Wissen > > Welche Versicherungen gehören ins Camping-Gepäck?
© VanHope/Fotolia

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Urlaub abseits von Hotel oder Ferienwohnung liegt im Trend: Fast 12 Millionen Deutsche verbringen zumindest gelegentlich ihre freien Tage auf dem Campingplatz. Was gilt es in puncto Versicherungen zu beachten, wenn das Wohnmobil, der Wohnwagen oder das Zelt zum vorübergehenden Wohnsitz werden?

In wenigen Wochen beginnen in den meisten Bundesländern die Sommerferien. In dieser Zeit herrscht auf den Campingplätzen in Deutschland Hochkonjunktur. Laut dem Statistikportal Statista verbringen 1,8 Millionen Bundesbürger ihren Urlaub regelmäßig auf einem der 2.954 Campingplätze hierzulande. Weitere 9,9 Millionen zählen außerdem zu den Gelegenheitscampern, die ihre freien Tage „hin und wieder“ im Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt verbringen.

Die Zahlen zeigen deutlich, dass der Campingurlaub schon längst zum Massenphänomen geworden ist. Viele Menschen sind sich jedoch nicht im klaren darüber, dass diese Art des Reisens auch speziellen Risikoschutz erfordert. Der Bund der Versicherten (BdV) hat deshalb jüngst darüber informiert, welche Versicherungen im Campingurlaub auf keinen Fall fehlen sollten.

Haftpflichtversicherung ist unverzichtbar

Auch im Urlaub ist niemand vor Missgeschicken gefeit. Eine Privathaftpflichtversicherung ist daher Pflicht für verantwortungsbewusste Camper. Gerät beispielsweise das Vorzelt des Nachbarn durch das eigene Grillfeuer in Brand, ersetzt die Versicherung den entstandenen Schaden.

Hausratversicherung greift nur mit Mobildeckung

Wer einen Camping-Urlaub plant, benötigt in der Regel einiges an Gepäck: Kleidung, Geschirr, technisches Equipment, Fahrräder etc. In den eigenen vier Wänden sind diese Gegenstände durch die Hausratversicherung abgesichert, doch im Camping-Urlaub greift die Police grundsätzlich nicht. Die meisten Hausrat-Tarife beinhalten zwar eine Außenversicherung, diese zahlt allerdings nur bei Schäden, die in einem Hotel oder einem vergleichbaren Gebäude entstehen. Mobile Unterkünfte wie Wohnmobile sind dabei außen vor.

Einige Versicherer bieten mittlerweile Tarife mit einer sogenannten „Mobildeckung“ an, um diese Lücke zu schließen. Dieser Vertragszusatz gewährleistet, dass der Hausrat auch bei vorübergehender Unterbringung im Wohnwagen oder Wohnmobil abgesichert ist. Alternativ können Urlauber auch eine Inhaltsversicherung für Reisefahrzeuge oder eine Camping-Versicherung abschließen. „Der Versicherungsschutz besteht dann meist gegen Beschädigung, Verlust oder Zerstörung, unter anderem durch Brand, Sturm, Überschwemmung, Diebstahl und Raub“, erklärt Bianca Boss, Pressesprecherin des BdV.

Wohnzimmer mit Couch und Stehlampe

Zu Hause rundum abgesichert

Günstiger Schutz für Ihr Hab und Gut: Wunschdaten eingeben - Versicherung auswählen - Vertrag digital abschließen.

Fahrrad zusätzlich absichern

Viele Camping-Urlauber nutzen ihre freien Tage bevorzugt für ausgiebige Touren mit dem Fahrrad. Im Alltag ist das Zweirad zumindest teilweise über die Hausrat-Police mitversichert, auf Reisen drohen jedoch Deckungslücken. Für teure und hochwertige Modelle ist daher eine Fahrradversicherung empfehlenswert. Diese zahlt dann nicht nur, wenn Diebe das Rad entwenden, sondern oft auch bei Vandalismus oder Schäden durch Stürze.

Kasko für das Wohnmobil?

Eine Haftpflichtversicherung ist für Wohnmobilbesitzer – ähnlich wie es beim PKW der Fall ist – obligatorisch, sonst darf das Gefährt nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Darüber hinaus haben Urlauber die Wahl zwischen einer Teil- oder Vollkaskoversicherung für ihr Wohnmobil. Der Teilkaskoschutz deckt unter anderem Schäden durch Brand, Diebstahl oder Elementarschäden ab. Wer sich zusätzlich gegen selbstverschuldete Unfälle oder Vandalismus absichern möchte, ist mit einem Vollkasko-Tarif gut beraten.

Bei einem Wohnwagen gestaltet sich die Situation etwas anders: Dieser gilt als Anhänger und nicht als eigenständiges Fahrzeug. Trotzdem benötigen Urlauber sowohl für den PKW, der als Zugfahrzeug dient, als auch für den Wohnwagen selbst eine separate Haftpflicht-Police. Die meisten Versicherer bieten daher spezielle Anhänger- oder Wohnwagenversicherungen an.

Zusätzliche Versicherungen im Ausland

Auch wer die Ferien im Ausland verbringt, etwa auf einem der unzähligen Camping-Plätze in den Niederlanden, benötigt zusätzlichen Versicherungsschutz. Erfordert ein Unfall im Urlaub medizinische Versorgung oder gar den Rücktransport nach Deutschland, kann eine Auslandskrankenversicherung Gold wert sein. Sinnvoll ist für Urlauber auch eine private Unfall-Police. In der Freizeit – und somit auch im Urlaub – greift die gesetzliche Unfallversicherung nämlich nicht.

Joggerin mit Wadenkrampf

In der Freizeit auf der sicheren Seite

Sinnvoller Schutz für Hobby-Sportler: Wunschdaten eingeben - Versicherung auswählen - Vertrag digital abschließen.

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