Wissen > > Reform der Lebensversicherung: Erfolg oder nicht?
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Altersvorsorge mit Renten- oder Lebensversicherung wieder denkbar?

„Reform der Lebensversicherung ist gelungen“ – so betitelt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) seinen Beitrag zum aktuellen Evaluationsbericht des Bundesfinanzministeriums. Das Magazin „Versicherungswirtschaft heute“ hingegen hat Bedenken: „34 Lebensversicherern drohen finanzielle Probleme.“ Offensichtlich gehen die Meinungen über den Erfolg der Reform auseinander.

Der GDV vertritt die Position der Versicherungswirtschaft und bewertet die Änderungen durch das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) als Erfolg. So seien aufgrund des Gesetzes etwa die Abschlusskosten für Neuverträge um zwanzig Prozent gesunken – und das komme vor allem den Sparern zugute. Die Journalisten von „Versicherungswirtschaft heute“ sehen die aktuelle Situation kritischer und verweisen auf die sinkenden Überschüsse zugunsten der Versicherten.

Niedrige Zinsen: Achillesferse der Lebensversicherer

Als Reaktion auf die Verwerfungen der letzten Wirtschaftskrise haben die EZB und andere wichtige Zentralbanken die Leitzinsen deutlich gesenkt – oft auf null Prozent. Seitdem erwirtschaften die Lebensversicherer deutlich geringere Gewinne. Das Geschäftsmodell der Branche ist akut bedroht. Um sowohl die Versicherer als auch die Verbraucher vor den negativen Folgen der anhalten Niedrigzinsphase zu schützen, verabschiedete die Bundesregierung im Sommer 2014 das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG).

Dieses Gesetz hat unter anderem die Abschlusskosten für Neuverträge verringert und Sparer so entlastet. Zudem sorgt eine Ausschüttungssperre für Sicherheit: Die Aktionäre der Versicherer dürfen nur dann eine Dividende erhalten, wenn ausreichend hohe Rückstellungen für zugesagte Garantien vorhanden sind. Hohe Verwaltungskosten und die niedrigen Zinsen fordern aber noch immer ihren Tribut.

40 Prozent der Lebensversicherer unter intensivierter Aufsicht

34 von 84 Lebensversicherern seien von finanziellen Schwierigkeiten bedroht, zitiert „Versicherungswirtschaft heute“ aus dem Evaluationsbericht. Die betroffenen Unternehmen stünden bereits unter „intensivierter Aufsicht“ der Finanzbehörden. Der Neuabschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder einer artverwandten Rentenversicherung erscheint damit deutlich risikobehafteter als noch vor der Wirtschaftskrise.

Fondssparplan als Alternative zur Altersvorsorge

Wer monatlich Geld fürs Alter zurücklegen möchte, für den ist ein Fondssparplan deutlich attraktiver als eine klassische Kapitallebensversicherung. Der Garantiezins der Lebensversicherer liegt 2018 bei mageren 0,9 Prozent. Damit lässt sich derzeit nicht einmal die Inflation ausgleichen. Ein Fondssparplan garantiert zwar keine festen Zinsen, insbesondere bei langen Laufzeiten bietet er deutlich bessere Chancen auf eine hohe Rendite als Lebensversicherungen.

Kosteneffiziente Geldanlage

Bei Lebens- und Rentenversicherungen verzinst sich nur der Sparteil der monatlichen Beiträge. Im Branchenschnitt sind das etwa 80 Prozent der Beiträge. Bei Fondssparplänen wird hingegen die komplette Sparrate angelegt. Beim Kauf über eine der moneymeets-Partnerbanken zahlen Sparer zudem keine Ausgabeaufschläge. Das ist aber noch nicht alles: Zusätzlich winken halbjährlich Cashbacks von bis zu 66 Prozent der Bestandsprovision.

Geld bei Bedarf sofort verfügbar

Ein großer Vorteil von Fondssparplänen gegenüber kapitalbildenden Lebensversicherungen, besteht darin, dass das angelegte Geld flexibel verfügbar ist. Sparer können ihre Fondsanteile innerhalb eines Handelstages zum jeweils gültigen Anteilspreis veräußern. Es gilt dabei weder eine Mindestlaufzeit noch eine Kündigungsfrist zu beachten.

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