Private Krankenversicherungen für Selbstständige

Flexibel bei den Kosten, stark bei den Leistungen

Spitzenleistungen für Unternehmer

Viele Selbstständige machen beim Thema Gesundheit keine Kompromisse. Denn krank zu sein, bedeutet für sie immer auch Verdienstausfall. Die private Krankenversicherung ist hier ein starker Partner. Sie bietet optimale Behandlungen durch ausgewiesene Experten, ambulant wie stationär – und das oft ohne Wartezeiten.

Kostenvorteile für Selbstständige

Auf der Leistungsseite haben die privaten Krankenversicherungen gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen die Nase vorn. Doch auch auf der Kostenseite können die privaten bei Selbstständigen Punkte holen.

  • Private Krankenversicherung oft billiger als gesetzliche
  • Mehrverdienst ohne Mehrkosten für die Krankenversicherung
  • Selbstständige können Gutteil der Beiträge absetzen
  • Spitzenmedizin lohnt sich für Unternehmer auch finanziell
  • Hohe Flexibilität bei privaten Krankenversicherungen
  • Private Krankenversicherungen erstatten Beiträge
  • In Generationen denken und die Familie privat versichern

Vertrauen Sie bei der Wahl Ihrer Privaten Krankenversicherung auf die Verlagsgruppe Handelsblatt und die Finanzplattform moneymeets, Testsieger bei Stiftung Warentest.

Private Krankenversicherungen für Selbstständige

Inhaltsverzeichnis

Selbstständige können sich unabhängig vom Einkommen die Kosten- und Leistungsvorteile der privaten Krankenversicherung sichern. Denn für sie entfällt die Mitgliedspflicht bei den gesetzlichen Krankenkassen. Für wen ein Wechsel besonders lohnt und welche Gestaltungsmöglichkeiten sich für Unternehmer auf der Kostenseite bieten.

Wer eine Firma gründet, hat unabhängig vom Einkommen die Wahl, ob er eine gesetzliche oder private Krankenversicherung wählen will. Die Entscheidung ist gerade in der Anfangsphase des Unternehmerdaseins schwierig, wenn das Einkommen unsicher erscheint.

Problemlos in die private Krankenversicherung wechseln – Ein Privileg für Selbstständige

Eine private Krankenversicherung hat viele Vorteile, die sich fast jeder Selbstständige sichern kann: Kaum Wartezeiten, Chefarztbehandlung im Krankenhaus und stets eine Therapie, die den höchsten Standards entspricht: Glaubt man dem Verband der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland, gibt es bei medizinischen Behandlungen in Deutschland zwar für niemanden Privilegien. Doch selbst Gesundheitsminister Hermann Gröhe gesteht ein, dass lange Wartezeiten für gesetzlich Versicherte „keine Einzelfälle“ sind. Grundsätzlich gilt: Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, hat – anders als Angestellte – unabhängig vom Einkommen die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung, die eine bevorzugte Behandlung sichert, und der freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse, die immer mehr Leistungen streichen. Gründer müssen sich allerdings innerhalb von drei Monaten entscheiden.

Kosten- und Leistungsvergleich privater Krankenversicherungen für Unternehmer

Der große Test privater Krankenversicherungen zeigt auch für Selbstständige, welche Vorteile die private Krankenversicherungen gegenüber gesetzlichen Krankenkassen bieten, wie Unternehmer attraktive Anbieter und Tarife finden – und dass Leistungsvorteile wie Chefarztbehandlung für viele Selbstständige nicht nur erschwinglich sind, sondern dass eine private Krankenversicherung oft sogar Kostenvorteile bringen kann. Die aufwendige Analyse der Experten von Finanztest präsentiert die besten Anbieter auch für Selbstständige. Die Expertise der Finanzplattform Moneymeets zeigt, nach welchen Kriterien passende Tarife ausgewählt und Kosten während der Laufzeit in bestehenden Policen optimiert werden.

