In der Adventszeit ist die Zahl der Wohnungsbrände deutlich höher als während des restlichen Jahres. Häufig sind entflammte Adventskränze oder Weihnachtsbäume die Ursache dafür. Mit vorbeugenden Maßnahmen lassen sich die meisten Brände allerdings leicht verhindern. Und falls doch einmal etwas passiert, hilft der richtige Risikoschutz zumindest, den finanziellen Schaden zu begrenzen.

Bunt geschmückte Weihnachtsbäume und mit Kerzen verzierte Adventskränze verbreiten derzeit in Millionen deutscher Haushalte eine gemütliche, festliche Stimmung. Doch auch wenn die Weihnachtsdekoration schön anzusehen ist, stellt sie ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Falsch aufgestellte Bäume oder unbeaufsichtigt brennende Kerzen können leicht zu verheerenden Bränden in den eigenen vier Wänden führen.

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Zahl der Wohnungsbrände steigt zum Jahresende deutlich

Mehr als 10.000 Brandschäden wurden den deutschen Versicherern im vergangenen Jahr während der Adventszeit gemeldet. Das sind 45 Prozent mehr als im Mittel des restlichen Jahres. Durchschnittlich entstand pro Brand ein Schaden von etwa 3.200 Euro, meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV).

Versicherer und öffentliche Stellen warnen stets davor, das Risiko eines Adventsbrandes zu unterschätzen. Die Berliner Feuerwehr zeigt beispielsweise bei Twitter im Selbstversuch, wie schnell ein brennender Adventskranz eine ganze Wohnung in ein loderndes Inferno verwandeln kann.

Wer zahlt bei Brandschäden?

Fallen Möbel oder andere bewegliche Gegenstände in den eigenen vier Wänden den Flammen zum Opfer, können sich Geschädigte an ihre Hausratversicherung wenden. Wird die Substanz des Hauses in Mitleidenschaft gezogen, ist dies ein Fall für die Wohngebäudeversicherung des Immobilienbesitzers. Sie übernimmt die Kosten notwendiger Reparaturen am Gebäude und zahlt – sollte das Haus nicht mehr bewohnbar sein – auch den Bau einer neuen Immobilie. Zudem kommt sie für Schäden auf, die durch Löschwasser oder Ruß verursacht werden.

Bei beiden Versicherungen gilt es jedoch zu beachten, dass Versicherer sich häufig weigern, zu zahlen, wenn Versicherte in ihren Augen „grob fahrlässig“ gehandelt haben. Grobe Fahrlässigkeit liegt beispielsweise dann vor, wenn die Kerzen am Adventskranz unbeaufsichtigt brennen und die Flammen auf die Einrichtung übergreifen. Wer mit seiner Versicherung den Vertragszusatz „Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit” vereinbart hat, ist aber auch in solchen Fällen abgesichert.

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Tipps für eine feuerfreie Adventszeit

Wer richtig versichert ist, braucht sich über die finanziellen Folgen eines Feuers meist keine Gedanken zu machen. Dennoch ist es besser, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Folgende Tipps helfen dabei, die Adventstage sorgenfrei zu genießen:

1. Den Weihnachtsbaum richtig aufstellen und schmücken: Beim Aufstellen des Baumes gilt es, zwei Dinge zu beachten: Erstens sollte er mit einem Weihnachtsbaumständer fixiert werden, um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Zudem sollte er keinesfalls in der Nähe brennbarer Gegenstände wie etwa Gardinen oder Vorhänge aufgestellt werden. Clevere Versicherte verzichten außerdem auf leicht entflammbare Dekoration wie Strohsterne.

2. Auf ausreichende Bewässerung achten: Je trockener der Weihnachtsbaum ist, desto schneller fängt er Feuer. Wer verhindern will, dass der liebevoll geschmückte Baum zum Brandbeschleuniger wird, muss ihn daher regelmäßig bewässern.

3. Kinder und Kerzen beaufsichtigen: Unbeaufsichtigt brennende Kerzen sind die häufigste Ursache für Brände in den Adventswochen. Daher ist es sinnvoll, beim Verlassen eines Raumes stets alle Kerzen zu löschen. Außerdem sollten Kinder – und natürlich auch Haustiere – niemals ohne Aufsicht um Adventskränze und Weihnachtsbäume herumtoben. Zudem empfiehlt es sich, dem Nachwuchs frühzeitig beizubringen, wie er sich im Notfall richtig verhält.

4. Feuerlöscher kaufen: Schon ab 20 Euro bieten Baumärkte und gelegentlich auch Discounter Feuerlöscher für zu Hause an. Gerade, wenn das Feuer noch klein und kontrollierbar ist, kann ein Feuerlöscher helfen, die Flammen frühzeitig unter Kontrolle zu bringen.

5. Rauchmelder anbringen: Mittlerweile ist die Installation von Rauchmeldern in Wohngebäuden in fast allen Bundesländern sowohl für Neu- als auch für Bestandsbauten verpflichtend. Da schon die Rauchentwicklung vor dem eigentlichen Ausbruch des Feuers einen akustischen Alarm auslöst, können Betroffene bestenfalls verhindern, dass es überhaupt zu einem Brand kommt. Worauf es beim Kauf zu achten gilt, erklärt der GDV hier.

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