Das Internet ist aus vielen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken. Online-Beratungstools bieten Unternehmen die Möglichkeit, umfassender und zielgerichteter als je zuvor auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen. Ein zentraler Baustein dafür sind entsprechende Schnittstellen, die APIs.

Die Welt befindet sich im Wandel: Dem Digitalverband Bitkom zufolge nutzen inzwischen mehr als 65 Millionen Deutsche Smartphones im Alltag. Der Besuch beim Bankberater wird hingegen zur Ausnahme, viele Dinge lassen sich digital einfach bequemer und schneller erledigen. Dennoch gibt es einige Konstanten: Der Bedarf nach maßgeschneiderten Finanzprodukten ist groß und viele Kunden wünschen sich eine auf ihre Situation zugeschnittene persönliche Beratung.

Eine Branche, die bereits vor Jahren vor einer solchen Herausforderung stand, ist die Touristik. Obwohl es seit vielen Jahren problemlos möglich ist, einen Urlaub online zu buchen, zieht es einen großen Teil der Deutschen — laut aktuellen Zahlen rund 60 Prozent — noch immer ins Reisebüro. Viele fühlen sich dort persönlicher und kompetenter beraten. Zudem laufen sie dort keine Gefahr, im Meer der Online-Angebote zu versinken.

Offensichtlich bildet eine an den Wünschen des Kunden orientierte Beratung also die Grundvoraussetzung, um dessen Vertrauen zu gewinnen und somit letztlich Gewinn zu erwirtschaften.

Gute Beratung 2.0

Ein wesentliches Element einer guten Beratung ist das Verständnis des Beraters für die Anliegen des Kunden. Anstatt ihm lediglich ein Produkt zu verkaufen, weil es den eigenen Vertriebszielen dient, ist es sinnvoller, zunächst auf bereits bestehende Verträge einzugehen. Fühlt der Kunde sich erst einmal verstanden, ist es deutlich einfacher, sein bestehendes Portfolio zu optimieren, Lücken zu schließen und so neue Erträge zu generieren.

Um diese Art der Beratung bieten zu können, muss der Berater einen umfassenden Marktüberblick haben, der dem Online-Pendant in keiner Weise nachsteht. Zudem muss es ihm möglich sein, eine hohe Servicequalität anzubieten. Das äußert sich beispielsweise darin, dass er Vertragsabschlüsse in kurzer Zeit problemlos digital erfassen kann.

Dies alles stellt den Berater vor eine Herausforderung: Die Welt der Finanzprodukte ist zu komplex, als dass ein einzelner Mensch mit allen Details jedes einzelnen Vertrages vertraut sein kann. Ein Berater benötigt also Hilfe, um den Kunden umfassend betreuen zu können.

Individuelle Beratung für individuelle Bedürfnisse

Zeitgemäße Unterstützung für den Berater kann etwa in Form speziell auf diesen Zweck zugeschnittener Anwendungen erfolgen. Stellt der Kunde Fragen zu einem Produkt, kann der Berater mithilfe der Anwendung in kürzester Zeit eine passende Antwort geben. Damit diese Fragen beantwortet werden können, muss die Anwendung allerdings auch über die entsprechenden Daten verfügen.

Mit APIs auf gebündeltes Wissen zurückgreifen

An dieser Stelle lohnt sich ein kurzer Einblick in die Hintergründe solcher Anwendungen. Sie bestehen im Wesentlichen aus zwei Teilen: Zum einen gibt es eine grafische Oberfläche, mit der der Berater interagiert. Zum anderen findet im Hintergrund der Datenaustausch statt.

Jedes Mal, wenn der Berater eine Eingabe tätigt und beispielsweise eine Frage stellt, fordert die Anwendung die entsprechende Antwort von einem Datenanbieter an. Dieser Austausch findet über Schnittstellen, sogenannte Application Programming Interfaces (Kurz API) statt. Nutzt man nun mehrere dieser APIs, ist es möglich, eine Vielzahl an Fragen, Antworten und Daten zwischen mehreren Parteien auszutauschen und somit dem Berater umfassendes Spezialwissen zur Verfügung zu stellen.

Bildlich gesprochen ist das in etwa so, als stünde der Berater mit einem Spezialisten über Kalkulation und Preisberechnung eines Vertrags, einem weiteren Spezialisten zu den exakten Leistungsdetails sowie dem Backoffice zu Abrechnungsdetails in ständigem Kontakt. Der Berater ist also nicht mehr auf sich allein gestellt, sondern hat ein starkes Team im Rücken. Das ermöglicht es ihm, zielgerichtet auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen. Der Berater steht sozusagen „on the shoulders of giants“.

Den Wandel als Chance begreifen

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Digitalisierung weniger eine Gefahr für klassische Geschäftsmodelle darstellt, sondern vielmehr die Möglichkeit bietet, das eigene Angebot zu verbessern und auszubauen. APIs beispielsweise haben ein enormes Potential und können zur Unterstützung verschiedenster Prozesse und Dienstleistungen dienen — auch abseits der Kundenberatung.