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Private oder gesetzliche Krankenversicherung-
Sieben kostenrelevante Punkte für Selbstständige

1. Mindestbeitrag versus Einstiegstarif: Kostenvorteil für junge Gründer
in der privaten Krankenversicherung

Bei vielen Gründern ist die Unsicherheit zunächst groß. Sie kennen ihr Einkommen beim Start ihrer Firma noch nicht und wollen gerade am Anfang die Kosten gering halten. Zudem fällt vielen, die vorher angestellt waren, spätestens jetzt auf: Da der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung entfällt, sind die Kosten für Selbstständige grundsätzlich hoch. Fix ist: Auch Niedrigverdiener müssen derzeit 356,23 Euro Mindestbeitrag für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung kalkulieren. Für Geringverdiener, die als Härtefall gelten, sind es 246,20 Euro monatlich. Günstige Einstiegstarife der privaten Krankenversicherung sind für junge Gründer ohne Vorerkrankungen ganz ohne Härtefall günstig. So sind Tarife mit einem Selbstbehalt von 500 Euro, gutem Zahnarzttarif, Chefarztbehandlung und Mehrbettzimmer für 30-jährige gesunde Männer ab 250 Euro monatlich erhältlich, zeigt ein Vergleich von moneymeets.

2. Kostenvorteil der privaten Krankenversicherung für erfolgreiche Unternehmer

Bei steigendem Einkommen erhöhen sich für gesetzlich Versicherte automatisch die Krankenkassenbeiträge. Denn es gilt das Solidarprinzip: Alle Mitglieder erhalten dabei dieselben Leistungen. Doch die Stärkeren zahlen für die Schwachen. Erst wenn der Verdienst eines gesetzlich Versicherten die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, die im Jahr 2016 bei einem jährlichen Bruttoeinkommen von 50.850 Euro liegt, steigen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr an. Dabei wird diese Grenze wird von Jahr zu Jahr angehoben. Die meisten Selbstständigen rechnen jedoch auf lange Sicht mit finanziellem Erfolg. Ein wesentlicher Vorteil der privaten Krankenversicherung sind dann gleichbleibende Beiträge, auch wenn Versicherungsnehmer im Laufe der Jahre mehr verdienen. Denn die private Krankenversicherung kalkuliert die Beiträge nach dem individuellen, gesundheitlichen Risiko des Versicherungsnehmers.

3. Kostenvorteil für Selbstständige, die Beiträge steuerlich absetzen

Vorsorgeaufwand heißt das Zauberwort für die Steuererklärung von Selbstständigen. Beiträge zur gesetzlichen und privaten Krankenversicherung (Basiskrankenversicherung) sind Sonderausgaben und können hier in voller Höhe geltend gemacht werden. Während die Obergrenze für Angestellte und Beamte bei nur 1.900 Euro jährlich liegt, können Selbstständige bis zu 2.800 Euro ansetzen. Beiträge zur privaten Krankenversicherung von bis zu 230 Euro monatlich mindern also eins zu eins das zu versteuernde Einkommen.

4. Weniger Wartezeit beim Arzt ist für Selbstständige Geld wert

Dank des teils rasanten medizinischen Fortschritts ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in den vergangenen Jahrzehnten um fünf Jahre gestiegen. Doch die gesetzlichen Kassen streichen immer mehr Leistungen: Ob Reha-Maßnahmen oder Knochendichtemessung – trotz Gegenwehr von Medizinern wird immer wieder abgeblockt. Und selbst Gesundheitsminister Gröhe gibt zu, dass lange Wartezeiten auf Facharzttermine für gesetzlich Versicherte wohl „nicht die Ausnahme“ sind. Privatpatienten müssen hingegen selten warten. Und der Leistungsumfang wird bei der privaten Krankenversicherung individuell festgelegt. Gerade Unternehmer und Selbstständige wissen im Krankheitsfall eine schnelle und bestmögliche medizinische Versorgung zu schätzen. Denn sie stehen im Krankheitsfall oft ohne Einkommen da. Wer weniger Zeit beim Arzt verbringt und schneller gesund wird, spart als Unternehmer bares Geld.

