Noch bis zum Aschermittwoch am 6. März können die Jecken in den Karnevals-Hochburgen Deutschlands ausgelassen feiern. Einige Versicherer bieten inzwischen Unfallversicherungen mit zeitlich begrenztem Schutz an, die Karnevalisten gegen die finanziellen Folgen unerwünschter Zwischenfälle absichern sollen. Diese sind allerdings meist vergleichsweise teuer und schützen nur unzureichend.

Insbesondere zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch sorgt die Kombination aus großen Menschenmassen und viel Alkohol für ein erhöhtes Unfallpotential. Das haben auch die deutschen Versicherer erkannt: Einige von ihnen bieten sogenannte „Kurzzeit-Policen“ an, mit denen sich Verbraucher gegen die Risiken verschiedener Großereignisse absichern können.

Zu finden sind solche zeitlich begrenzten privaten Unfallversicherungen unter Namen wie „Jeckenschutz“ oder „Faschingsschutz“. Angesichts der sehr eingeschränkten Leistungen und der vergleichsweise hohen Beiträge entpuppen sich die meisten dieser Angebote jedoch schnell als Mogelpackung.

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Teure und mangelhafte Absicherung

Für einen Beitrag von etwa sechs Euro können sich Karnevalisten für 24 Stunden gegen die Folgen von Unfällen bei Karnevalsveranstaltungen absichern. Auf ein Jahr hochgerechnet würde eine solche Versicherung 2.190 Euro kosten – ein stattlicher Preis für eine Unfallversicherung.

Die hohen Beiträge sind allerdings nicht der einzige Mangel der Karnevals-Policen. Die meisten Versicherer setzen zudem viel zu geringe Summen für den Invaliditäts- und Todesfallschutz an: Häufig liegt die Invaliditätssumme bei 50.000 Euro, im Todesfall erhalten Angehörige maximal 10.000 Euro.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund eines Unfalls reichen 50.000 Euro kaum aus, um etwa den behindertengerechten Umbau des eigenen Zuhauses zu finanzieren. Zudem gilt es immer zu bedenken, dass Versicherte – abhängig von der Schwere der Verletzung – in vielen Fällen nur einen Teil dieser Summe erhalten. Wie viel Prozent der Invaliditätssumme fällig werden, ist in der sogenannten Gliedertaxe festgelegt. Sie dient allgemein der Beurteilung des Invaliditätsgrades in der Unfallversicherung. Beim Verlust eines Beines (bis unterhalb des Knies) zahlt der Versicherer beispielsweise 50 Prozent der vereinbarten Invaliditätssumme.

Besser vollwertige Unfallversicherung abschließen

Eine Unfallversicherung mit besseren Leistungen – die zudem das ganze Jahr über gilt – kostet deutlich weniger als der temporäre Schutz für die Karnevalstage.

Der Bund der Versicherten empfiehlt eine Invaliditätssumme von mindestens 100.000 Euro und zusätzlich die Vereinbarung einer Progression zwischen 225 und 350 Prozent. Mit dieser steigen die Leistungen ab einem bestimmten Invaliditätsgrad überproportional. Vereinbart der Versicherte beispielsweise eine Invaliditätssumme von 100.000 Euro und eine Progression von 350 Prozent, erhält er im Fall der Vollinvalidität 350.000 Euro. Für einen Single, der keiner körperlichen Tätigkeit nachgeht, ist eine Absicherung in diesem Umfang bereits ab rund 60 Euro jährlich erhältlich. Auf den Tag runter gerechnet entspricht das einem Beitrag von 0,16 Euro, also weniger als drei Prozent des Betrags, der für den Karnevals-Unfallschutz fällig wäre.

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