung, urteilt Finanztest. Denn die öffentliche Hand übernimmt für sie in der Regel 50 Prozent der Krankheitskosten. Versicherer müssen nur für den restlichen Teil der Arztrechnungen aufkommen. Gesetzliche Versicherer bieten keine speziellen Tarife dafür. Private Krankenversicherungen für Beamte und Anwärter sind somit vergleichsweise günstig, zeigt ein Vergleich. So hat Finanztest 24 private Krankenversicherungen für Beamte geprüft, die allesamt wesentliche Leistungskriterien erfüllen mussten. Fünf Tarife wurden mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet. Unterstellt wurde dabei ein 35-jähriger Mann mit einem Beihilfeanspruch von 50 Prozent. Mit „sehr gut“ schnitten Tarife von Concordia und Huk-Coburg ab. „Gut“ erreichten Alte Oldenburger, Debeka, Deutscher Ring, Hanse Merkur, LVM, Pax-Familienfürsorge und R+V.

Gesetzlich oder private Krankenversicherung: Für Studenten ab 30 ist die private Variante oft günstiger

Nach dem 30. Geburtstag oder nach Abschluss des 14. Semesters wird für viele Studenten erneut eine Entscheidung fällig. Denn dann endet die Mitgliedschaft in der studentischen Pflichtversicherung. Nur wer auf dem zweiten Bildungsweg die Hochschulreife erworben hat, kann sich bis zum Alter von 37 Jahren günstig gesetzlich versichern. Wieder können die Studierenden wählen: Zwischen einer freiwilligen Weiterversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse und einem Ausbildungstarif der privaten Krankenversicherung, die auch für über Dreißigjährige erhältlich sind.

Gesetzliche Krankenkasse

Hier müssen Studenten jetzt einen Vertrag abschließen, der ans Einkommen gekoppelt ist. Dem günstigsten Tarif liegt ein fiktives Mindesteinkommen zugrunde. 2016 liegt die Grenze bei 968 Euro im Monat. Für Studierende gilt dann der ermäßigte Beitragssatz von 14,0 Prozent. Dazu kommt der Beitrag für die Pflegeversicherung, so dass Studenten unterm Strich auf monatlich rund 165 Euro Kosten kommen.

Private Krankenversicherung

Die meisten Tarife sind hier zwar etwas teurer als für Studienanfänger, weil sich die Kosten auch nach dem Alter richten. Aber sie sind meist immer noch günstiger als in der gesetzlichen Krankenkasse, da Versicherte länger in Ausbildungstarifen bleiben können. So kostet der PSGS-Tarif des Verbandes der privaten Krankenversicherungen für einen 30-Jährigen etwa 91 Euro. Leistungsstärkere Tarife sind oft nur wenig teurer, allerdings häufig mit einem Selbstbehalt verbunden.

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