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Die fünfte Jahreszeit ist wieder im vollen Gange: In den Karnevalshochburgen Deutschlands haben die feiernden Jecken die Straßen derzeit fest im Griff. Um feierwütige Karnevalisten gegen unerwünschte Zwischenfälle abzusichern, bieten immer mehr Versicherer spezielle Unfallversicherungen mit zeitlich begrenztem Schutz an. Diese sind allerdings meist recht teuer und schützen nur unzureichend.

Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch sorgt die Kombination aus großen Menschenmassen und reichlich Alkohol für ein deutlich erhöhtes Unfallpotential. Das scheinen auch die deutschen Versicherer erkannt zu haben: Immer mehr von ihnen bieten sogenannte „Kurzzeit-Policen“ an, mit denen sich Feierwütige gegen die Risiken verschiedener Großereignisse absichern können.

Zu finden sind solche zeitlich begrenzten privaten Unfallversicherungen unter Namen wie „Jeckenschutz“ oder „Faschingsschutz“. Was im ersten Moment noch sinnvoll klingen mag, entpuppt sich in Anbetracht der teilweise sehr eingeschränkten Leistungen der Versicherer und der vergleichsweise hohen Kosten schnell als Mogelpackung.

Kostspielige Absicherung

Mit einem Beitrag von rund sechs Euro können sich Karnevalisten für 24 Stunden gegen die Risiken des jecken Treibens absichern. Aufs Jahr hochgerechnet würde diese Versicherung 2.186 Euro kosten – ein stattlicher Preis für eine Unfallversicherung.

Zu geringer Leistungsumfang

Die hohen Beiträge sind allerdings nicht der einzige Mangel der Karnevals-Policen. Die meisten Versicherer setzen viel zu geringe Summen für den Invaliditäts- und Todesfallschutz an: Oft liegt die maximale Invaliditätssumme bei 50.000 Euro, im Todesfall müssen sich Angehörige meist mit Zahlungen von rund 10.000 Euro begnügen.

Bei dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen reichen 50.000 Euro kaum aus, um etwa den behindertengerechten Umbau des eigenen Zuhauses zu finanzieren. Zudem gilt es immer zu bedenken, dass Versicherte – abhängig von der Schwere der Verletzung – in vielen Leistungsfällen nur eine Teilsumme erhalten. Wie viel Prozent der Invaliditätssumme fällig werden, hängt von der Gliedertaxe ab. So zahlen Versicherer beispielsweise beim Verlust eines Beines 70 Prozent der vereinbarten Summe.

Besser vollwertige Unfallversicherung abschließen

Eine Unfallversicherung mit besseren Leistungen – die obendrein das ganze Jahr über gilt – ist auch für deutlich geringere Summen zu haben.

Experten empfehlen eine Invaliditätssumme von mindestens 100.000 Euro und zusätzlich die Vereinbarung einer Progression. Mit dieser steigen die Leistungen ab einem bestimmten Invaliditätsgrad überproportional. So erhält ein Versicherter bei vereinbarten 100.000 Euro Invaliditätssumme und einem Progressionsfaktor von 350 Prozent im Fall der Vollinvalidität satte 350.000 Euro.

Ein Vergleich von moneymeets zeigt: Ein Single, der nicht körperlich tätig ist, kann sich bereits ab ca. 70 Euro jährlich in der Unfallversicherung mit einer Invaliditätssumme von 100.000 Euro und einer Progression von 350 Prozent absichern. Auf den Tag runter gerechnet entspricht das einem Beitrag von gerade einmal 0,19 Euro, also nur rund drei Prozent des Betrags, der für den Karnevals-Unfallschutz fällig wäre.

Bestehende Police checken

Wer bereits über eine private Unfallversicherung verfügt, sollte in jedem Fall prüfen, inwieweit er mit seiner Police umfassend abgesichert ist.

Mit dem moneymeets-Vertrags-Check können Versicherte kostenlos und unabhängig die Qualität ihres Versicherungstarifs prüfen und ihn mit den Spitzenprodukten am Markt vergleichen. Mit nur wenigen Klicks erhalten sie eine umfangreiche Auswertung auf Basis von mehr als 200 Leistungskriterien.

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