5. Beim Umgang mit steigenden Kosten punkten die privaten Krankenversicherungen

Wenn Versicherungsnehmer älter werden, steigen die Kosten und damit die Beiträge für die medizinische Versorgung an – egal ob bei den gesetzlichen Kassen oder bei den Privatversicherten. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes liegen die durchschnittlichen Krankheitskosten der unter 45-Jährigen bei 1.700 Euro pro Jahr. Bei den über 65-Jährigen liegt der Wert bei 6.000 Euro und bei den über 80-Jährigen sogar bei 14.000 Euro im Jahr. Das gilt es einzukalkulieren. Dennoch sollte ein 30-Jähriger, der in die private Krankenversicherung  einsteigt, mit einer Verdreifachung der Beiträge beim Eintritt ins Rentenalter rechnen, warnt die Stiftung Warentest. Dabei sorgt die private Krankenversicherung bereits mit Altersrückstellungen vor. Seit 2000 sind private Krankenversicherungen sogar gesetzlich verpflichtet, in allen Tarifen zehn Prozent mehr Geld zu verlangen, das sie für den Versicherten ansparen. Diese so genannte Altersrückstellung dient dazu, dass die monatlichen Prämien im Alter für die Versicherten in der privaten Krankenkasse bezahlbar bleiben. Ab dem Renteneintritt ist der gesetzlich vorgeschriebene zehnprozentige Zuschlag natürlich nicht mehr zu zahlen. Das mindert den Beitrag. Zudem kann der Leistungsbaustein Krankentagegeldversicherung abgewählt werden, weil bei einem Rentner im Krankheitsfall natürlich kein Einkommensverlust droht. Privat versicherte Unternehmer können dennoch mit einem Fondssparplan vorsorgen und hier etwa ihre Ersparnis gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse in jungen Jahren einzahlen, sowie Beitragsrückerstattungen, die sie erhalten, wenn ihr Versicherer gut gewirtschaftet hat.

Tipp für Selbstständige in der privaten Krankenversicherung:

Je früher Selbstständige in die private Krankenversicherung einsteigen, desto günstiger wird es im Alter. Experten empfehlen daher bis spätestens Mitte 40 in die private Krankenversicherung zu wechseln. 

6. Die private Krankenversicherung ist flexibel – auch bei den Kosten

Bei der privaten Krankenversicherung werden Leistungspakete individuell zusammengestellt. Und sollte eine Police teurer werden, gibt es viele Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Es besteht in solchen Fällen bei privat Versicherten eine Möglichkeit zur Anpassung des Leistungsspektrums. Selbst Zuschläge wegen Vorerkrankungen sind nicht in Stein gemeißelt. Wer wieder gesund wird, kann sich das von einem Vertrauensarzt der privaten Krankenversicherung bestätigen lassen und dauerhaft Beiträge senken. Tarifwechsel sind möglich, der Selbstbehalt kann erhöht werde, um Beiträge zu senken. Zudem erstatten Versicherer einen Teil der Beiträge, wenn sie gut wirtschaften oder Versicherte keine Leistungen in Anspruch nehmen.

7. Für Familien: Die private Krankenversicherung hat Vorteile für alle, die in Generationen denken

Auf den ersten Blick ist die gesetzliche  Kasse für Familien nicht zu toppen. Kinder und nicht arbeitende Ehepartner können einfach mitversichert werden und genießen dann vollen Versicherungsschutz. Wer jedoch auf eine hochwertige medizinische Versorgung Wert legt, der findet zur privaten Krankenversicherung keine ernst zu nehmende Alternative. Das gilt erst recht für seine Kinder. Und viele private Krankenversicherungen bieten für die Kleinen und Kleinsten sehr günstige Tarife, zeigt ein Vergleich von moneymeets. Zudem ist eine frühe private Krankenversicherung für die künftige Generation ein Vorteil: Da zeitig Altersrückstellungen zurückgelegt werden, steigen die Beiträge im Alter deutlich weniger stark.

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Private Krankenversicherung für Selbstständige:
Der große Test

Private Krankenversicherer bieten eine Fülle von Leistungen. Von Chefarztbehandlung im Krankenhaus, Spitzenbehandlung im ambulanten Bereich bis zur Zahlung von aufwändigem Zahnersatz reicht die Palette. Wie Sie Ihren Versicherungsschutz nach Ihren Bedürfnissen zusammenstellen.

