Wissen > > profinnet-Chef im Interview: „12.000 Wertpapiere in einer Strategie“
© profinnet OHG

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profinnet bietet auf dem neuen Marktplatz für professionelle Anlagestrategien von moneymeets Langfristanlegern zwei innovative Strategien für eine fondsbasierte Vermögensverwaltung an. Die etwas risikoreichere Strategie pfn-Wachstum und die ausgewogene Variante pfn-Balance. profinnet-Geschäftsführer Dieter Roth, erläutert die Anlagephilosophie - und ihre wissenschaftlichen Hintergründe.

Herr Roth, wer steckt hinter profinnet?

Dieter Roth: Unser Expertenteam besteht aus drei Personen mit mehr als 25 Jahren Erfahrung auf dem Finanzmarkt plus dem Know-how unseres Vermögensverwalters Reuss Private Deutschland. Unsere Tätigkeitsfelder reichten von der Endkundenberatung bis hin zur Beratung des Assetmanagements verschiedener Dachfonds. Ich habe immer mit Privatkunden zu tun gehabt und weiß: Der Kunde muss seine Vermögensverwaltung verstehen, nicht nur der Berater (zum Kurzprofil).

Mit pfn-Wachstum und pfn-Balance bieten Sie auf dem neuen Marktplatz von moneymeets zwei fondsbasierte Varianten an, an denen sich Anleger ab 10.000 Euro Einsatz beteiligen können. Was zeichnet Ihre Anlagestrategien aus?

Roth: Meiner Erfahrung nach wollen Kunden verständliche, kostengünstige und transparente Anlageprodukte, die eine marktgerechte Rendite erzielen. Und genau das bietet unser Ansatz. Bei uns wird je nach Risikobereitschaft des Kunden nur in Aktien und Anleihemärkte investiert. Wir verzichten ganz bewusst auf komplizierte und auf Spekulationen beruhende Produkte wie Zertifikate, Hebelprodukte und andere Derivate.

Sie investieren also nur in Aktien und Anleihen. Wonach richtet sich die Aufteilung des Vermögens auf diese Anlageklassen?

Roth: Die Gewichtung von Aktien und Anleihen richtet sich nach den jeweiligen Risikoklassen der Kunden. Wenn jemand also beispielsweise eine 50/50-Aufteilung bevorzugt, wird das Portfolio immer wieder daran angepasst.

Und was ist mit Marktentwicklungen? So sind auf vielen Bond-Märkten die Renditeaussichten sehr niedrig. Sollten die Zinsen steigen, kann es sogar zu Verlusten kommen. Ergibt es hier nicht Sinn, die Gewichtung von Anleihen zu senken?

Roth: Grundsätzlich richtet sich die Gewichtung von Aktien und Anleihen zwar nach der Risikoklasse der Strategie. Und wir fühlen uns für die Einhaltung des gewählten Risikos verantwortlich, daher passt ein kontinuerliches Rebalancing der pfn-Strategien an die gewählten Quoten an. Doch die Aktienquote des Balance-Portfolios liegt nicht bei statischen 50 Prozent, sondern kann je nach Marktlage zwischen 35 und 65 Prozent variieren. Zudem gibt es eine taktische Asset Allocation, wo der Anteil von klein- und großkapitalisierten Aktien sowie der wert- und wachstumsorientierten Ausrichtung ausbalanciert wird.

Womit können Kunden langfristig bei Ihrer Strategie rechnen?

Roth: Sie werden von mir keine voraussichtlichen Renditen hören! Wir arbeiten prognosefrei. Vorahnungen und Marktgefühle spielen bei uns keine Rolle. Denn die pfn-Strategien setzen die Erkenntnisse der Finanzwissenschaft in reale Geldanlagen um. Ein innovatives Portfoliodesign und ein kostengünstiger Handel sind zwei wichtige Gründe, die für diese Strategien sprechen. Das Ziel ist, durch den wissenschaftlichen Ansatz und die Effizienz der Kapitalmärkte für eine verlässliche Wertschöpfung zu sorgen.

Screenshot Anlagestrategie Detailansicht

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Sie setzen wissenschaftliche Erkenntnisse in Strategien um?

