Wissen > > Vermögensaufbau: Die goldenen Regeln für Privatanleger
© Andrey Popov/Adobe Stock

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Mit kleinen Summen ein Vermögen aufzubauen, erfordert nicht nur ausreichend Zeit, sondern auch ein planvolles Vorgehen. Wer sich klare Ziele setzt, Risiken klug verteilt und Kosten optimiert, hat gute Chancen, dieses Ziel auch zu erreichen.

Laut einer Studie von Capgemini leben in Deutschland derzeit 1,37 Millionen Vermögensmillionäre. Als Millionäre definiert die französische Unternehmensberatung in diesem Kontext alle Menschen, die ein frei investierbares Vermögen von mehr als einer Million Euro besitzen. Nicht berücksichtigt werden selbst genutzte Immobilien, Sammlungen und Verbrauchsgegenstände.

Die meisten Menschen, die es zu einem solchen Millionenvermögen gebracht haben, mussten sich dieses über viele Jahre sukzessive aufbauen. Wir haben daher einige wichtige Regeln zusammengestellt, die Einsteigern helfen, ihren Vermögensaufbau erfolgreich in Angriff zu nehmen.

1. Eiserne Reserve für Notfälle aufbauen

Wer mit kleinen Beträgen auf lange Sicht ein Vermögen aufbauen möchte, muss kontinuierlich investieren. Das bindet finanzielle Ressourcen, die an anderer Stelle nicht mehr verfügbar sind. Vorausschauende Anleger sollten deswegen sicherstellen, dass sie eine ausreichende Liquiditätsreserve für finanzielle Engpässe besitzen.

Experten empfehlen, immer mindestens drei Monats-Nettoeinkommen schnell verfügbar auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto bereitzuhalten. Zudem gilt es zu beachten, dass bei Familien mit Kindern deutlich häufiger ungeplante Ausgaben anfallen als bei Singles. Aus diesem Grund sollte für jedes Kind im Haushalt zusätzlich Geld zur Seite gelegt werden.

2. Konkrete Ziele setzen

Die meisten Menschen benötigen greifbare Ziele, um sich langfristig zum Vermögensaufbau zu motivieren. Daher ist es hilfreich, vorab zu formulieren, wofür das angesammelte Kapital in späteren Jahren genutzt werden soll und welche Summe dafür notwendig ist.

3. Anlagehorizont definieren

Jeder Anleger sollte sich, bevor er mit dem Aufbau seines Portfolios beginnt, darüber im Klaren sein, über welchen Zeitraum er sein Geld investieren möchte. Das ist eines der entscheidenden Kriterien für die Auswahl der passenden Anlageform.

Grundsätzlich gilt: Wer sein Vermögensziel erst in vielen Jahren erreichen möchte, kann höhere Risiken eingehen und vermehrt in renditestarke Anlageklassen wie Aktien investieren. Bei einem kürzeren Anlagehorizont hingegen sind schwankungsärmere Anlageformen sinnvoller.

4. Risikoeinstellung berücksichtigen

Neben dem zeitlichen Aspekt ist auch die eigene Risikoeinstellung bei der Wahl der passenden Anlageform zu berücksichtigen. Konservative Anleger, denen schon moderate Kursrückgänge Kopfzerbrechen bereiten, sollten sich grundsätzlich für eine geringere Aktienquote entscheiden. Wer hingegen bereit ist, für höhere Chancen auch Verluste zu akzeptieren, kann auch riskantere Werte wie Schwellenländeraktien beimischen.

5. Risiken breit streuen

„Lege nie alle Eier in einen Korb.“ Diese bekannte Börsenweisheit sollten Anleger stets berücksichtigen. Wer sein Portfolio clever diversifiziert, senkt dessen Gesamtrisiko und erhöht gleichzeitig das Rendite-Potential. Die Streuung des Kapitals kann unter anderem nach folgenden Gesichtspunkten erfolgen:

  • Diversifikation nach Assetklassen: Eine Verteilung auf verschiedene Assetklassen ist sinnvoll, weil sich viele Märkte gegenläufig entwickeln. Das ist etwa bei Aktien- und Anleihemärkten der Fall. Bei steigendem Zinsniveau werden Anleihen für Anleger attraktiver und Aktien verlieren an Anziehungskraft. Das führt dazu, dass die Anleihekurse tendenziell steigen und die von Aktien sinken. Ein sinkendes Zinsniveau hingegen kommt Aktionären zugute.

  • Diversifikation nach Branchen: Mit einer branchenübergreifenden Streuung sichern sich Anleger gegen Probleme in einzelnen Wirtschaftssegmenten ab. Die kritische Auseinandersetzung mit der Nutzung fossiler Rohstoffe ist beispielsweise für die Hersteller umweltfreundlicher Technologien von Vorteil.

  • Diversifkation nach Ländern und Regionen: Wer sein Geld auf verschiedene Länder bzw. Regionen verteilt, profitiert von positiven Entwicklungen rund um den Globus. Wer hingegen eingleisig fährt und beispielsweise nur in deutsche Werte investiert, muss mit hohen Verlusten rechnen, wenn die Wirtschaft hierzulande in einer Krise steckt.

Anleger, die sich ihr Portfolio Schritt für Schritt aufbauen, können eine breite Diversifikation am einfachsten mit Fonds erreichen. Für eine Verteilung über verschiedene Assetklassen sind Mischfonds empfehlenswert. Wer vorrangig nach Branchen, Ländern oder Regionen diversifiziert, kann auf entsprechend investierende Aktien- oder Rentenfonds zurückgreifen.

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6. Diszipliniert bleiben

Geld, das einmal investiert wurde, sollte über den den gesamten Anlagehorizont hinweg investiert bleiben. Anleger sollten es daher vermeiden, ihr angespartes Kapital für spontane Wünsche wie einen Kurzurlaub oder ein neues Smartphone auszugeben. Das erfordert ein hohes Maß an Disziplin, aber letztlich sollte das langfristige Ziel immer Vorrang gegenüber kurzfristigen Bedürfnissen haben.

7. Gebühren auf das Nötigste reduzieren

Für jeden Kauf oder Verkauf eines Finanzproduktes fallen Gebühren an. Dazu zählen die Transaktionsgebühren der Depotbank und des jeweiligen Handelsplatzes, Ausgabeaufschläge bei Fonds und die Gebühren für die Führung des Depots. Diese Kosten können die Rendite erheblich mindern. Wer effektiv sparen will, für den sind Depots bei Online-Banken empfehlenswert. Diese können viele Leistungen kostenfrei oder gegen deutlich geringere Gebühren anbieten, weil sie beispielsweise auf ein teures Filialnetz verzichten.

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8. Ausschüttungen reinvestieren

Anleger, die sich den Zinseszinseffekt zunutze machen, können ihren Vermögensaufbau enorm beschleunigen. Er entsteht dadurch, dass sich das bereits vorhandene Kapital verzinst und die daraus erwirtschafteten Erträge – sofern sie wieder angelegt werden – weitere Zinsen generieren. Mathematisch betrachtet ergibt sich dadurch ein exponentieller Anstieg des investierten Kapitals.

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