Umfassende Leistungen

Angehende Privatversicherte können bei den meisten Anbietern ihren Versicherungsschutz mithilfe unterschiedlicher Bausteine individuell und bedarfsgerecht zusammenstellen. Zu bedenken ist dabei: Ein Rundum-sorglos-Paket, das auch nicht den kleinsten Wunsch offen lässt, ist möglich, hat aber seinen Preis. Indem Sie also nicht in jedem Bereich die sehr umfangreichen Leistungen der privaten Krankenversicherung wählen, können Sie Beiträge niedriger halten. Junge Gründer, die die besonders günstigen Einsteigertarife wählen, sollten sich für die Leistungen, die ihnen wichtig sind, einen Optionstarif sichern, damit sie später ohne Gesundheitsprüfung in ein Angebot des Versicherers mit höherer Leistung wechseln können. Dieser Tarif bietet ihnen innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine Aufnahmegarantie.

Was brauchen Sie also wirklich?

Wie der Private-Krankenversicherungen-Vergleich-2016 eindrucksvoll zeigt, bieten die Anbieter eine Fülle unterschiedlicher Leistungen. Pluspunkt für Privatpatienten: Dank eines Baukastensystems kann sich jeder seinen individuellen und dem persönlichen Bedarf entsprechenden Schutz zusammenstellen. Der Leistungskatalog in der privaten Krankenversicherung lässt sich in fünf unterschiedliche Gruppen unterteilen:

  • ambulante Leistungen,
  • stationäre Leistungen (Klinikaufenthalt)
  • zahnärztliche Leistungen,
  • Krankentagegeld sowie
  • Pflegegeld.

Nicht auf Krankentagegeld verzichten

Ob Beinbruch oder Herzattacke: Bei langwierigen Erkrankungen ist das Krankentagegeld ein Ausgleich für den Verdienstausfall. Es schützt also den Privatpatienten vor Einkommensverlusten im Krankheitsfall. Selbstständige in der privaten Krankenversicherung können Ihr Krankentagegeld bereits ab dem 4. Tag der Erkrankung beziehen, und zwar bis zur Höhe des Nettoeinkommens und mit gestaffelten Karenzzeiten. Für Selbstständige ist ein Tarif in der privaten Krankenversicherung, der eine möglichst umfangreiche Krankentagegeldzahlung vorsieht, um länger andauernde Einkommenseinbußen auszugleichen, also sinnvoll. Es ist bei diesem Leistungsbaustein aber der Porsche unter den Angeboten. Wer die Golf-Variante bevorzugt und Kosten begrenzen will, wählt statt Krankentagegeld das Krankenhaustagegeld. Es sichert Selbstständige ab, wenn sie aus Krankheitsgründen wirklich nicht ins Büro gehen können.

Selbstbehalt – Stellschraube für die Kosten

Wer als Privatversicherter pro Jahr einen mehr oder weniger großen Teil der jährlichen Krankheitskosten aus eigener Tasche zahlt (Selbstbehalt), kann seinen Krankenversicherungsbeitrag teils deutlich verringern. Häufig ist die Beitragsersparnis dadurch sogar erheblich höher als der Selbstbehalt. Der Selbstbehalt lässt sich in der Summe und auf bestimmte Leistungen begrenzen. Er ist vor allem für Unternehmer attraktiv, zeigt Finanztest. Denn bekanntlich müssen Unternehmer ihre Beiträge komplett aus eigener Tasche zahlen und kassieren damit die gesamte Ersparnis. Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge und profitiert entsprechend.  Der Selbstbehalt hingegen interessiert deren Chef nicht im Geringsten.

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Private Krankenversicherungen für Selbstständige im Vergleich:
Ratings und Rankings