Roth: Ja. So zeigen wissenschaftliche Studien, dass substanzstarke Aktien, die der wertorientierte oder Value-Ansatz bevorzugt, auf lange Sicht die Nase vorn haben. Daher sind wir value-orientiert. Zudem haben wir einen Schwerpunkt bei kleinkapitalisierten Aktien. Hier liegt zwar das Risiko etwas höher, doch die Kurschancen sind bei Titeln mit niedrigem Börsenwert deutlich höher als bei multinationalen Konzernen. So kann sich der Marktwert von Siemens nicht so ohne weiteres vervielfachen. Aktien von Mittelständlern haben hingegen ein solches Potenzial. Zudem setzen wir auf eine äußerst breite Diversifikation, um Risiken zu streuen. Viele Studien haben zudem gezeigt, dass Markettiming nicht funktioniert. Es ist also nicht möglich, immer zum optimalen Zeitpunkt einzusteigen. Rendite entsteht daher bei uns nicht aus kurzfristigen Spekulationen.

Welche konkreten Vorteile bieten die pfn-Strategien beim Risiko?

Roth: Vor allem die breite Streuung reduziert die Risiken und erhöht somit die Chancen. Die pfn-Anlagephilosophie stellt daher nicht einzelne Wertpapiere in den Mittelpunkt, sondern denkt in ganzheitlichen Portfolios. Unsere Anleger erhalten ein Portfolio, das aus 9.000 bis 12.000 Einzeltiteln besteht.

12.000 Titel – das ist ja enorm! Der Euro Stoxx 50 bildet die Wertentwicklung von 50, der Dax von 30 Aktien nach! Wie bilden Sie das denn konkret ab?

Roth: Aktuell investieren wir in Fonds des US-Fondshauses Dimensional Funds Advisors, das seine Produkte hierzulande nur Großanlegern anbietet. Sie verwalten so genannte Anlageklassenfonds. Diese Produkte bilden einen Markt mit oft tausenden Einzeltiteln in seiner Gesamtheit nach – keine Ausschnitte daraus. Der Emerging Market Value Fund investiert beispielsweise in etwa 2.000 Papiere. Der Europa-Fonds von Dimensional hält immerhin 150 Einzeltitel und nicht nur 50 wie ETFs auf den Euro Stoxx 50. Die breitere Streuung ist auch der wesentliche Unterschied zu ETFs.

…und im Gegensatz zu aktiven Fonds gehen Sie keine aktiven Wetten auf die Märkte ein.

Roth: Genau, wir arbeiten nicht prognosegetrieben. Denn wissenschaftlichen Studien zufolge ist Markettiming nicht möglich. Zudem zeigt die Statistik, dass nur wenige aktive Fondsmanager auf lange Sicht regelmäßig einen Mehrertrag gegenüber ihrer Benchmark generieren.

Beschränken Sie sich auf Fonds dieses Anbieters oder was werden Sie tun, wenn Sie mal kein gutes Produkt in einem wichtigen Marktsegment finden?

Roth: Aktuell passen die Dimensional Funds perfekt zu unserer Anlagephilosophie. Die Gesellschaft wurde von Nobelpreisträgern gegründet und verwaltet in den USA zig Milliarden Euro. Die Fonds streuen Risiken sehr breit und arbeiten nicht prognosegetrieben. Aber wir schauen uns natürlich den Fondsmarkt ständig an und können gegebenenfalls auch andere Fonds wählen.

In wie viele Fonds sind die pfn-Strategien jeweils investiert?

Roth: Aktuell halten die Strategien je sieben Fonds, die wiederum die Wertentwicklung von tausenden Wertpapieren abbilden. Diese breite Diversifikation ist meines Wissens einzigartig.

Gibt es Kostenvorteile?

Roth: Die Fondskosten der Kapitalanlagegesellschaft sind sehr niedrig. Sie liegen zwischen 0,2 bis 0,6 Prozent. In den Strategien liegen sie im Durchschnitt bei 0,4 Prozent.

Wie sieht Ihr idealer Kunde aus?

Roth: Aus zahlreichen Gesprächen mit Kunden wissen wir, dass es für Sparer eine große Hürde ist, den ersten Schritt aus Sparbuch, Festgeld- oder Tagesgeldkonten zu gehen. Mit den pfn-Strategien haben wir eine Anlage konzipiert, bei der wir unsere langjährige Erfahrung einbringen und Interessenten dabei helfen, den ersten Schritt aus der Nullzins-Falle zu gehen. Er oder sie sollte aber langfristig orientiert sein und ein Basis-Investment suchen. Wer spekulieren will, ist bei uns falsch.

Vielen Dank für das Gespräch!

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