Wissen > > Die Renteninformation: Post für zukünftige Ruheständler
© AntonioDiaz

© AntonioDiaz

Derzeit erhalten Millionen von Erwerbstätigen von der Deutschen Rentenversicherung ihre individuelle Renteninformation. Für viele Versicherte werfen die Angaben zu den verschiedenen Rentenansprüchen jedoch mehr Fragen auf, als sie beantworten.

In diesen Tagen erhalten rund 31 Millionen Versicherte Post von der Deutschen Rentenversicherung. Jedes Jahr – in der Regel zwischen April und Mai – versendet diese die sogenannte Renteninformation. Sie weist für jeden Beitragszahler die Höhe der voraussichtlichen Regelaltersrente und einer möglichen Erwerbsminderungsrente aus.

Wer mindestens 27 Jahre alt ist und bereits fünf Jahre lang Beiträge geleistet hat, erfährt so, wie es um die zukünftige gesetzliche Rente bestellt ist.

Wie lese ich meine Renteninformation?

Die Renteninformation enthält Angaben zum voraussichtlichen Renteneintritt des Versicherten sowie zu dessen Rentenansprüchen. Die Berechnung der Rentenbeträge lässt sich dabei in drei Teile gliedern:

  • Die Rente wegen voller Erwerbsminderung
  • Der derzeitige Rentenanspruch
  • Der Rentenanspruch bei gleichbleibendem Einkommen

Rente wegen voller Erwerbsminderung

Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig werden, haben einen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zum einen müssen sie vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit mindestens fünf Jahre lang versichert gewesen sein. Außerdem müssen sie innerhalb dieses Zeitraumes mindestens drei Jahre lang Beiträge geleistet haben.

Die Renteninformation zeigt den Betrag, den die Deutsche Rentenversicherung monatlich zahlen würde, wenn die Arbeitsunfähigkeit zum Erstellungstermin der Renteninformation einträte.

Einen Anspruch auf den vollen Betrag haben jedoch nicht alle Versicherten: Als voll erwerbsunfähig gelten nur diejenigen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können – egal in welcher Tätigkeit. Diesen Menschen steht die Erwerbsminderungsrente in voller Höhe zu. Wer hingegen noch in der Lage ist, zwischen drei und sechs Stunden am Tag zu arbeiten, erhält nur 50 Prozent des Betrags.

Derzeitiger Rentenanspruch

Jeder Versicherte erwirbt durch seine Beitragszahlungen sogenannte Entgeltpunkte, die auf das eigene Rentenkonto fließen. Ein Erwerbstätiger, der ein Jahr lang das Brutto-Durchschnittseinkommen aller Versicherten verdient (derzeit 37.873 Euro), erhält für diesen Zeitraum einen Entgeltpunkt. Ein Punkt entspricht in Westdeutschland einer monatlichen Rente von 31,03 Euro und in den neuen Bundesländern 29,69 Euro (Stand: 2018). Je mehr Entgeltpunkte Versicherte also sammeln, umso höher fällt auch ihre Rente aus.

Anhand dieser Werte prognostiziert die Deutsche Rentenversicherung, wie hoch die Altersrente des Versicherten ausfiele, wenn nur die bisherigen Beiträge berücksichtigt würden.

Rentenanspruch bei gleichbleibendem Einkommen

Zuletzt zeigt die Renteninformation, wie hoch die voraussichtliche Rente ist, wenn der Versicherte bis zum Renteneintritt arbeitet. Zur Berechnung des ausgewiesenen Betrags unterstellt die Rentenversicherung, dass bis dahin jedes Jahr Beiträge fließen, die dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entsprechen.

Der Rentenanspruch kann aufgrund zukünftiger Rentenanpassungen seitens der Politik aber auch höher ausfallen. Daher weist die Deutsche Rentenversicherung zusätzlich aus, wie hoch die Rente wäre, wenn sie jährlich um ein oder zwei Prozent stiege. Die Inflation wird dabei allerdings nicht berücksichtigt.

Vorsicht: Die Renteninformation weist in allen drei Positionen lediglich die Brutto-Rentenzahlungen aus. Von den genannten Beträgen müssen Versicherte Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern zahlen. Eine Musterauskunft der Deutschen Rentenversicherung finden Interessierte hier.

Privat vorsorgen im Zinstief

Bei den meisten Menschen klafft zwischen dem derzeitigen Einkommen und dem zukünftigen Rentenanspruch ein großes Loch – die Rentenlücke. Wer später in der Lage sein möchte seinen Lebensstandard zu halten, der kommt nicht umher, privat vorzusorgen.

Klassische Kapitallebensversicherungen oder Riester-Verträge sind im Dauer-Zinstief wenig attraktiv, wenn es darum geht, Kapital für den Ruhestand anzusparen. Eine ideale Lösung für Menschen, die sich nicht mit einem Garantiezins von 0,9 Prozent zufrieden geben möchten, sind deswegen Investmentfonds.

Wer Stück für Stück Kapital ansparen möchte, der kann dafür einen Fondssparplan nutzen. Solche Investments sind in der Regel schon ab 25 Euro regelmäßiger Einzahlung möglich. Anleger können jederzeit ihre Rate erhöhen, senken oder sogar ganz aussetzen und so flexibel auf Änderungen ihrer finanziellen Situation reagieren.

Bei größeren Einmal-Investments hingegen gilt es abzuwägen: Für Erfahrene Anleger bietet es sich an, selbst zu entscheiden, welche Titel für das eigene Fonds-Portfolio infrage kommen. Einsteiger können alternativ auf eine individuelle Vermögensverwaltung setzen und ihr Geld von Profis anlegen lassen. Auf dem moneymeets Marktplatz für professionelle Anlagestrategien ist das schon ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro möglich.

moneymeets-Tipp: Über die Partnerbanken von moneymeets können Sie mehr als 22.000 Fonds und über 6.500 Fondssparpläne ohne Ausgabeaufschlag erwerben. Diese Gebühr kann sonst bis zu fünf Prozent der Anlagesumme ausmachen. Außerdem winken Ihnen Jahr für Jahr exklusive Cashbacks von bis zu 66 Prozent der Bestandsprovision. Erfahren Sie hier mehr.

Screenshot Anlagestrategie Detailansicht

Welcher Anlegertyp sind Sie?

Unser Marktplatz für professionelle Anlagestrategien bietet für jeden Anleger die passende Strategie. Starten Sie Jetzt Ihre eigene Vermögensverwaltung.

Erstellt am:

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Testen Sie unseren kostenlosen Newsletter – und verpassen Sie keine Tipps rund um Ihre Finanzen & Versicherungen.