Grundsätzlich bietet eine private Krankenversicherung sehr individuelle Leistungen, die sich nach dem Gesundheitszustand des Versicherten richten. Angebote sind daher nur bedingt vergleichbar. Finanztest hat dennoch für einen Musterfall 45 Angebote von privaten Krankenvollversicherung für Selbstständige eingeholt und verglichen. Bei diesem großen privaten-Krankenversicherung-Tarifvergleich der Stiftung Warentest ist der Modellkunde 35 Jahre alt und hat keine Vorerkrankungen. Nur ein einziges Mal vergab die Stiftung  das Urteil „sehr gut“. Ausgezeichnet mit dieser Note wurde die Provinzial Hannover. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die fünf Anbieter von privaten Krankenversicherungen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Versicherer Preis-Leistungs-Verhältnis Beitrag Selbstbehalt
Provinzial Hannover Sehr gut (1,5) 395 EUR 900 EUR
Bayer Beamten KK Gut (1,7) 422 EUR 900 EUR
Huk-Coburg Gut (1,8) 476 EUR 600 EUR
Hanse Merkur Gut (2,1) 442 EUR 1000 EUR
UKV Gut (2,1) 453 EUR 900 EUR
Versicherer Preis-Leistungs-Verhältnis Beitrag
Provinzial Hannover Sehr gut (1,5) 395 EUR
Bayer Beamten KK Gut (1,7) 422 EUR
Huk-Coburg Gut (1,8) 476 EUR
Hanse Merkur Gut (2,1) 442 EUR
UKV Gut (2,1) 453 EUR

* Bei den Tarifen wurde ein Selbstgehalt berücksichtigt. Der Betrag
liegt bei 600 Euro bei Huk Coburg,1000 Euro bei Hanse Merkur.
Bei den übrigen Anbietern sind es 900 Euro.

Wichtig für die Beitragsstabilität

Wie der Private-Krankenversicherungs-Vergleich 2016 zeigt, hängt die Entscheidung für den passenden Tarif nicht allein von der Höhe der aktuellen Beiträge und der Vielfältigkeit des Anbieters ab. Künftig privat Krankenversicherte sollten sich auch die wirtschaftliche Situation all jener privaten Krankenversicherungen, die in die engere Auswahl kommen, sorgfältig anschauen. Bedeutsam ist hier insbesondere die Beitragsstabilität. Denn oft zahlen Einsteiger auch bei angeschlagenen Anbieter zunächst sehr geringe Beiträge. Im Nachhinein stellt sich dann heraus, dass diese vermeintlich günstigen Beiträge zu knapp kalkuliert waren. Alsbaldige und bisweilen sehr deutliche Beitragsanhebungen sind dann die Folge. Die Ratingagentur Morgen & Morgen bewertet regelmäßig die Finanzkraft von Anbietern. Bei der jüngsten Studie schnitt die Württembergische als einzige Gesellschaft „sehr schwach“ ab. Wer eine neue Police bei dieser Gesellschaft abschließen will, sollte daher weitere Informationen einholen.

Die Ratingagentur Morgen  & Morgen hat anhand von Unternehmenskennzahlen die Finanzstärke folgende Anbieter von privaten Krankenversicherungen im September 2016 mit Höchstnoten bewertet.

M&M Rating KV-Unternehmen 2016

Legende Sterne
= ausgezeichnet
= sehr gut
= durchschnittlich
= schwach
= sehr schwach

Private Krankenversicherungen: Rating 5 Sterne

Gesellschaft Sterne
Allianz
Alte Oldenburger
Mecklenburgische
Provinzial

Private Krankenversicherungen: Rating 4 Sterne

Gesellschaft Sterne
Debeka
Deutscher Ring
DEVK
HALLESCHE
Inter
LKH
LVM
R+V
Signal

Private Krankenversicherungen: Rating 3 Sterne

Gesellschaft Sterne
ARAG
Central
Concordia
DKV
HanseMerkur
PAX-Familienfürsorge
SDK
Universa

Private Krankenversicherungen: Rating 2 Sterne

Gesellschaft Sterne
AXA
Barmenia
BBKK
Continentale
Gothaer
HUK-COBURG
Münchener Verein
Nürnberger
UKV

Private Krankenversicherungen: Rating 1 Stern

Gesellschaft Sterne
Württembergische

Warum der Anbieter sorgfältig ausgewählt werden sollte

Nun zu einer sehr ärgerlichen Besonderheit die vor allem für langjährig privat Krankenversicherten teuer werden kann. Sobald ein Privatversicherter, aus welchen Gründen auch immer, seinen privaten Krankenversicherer wechseln möchte, verzichtet er womöglich auf die Altersrückstellungen. Wie erwähnt, legen die Versicherer einen Teil der gezahlten Beiträge verzinslich zurück, um die mit zunehmenden Jahren steigenden Krankheitskosten abzufedern. Bei einem Wechsel des Anbieters können Versicherte die Altersrückstellungen oft nur auf Höhe des Basistarifs zum neuen Versicherer mitnehmen. Lassen Sie sich also nicht von einem umsatzorientierten Versicherungsberater unter fadenscheinigen Argumenten zu einem Wechsel der privaten Krankenkasse überreden und ziehen im Zweifelsfall einen zweiten Experten hinzu.

