Wissen > > Weltkatzentag: Versicherungsschutz für Stubentiger
© Ermolaev Alexandr/Fotolia

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Katzen sind die mit Abstand beliebtesten Haustiere hierzulande. Die pelzigen Vierbeiner sind allerdings nicht sonderlich kostengünstig: Behandlungen beim Tierarzt kosten schnell mehrere hundert Euro. Zudem können auch Kleintiere wie Katzen kostenintensive Schäden im eigenen Haushalt oder beim Nachbarn verursachen.

13,7 Millionen Katzen leben derzeit in deutschen Haushalten, so Zahlen des Statistikportals Statista. Damit sind die Stubentiger sogar beliebter als Hunde, die hierzulande „als bester Freund des Menschen“ gelten.

Kein Wunder, dass auch die Versicherungswirtschaft Katzenhalter als Kunden für sich entdeckt hat. Anlässlich des heutigen Weltkatzentages haben wir daher unter die Lupe genommen, welchen Risikoschutz Katzenfreunde wirklich benötigen.

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Katzen-OP-Versicherung übernimmt notwendige Eingriffe

Sollte aufgrund einer Verletzung oder einer Krankheit eine Operation notwendig sein, müssen Katzenhalter oft tief in die Tasche greifen. Die Kosten können dabei stark variieren: Je nach Tierarzt kostet etwa die Behandlung eines gebrochenen Beines (inkl. aller Vor- und Nachuntersuchungen) meist zwischen 600 und 1.000 Euro, zeigt ein Vergleich von moneymeets. Zwar gibt die „Gebührenordnung für Tierärzte“ (GOT) grundsätzlich einen Rahmen für die Behandlungskosten vor, allerdings haben die Ärzte dabei einiges an Spielraum. Sie können ihre Preise bis zum Dreifachen des dort veranschlagten Satzes selbst festlegen.

Eine Katzen-OP-Versicherung übernimmt die Kosten medizinisch notwendiger Eingriffe. In der Regel kommt der Versicherer außerdem für folgende Aufwendungen auf:

  • Behandlungen vor einer OP
  • Notwendige Untersuchungen im Rahmen einer OP (z.B. Röntgen, MRT, Blutabnahme)
  • Unterbringungskosten in einer Tierklinik
  • Kosten für Nachuntersuchungen
  • Kosten für Medikamente

Die Höhe des Beitrags hängt insbesondere vom Alter und vom Gesundheitszustand des Vierbeiners ab. Laut dem Verbrauchermagazin Finanztest bewegen sich die jährlichen Kosten für eine Police zwischen 70 und 200 Euro.

Katzenkrankenversicherung: Umfassend, aber teuer

Wer seinen Stubentiger rundum absichern möchte, der kann eine Katzenkrankenversicherung abschließen. Neben den Kosten für medizinisch notwendige Eingriffe kommt der Versicherer meist auch für die ambulante oder stationäre Behandlung kleinerer Verletzungen auf. Manche Tarife beinhalten zudem auch die Kostenübernahme für Vorsorgeuntersuchungen wie Impfungen oder die Behandlung von Parasiten.

Ähnlich wie bei OP-Versicherungen schwanken die Kosten in Abhängigkeit vom Alter und Gesundheit des Vierbeiners deutlich: Die Bandbreite reicht von 170 bis etwa 500 Euro jährlich.

Eigene Privathaftpflicht reicht aus

Im Gegensatz zu größeren Tieren wie Hunden oder Pferden benötigen Katzen keine eigene Haftpflichtversicherung. Schäden, die sie Dritten gegenüber verursachen, sind in der Regel bereits über die Haftpflicht-Police des Halters abgedeckt. Schmeißt die Katze also beispielsweise die teure Vase auf der Terrasse des Nachbarn um, übernimmt der Versicherer die Kosten.

Ausnahmen gibt es jedoch bei langfristigen Schäden – etwa bei Kratzschäden, die die Vierbeiner am Fußboden einer Mietwohnung verursachen. Eine Haftpflichtversicherung übernimmt zwar Schäden, die „plötzlich und spontan“ entstehen, Abnutzung, Verschleiß und übermäßige Beanspruchung bleiben in einigen Tarifen allerdings außen vor.

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Schäden am Hausrat selbst zahlen

Allgemein sind Haustiere wie Katzen zwar über die meisten Hausratversicherungen abgedeckt, allerdings nicht als versichertes Risiko, sondern lediglich als Teil des Hausrates. Die Kostenübernahme für Schäden, die die Vierbeiner an den eigenen Möbeln und Haushaltsgegenständen verursachen, ist daher ausgeschlossen.

Zusätzliche Absicherung nur in wenigen Fällen sinnvoll

Für Katzenhalter ist es durchaus sinnvoll, für Behandlungen und Untersuchungen beim Tierarzt finanzielle Vorkehrungen zu treffen. Allerdings rechnen sich OP- oder Krankenversicherungen nur in wenigen Fällen – etwa, wenn die Katze aufgrund chronischer Erkrankungen häufiger beim Tierarzt behandelt werden muss. Hier gilt es zudem stets zu beachten, bis zu welchem Betrag Versicherer Kosten übernehmen. Meist ist es allerdings ausreichend, regelmäßig etwas Geld für den eigenen Vierbeiner beiseite zu legen, beispielsweise in einem Sparplan.

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