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© Sergey Nivens

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2017 stieg das Vermögen der privaten Haushalte von 155 auf mehr als 168 Billionen Euro. Die Menschheit ist somit statistisch gesehen reicher als je zuvor. Den größten Zuwachs verbucht Argentinien mit fast 40 Prozent. In der Summe sind die USA das wohlhabendste Land der Welt, beim Pro-Kopf-Vermögen hingegen hat die Schweiz die Nase vorn.

Das weltweite Privatvermögen ist im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf über 168 Billionen Euro gestiegen. Mehr als die Hälfte davon entfällt alleine auf die USA und China. Deutschland liegt mit 6,04 Billionen auf dem fünften Rang. Das geht aus dem Global Wealth Report 2018 hervor, den die Allianz kürzlich veröffentlicht hat. Der Versicherungskonzern hat für seine Studie das Geldvermögen der privaten Haushalte in 53 Ländern analysiert.

Zuwachs in Argentinien am höchsten

Derzeit grassiert in Argentinien aufgrund des hohen Wertverlustes des Pesos wieder die Angst vor einer Währungskrise wie zuletzt Anfang der 2000er. Der Vermögensentwicklung scheinen diese Befürchtungen indes nicht geschadet zu haben: Mit einem Vermögenszuwachs von 39,8 Prozent im vergangenen Jahr steht Argentinien unangefochten an der Spitze. Diese Entwicklung dürfte vor allem auf die starke Performance argentinischer Unternehmen an den Kapitalmärkten zurückzuführen sein. So stieg alleine 2017 der Leitindex MERVAL um 77,7 Prozent. Und da 20 Prozent des Geldvermögens der Argentinier in Wertpapiere investiert ist, haben sie auch entsprechend vom Börsen-Boom profitiert.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit deutlichem Abstand China (14 Prozent) und die Türkei (13,9 Prozent). Deutschland liegt mit 5,1 Prozent nur auf dem 33.Rang.

Länder mit dem höchsten Brutto-Vermögenszuwachs

Land Brutto-Vermögenszuwachs (in %)
1. Argentinien 39,8
2. China 14,0
3. Türkei 13,9
4. Brasilien 13,4
5. Kolumbien 13,0
33. Deutschland 5,1

Quelle: Allianz SE, Global Wealth Report 2018

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Geringes Wertpapiervermögen in Deutschland

Die USA stellen zwar nur rund vier Prozent der Weltbevölkerung, besitzen mit 67,7 Billionen Euro aber 40 Prozent des globalen Wohlstands. Mehr als die Hälfte davon haben die US-Amerikaner an der Börse investiert. China ist auf dem zweiten Platz schon deutlich abgeschlagen: Das bevölkerungsreichste Land der Welt (1,37 Milliarden Einwohner) kommt auf ein Gesamtvermögen von 24,3 Billionen Euro – 55 Prozent davon in Form von Wertpapieren. Deutschland liegt hinter Japan und Großbritannien auf dem fünften Platz. Der vergleichsweise geringe Anteil von Wertpapieren (24 Prozent) am Gesamtvermögen von 6,04 Billionen zeigt deutlich, dass die Deutschen dem Kapitalmarkt eher skeptisch gegenüberstehen.

Die Länder mit dem höchsten Brutto-Geldvermögen

Land Brutto-Geldvermögen (in Bio. Euro) Anteil Wertpapiere (in Bio. Euro) Anteil Wertpapiere (in %)
1. USA 67,65 36,53 54
2. China 24,27 13,35 55
3. Japan 14,34 2,87 20
4. Großbritannien 7,60 1,21 16
5. Deutschland 6,04 1,45 24

Quelle: Allianz SE, Global Wealth Report 2018

Schweiz und USA pro Kopf am reichsten

Im Hinblick auf das Brutto-Pro-Kopf-Vermögen ist die Schweiz mit weitem Abstand Spitzenreiter. Jeder der 8,4 Millionen Eidgenossen besitzt statistisch gesehen ein Vermögen von 261.100 Euro. Auf dem zweiten Rang liegen die USA mit 208.500 Euro. Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn beide Länder sind beliebte Ziele für ausländische Anleger. In der Studie wird jedoch lediglich die Höhe des Vermögens berücksichtigt, das sich im Land befindet – wem es gehört, hingegen nicht. Auf Platz drei folgt Dänemark mit 154.560 Euro pro Kopf.

Deutschland erreicht mit durchschnittlich 73.630 Euro knapp die Top 20, allerdings weit hinter den Tigerstaaten Singapur (125.960 Euro) und Taiwan (108.820 Euro).

Die Länder mit dem höchsten Brutto-Pro-Kopf-Vermögen

Land Brutto-Pro-Kopf-Vermögen (in Euro)
1. Schweiz 261.100
2. USA 208.500
3. Dänemark 154.560
4. Niederlande 143.950
5. Schweden 141.280
20. Deutschland 73.630

Quelle: Allianz SE, Global Wealth Report 2018

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Ungleichverteilung in USA am höchsten

Die USA sind mit deutlichem Vorsprung das reichste Land der Welt. Doch der Löwenanteil davon liegt in den Händen weniger Menschen, während die Mehrheit der Bevölkerung kaum oder gar kein Vermögen besitzt. Erkennen lässt sich das am sogenannten Gini-Koeffizienten. Diese Kennzahl beschreibt, wie gleichmäßig das Gesamtvermögens eines Landes unter dessen Einwohnern aufgeteilt ist. Sie kann zwischen 0 (alle Menschen besitzen das gleiche Vermögen) und 1 (ein Mensch besitzt das gesamte Vermögen) liegen.

Allgemein gilt: Liegt der Gini-Koeffizient über 0,5, sprechen Fachleute von einer ungleichen Vermögensverteilung. Die Vereinigten Staaten liegen mit einem Wert von 0,81 weltweit an der Spitze, gefolgt von Schweden (0,79) und Südafrika (0,78). Deutschland zählt mit einem Koeffizienten von 0,73 zum oberen Mittelfeld.

Die Länder mit dem höchsten Gini-Koeffizienten

Land Gini-Koeffizient
1. USA 0,81
2. Schweden 0,79
3. Südafrika 0,78
4. Indonesien 0,76
5. Brasilien 0,74
8. Deutschland 0,73

Quelle: Allianz SE, Global Wealth Report 2018

Vermögensrendite der Deutschen unterdurchschnittlich

In kaum einem anderen Land ist die reale Vermögensrendite so gering wie in Deutschland. Lediglich zwei Prozent Rendite erwirtschafteten die privaten Haushalte im vergangenen Jahr nach Abzug der Inflation. Zum Vergleich: Frankreich und Italien kommen auf etwa 3,5 Prozent, in Spanien und den Niederlanden sind es mehr als vier Prozent.

Der maßgebliche Grund dafür ist die Zurückhaltung der Deutschen an der Börse: Der Anteil von Wertpapieren am Geldvermögen hierzulande beträgt lediglich 24 Prozent. In Spanien (42 Prozent) oder Italien (43 Prozent) etwa ist er fast doppelt so hoch.

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