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Private Krankenversicherung für Selbstständige:
Leistung verpflichtet

Gesundheitsprüfung ernstnehmen

Jeder Versicherungsnehmer, jede versicherte Person hat Rechte und Pflichten. Letztere werden von Fachleuten „Obliegenheiten“ genannt. Vorsicht: Wer sie nicht beachtet, setzt seinen Versicherungsschutz aufs Spiel. Zu den wichtigsten Pflichten des künftigen Privatpatienten gehört die vollständige und vor allem wahrheitsgetreue Beantwortung der Gesundheitsfragen vor dem Vertragsabschluss mit der privaten Krankenversicherung. Anhand der Antworten auf die Gesundheitsfragen und auch anderer Kriterien will die private Krankenversicherung das individuelle Leistungsrisiko, das mit dem potenziellen Kunden verbunden ist, möglichst wirklichkeitsnah einschätzen.

Wahrheit bei Vorerkrankungen

Bei den Gesundheitsfragen geht es in der Hauptsache um die Vorerkrankungen  des Antragstellers. Die Analyse des Fragebogens zur gesundheitlichen Verfassung des Antragstellers kann gegebenenfalls dazu führen, dass die private Krankenversicherung Risikozuschläge (individuelle Beiträge ermittelt) vornimmt oder bei bestimmten, bereits bestehenden schwerwiegenden Erkrankungen Leistungen ausschließt. Vorteilhaft und deshalb wichtig für Privatpatienten: Der Tarifwechsel bei derselben privaten Krankenversicherung erfordert keine erneute Gesundheitsprüfung, sofern der Leistungsumfang im neuen Tarif nicht größer oder qualitativ höherwertiger als beim alten Tarif ist. Falls doch, ist eine erneute Gesundheits- und deshalb auch Leistungsprüfung nötig, die allerdings ausschließlich die zusätzlichen Leistungen im neuen Tarif betrifft.

Rückkehr in die gesetzliche Kasse

Als Selbstständiger, der sich weitreichenden Privilegien in der privaten Krankenversicherung gesichert hat, können Sie der privaten Krankenversicherung Adieu sagen und in die gesetzlichen Kassen zurückkehren, zumindest wenn sie noch nicht 55 Jahre alt sind. Sie können etwa Ihre Selbstständigkeit aufgeben, in ein Angestelltenverhältnis wechseln und auf diese Weise Pflichtmitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse werden. Das monatliche Bruttoeinkommen als Angestellter sollte dabei unter der Arbeitsentgeltgrenze von derzeit 4462,50 Euro liegen. Auch wenn Sie sich arbeitslos melden, können Sie wieder wählen. Bei näherem Hinsehen nicht so toll ist eine weitere Alternative. Als Ex-Selbstständiger schlüpfen Sie in die Familienversicherung, sofern Ihr Ehepartner respektive Ihre Ehepartnerin Pflichtmitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist. Vorsicht: In diesem Fall darf Ihr monatliches Einkommen höchstens 415 Euro respektive bei einem Minijob höchsten 450 Euro betragen. Bevor Sie den Schritt zurück wählen, sollten Sie überlegen, ob es andere Möglichkeiten gibt, Beiträge zu drücken.

Tipp für Selbstständige in der privaten Krankenversicherung:

Über 55-Jährige, die länger als zehn Jahre privatversichert sind, können in den Standardtarif wechseln, wenn sie durch die Beiträge in finanzielle Bedrängnis geraten. Sie sichern sich  vergleichbare Leistungen zur gesetzlichen Kasse, zahlen aber derzeit nur 332,64 Euro monatlich.

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