Wissen > > Wohngebäudeversicherung: Das sollten Immobilienbesitzer wissen
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Der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung ist in Deutschland nicht verpflichtend. Statistisch gesehen sind dennoch nahezu alle Wohnimmobilien hierzulande gegen Schäden durch Feuer, Wasser, Sturm und Hagel abgesichert. Oftmals sind sich Versicherte jedoch nicht bewusst, dass bei dieser Art von Versicherung einige Besonderheiten zu beachten sind.

Hagel, Starkregen und andere Naturgewalten können schnell zu verheerenden Schäden an der eigenen Immobilie führen. Da diese meist den größten Teil des Familienvermögens ausmacht, ist eine Wohngebäudeversicherung jedem Hausbesitzer uneingeschränkt zu empfehlen. Versicherte sollten jedoch hinsichtlich Vertragsklauseln und Kündigungsregelungen einige Dinge im Blick haben.

Familie mit Dach über Kopf

Schutz für die eigenen vier Wände

Damit das Eigenheim nicht zur Kostenfalle wird. Wunschdaten eingeben - Versicherung auswählen - Vertrag digital abschließen.

Fünf Tipps für Immobilienbesitzer

  1. In manchen Tarifen sind Überspannungsschäden nicht mitversichert: Die Wohngebäudeversicherung kommt für Überspannungsschäden auf, die durch einen direkten Blitzeinschlag entstehen. Häufig schlägt der Blitz allerdings nicht ins Gebäude selbst ein, sondern in den Boden. Dort kann er auf Stromleitungen übergreifen und auf Umwegen die Elektronik im Haus beschädigen. Insbesondere bei älteren Tarifen zahlen Versicherer nur, wenn die Klausel „Überspannungsschäden“ explizit in den Vertrag aufgenommen wurde.

  2. Die Wohngebäudeversicherung zieht nicht mit um: Eine Wohngebäudeversicherung ist nicht an den Versicherungsnehmer gebunden, sondern an die versicherte Immobilie. Bei einem Eigentümerwechsel besteht der Vertrag dementsprechend weiter. Das soll einen lückenlosen Versicherungsschutz gewährleisten. Der neue Eigentümer hat ein Sonderkündigungsrecht. Dieses kann er ab dem Zeitpunkt der Eintragung im Grundbuch innerhalb eines Monats geltend machen.

  3. Eine außerordentliche Kündigung bei Beitragserhöhungen ist nicht immer möglich: Ändert der Versicherer den Vertrag zum Nachteil des Versicherten, kann dieser grundsätzlich außerordentlich kündigen. Ein solcher Fall wäre beispielsweise eine Beitragserhöhung ohne eine entsprechende Anpassung der Leistungen. Bei Wohngebäude-Policen gibt es allerdings eine Ausnahme: Bei einer gleitenden Neuwertversicherung erhöhen sich die Beiträge meist entsprechend der statistischen Baukostenentwicklung. In diesem Fall sind die höheren Beitrage lediglich auf eine Wertsteigerung der Immobilie zurückzuführen – ein Sonderkündigungsrecht gibt hier es also nicht.

  4. Versicherte müssen im Notfall ihrer Schadensminderungspflicht nachkommen: Im Schadensfall müssen Versicherte – soweit es ihnen möglich ist – Maßnahmen ergreifen, um den Schaden möglichst gering zu halten. So ist es bei einem Wasserrohrbruch beispielsweise notwendig, den Hauptwasserhahn abzudrehen. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss die Kosten, die zusätzlich entstehen, aus eigener Tasche zahlen.

  5. Ist die Immobilie vorübergehend unbewohnbar, zahlen gute Versicherer die Unterbringung im Hotel: Ist die Immobilie aufgrund eines Schadens nicht bewohnbar, müssen sich Versicherte, bis der Schaden behoben ist, eine alternative Unterkunft suchen. Üblich ist die Unterbringung in einem Hotel. Allerdings kommen nicht alle Anbieter für die Kosten auf, die hierdurch entstehen. Versicherte sollten daher prüfen, ob ihr Vertrag die Klausel „Hotelkosten“ beinhaltet.

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