News > moneymeets unterschreibt Berliner Digital-Erklärung
© blau direkt GmbH & Co. KG

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Manche Versicherungen benötigen bei einem Maklerwechsel mehrere Wochen, um Daten zu übertragen. Zudem behindern unnötige technische Hürden und eine zögerliche Weiterentwicklung der IT-Prozesse seitens der Assekuranz die Entwicklung innovativer digitaler Dienstleistungsangebote, die offene Systemarchitekturen und unkomplizierten Datenaustausch über standardisierte Schnittstellen benötigen.

Die führenden deutschen Insurtechs sehen deshalb Handlungsbedarf und formulieren einen gemeinsamen öffentlichen Aufruf an die etablierten Versicherungsunternehmen. moneymeets ist als Unterzeichner selbstverständlich dabei.

Internet, Smartphone & Co. – die Digitalisierung hat nicht nur unseren Alltag revolutioniert, sie betrifft auch die gesamte Wirtschaft. Während etwa traditionelle Versicherungsunternehmen in weiten Teilen noch in althergebrachten Abläufen verharren, bieten Plattformen wie moneymeets.com auf Basis der neuen Technologien und kundenorientierter Ansätze innovative Angebote im Finanz- und Versicherungssektor an.

Um diese Services für unsere Kunden effizient erbringen zu können, sind wir auf einen reibungslosen digitalen Datenaustausch mit den Versicherungsgesellschaften angewiesen. Hier sehen wir noch deutlichen Nachholbedarf seitens der Versicherer. Deshalb haben wir heute gemeinsam mit über 25 weiteren digitalen Versicherungsdienstleistern, kurz Fintechs, die „Berliner Digital-Erklärung“ veröffentlicht. In dieser fordern wir die Versicherungsbranche gemeinsam dazu auf, bestehende digitale Standards weiterzuentwickeln, um die Abläufe deutlich zu beschleunigen.

Ein Beispiel aus dem Alltag verdeutlicht die Problematik: Aktuell benötigen viele Versicherer mehrere Wochen, um eine Versicherungspolice vom bestehenden Makler auf moneymeets oder einen anderen digitalen Anbieter zu übertragen. Dies führt nicht nur zu unnötigen Verzögerungen, es widerspricht auch europäischen Datenschutz-Grundrechten.

Jeder darf selbst festlegen, wer auf welche seiner Daten zugreifen darf

Der Datenschutz ist in der Europäischen Union in den Grundrechten verankert und umfasst den Schutz der Persönlichkeitsrechte in der Datenverarbeitung, den Schutz der Privatsphäre und die informationelle Selbstbestimmung. Letztere gibt jeder Person das Recht, sich unkompliziert und bequem einen Überblick über die gespeicherten eigenen persönlichen Daten zu verschaffen und sich hierfür auch eines Dienstleisters seiner Wahl zu bedienen. In Bezug auf Versicherungen heißt das für Sie, dass Sie das Recht haben, jederzeit einen Dienstleister wie moneymeets zu wählen, der für Sie fortan Ihre Versicherungsdaten verwaltet. Diese Willenserklärung wird unmittelbar wirksam. Eigentlich sollte es daher so sein, dass Ihr neuer Dienstleister sofort Zugriff auf Ihre Kundendaten erhält, während Ihr früherer Betreuer nicht mehr auf diese zugreifen kann. Aktuell dauern jedoch die Bearbeitungszeiten bei den Versicherungen im Fall von Bestandsübertragungen häufig mehrere Wochen. Diese lange Zeitspanne ist mit europäischem Datenschutzrecht kaum in Einklang zu bringen.

Offene und standardisierte Schnittstellen für einen uneingeschränkten Datenaustausch

Auch beim automatisierten Datenaustausch gibt es deutlichen Nachholbedarf seitens der Versicherungsbranche. Damit Unternehmen wie moneymeets im Anschluss auf die übertragenen Bestände automatisiert und zur Aufbereitung für den Kunden zugreifen können, fordern wir eine grundsätzliche Offenheit der IT-Systeme der Versicherer über standardisierte Schnittstellen. Noch fehlen diese technischen Strukturen, die eine reibungslose Verknüpfung zwischen den alten Versicherungs-Datenbanksystemen mit den modernen IT-Systemen der Insurtechs ermöglichen.

Wir begrüßen ausdrücklich die Eigeninitiative der Versicherungswirtschaft zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen, konstatieren aber eine bisher nur zögerliche Weiterentwicklung der IT-Prozesse seitens der Assekuranz. Diese Verzögerungen sorgen nicht nur für Wettbewerbsnachteile auf Seiten der Fintechs, sie behindern auch die Entwicklung neuer digitaler Diensteistungsangebote im Versicherungswesen. In der Bankenwelt kann jeder durch den Kunden autorisierter Dienstleister in Echtzeit auf die Kontodaten des Kunden zugreifen. Jetzt ist es an den Versicherungen, hier nachzuziehen.

Mit der „Berliner Digital-Erklärung“ machen wir – gemeinsam mit anderen führenden deutschen Insurtechs – auf die aktuellen Missstände in der Branche aufmerksam und richten an die Versicherungswirtschaft die Forderung, diese zu beseitigen. Gleichzeitig sind wir an für alle Seiten praktikablen und akzeptablen Lösungen interessiert und bieten der Branche unsere Hilfe im Umgang mit diesen für Sie, uns und die Versicherungsunternehmen gleichermaßen wichtigen und drängenden Themen an.

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