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Bis zu 32 Prozent Plus im ersten Halbjahr 2017

Viele Fondsanleger haben von Januar bis Ende Juni hohe Renditen erzielt. Spitzenfonds schafften in den Kategorien China, Österreich und Indien in den vergangenen sechs Monaten bis zu 32 Prozent Plus, in den vergangenen zwölf Monaten waren es sogar bis zu 50 Prozent. Gut gelaufen sind zudem viele Fonds für europäische und asiatische Nebenwerte, Technologie- und Biotechaktien und deutsche Standardwerte. US-Aktienfonds und Energiewerte hatten hingegen das Nachsehen.

Der beste Privatanlegerfonds mit Top-Rating für das erste Halbjahr 2017 heißt Vitruivius Greater China, ISIN LU0431685097. Mehr als 30 Prozent Wertzuwachs schaffte sein Fondsmanager in den ersten sechs Monaten des Jahres. Auch im Fünf-Jahres-Vergleich kann sich die Performance mit durchschnittlich 16,4 Prozent jährlich sehen lassen. Wird China also wieder zur Konjunkturlokomotive der Welt?

China-Fonds ist Spitzenperformer im ersten Halbjahr 2017

Etwa zwölf Prozent Plus schaffte der Durchschnitt der Fonds, die auf chinesische Aktien setzen, seit Januar. Das zeigt ein Vergleich der durchschnittlichen Kategorierenditen bei der Fondsratingagentur Morningstar. 14,7 Prozent Plus waren es bei Aktien aus China, Hongkong und Taiwan (Greater China) (Stand: 30.6.). Ein Grund für die zweistelligen Erträge: Das chinesische Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Investitionen legten im Land der Mitte um 8,6 Prozent zu. Denn die chinesische Regierung kurbelt die Wirtschaft seit einiger Zeit mit Konjunkturprogrammen an.

Doch Vorsicht: „Inzwischen ist die chinesische Regierung bestrebt, das Wachstum von Bankkrediten einzudämmen“, schreibt Didier Saint-Georges, Fondsmanager bei der französischen Fondsgesellschaft Carmignac. Er hält im zweiten Halbjahr auf den weltweiten Aktienmärkten Enttäuschungen für denkbar.

moneymeets-Studie zeigt 64 Bestperformer aus 16 Anlageklassen

Für viele Anleger liefen aber die vergangenen sechs Monate hervorragend. moneymeets zeigt in der aktualisierten Studie „Spitzenperformer im ersten Halbjahr“ 64 Fonds aus 16 Anlageklassen auf, die in diesem Jahr hohe zweistellige Erträge erzielt haben. Gezeigt werden nur Produkte, die weniger als 10.000 Euro Mindestinvestment erfordern und die die Ratingagentur Morningstar mit mindestens vier von fünf erreichbaren Sternen bewertet.

Denn kurzfristige Bestperformer locken oft mit hohen Kurszuwächse, doch der Erfolg ist selten nachhaltig, da manche Fondsmanager hohe Risiken für einen Mehrertrag eingehen. Fonds mit Spitzenrating haben hingegen die Experten von Morningstar auch in puncto Risiko und Kontinuität überzeugt. Bis auf Fonds der Kategorie Welt und Europa eignen sich aber alle Portfolios nur als Beimischung für das Depot. Anleger sollten also höchstens zehn bis zwanzig Prozent ihres Geldvermögens in diese Titel investieren.

Wer auf einen der Spitzenperformer gesetzt hat, der hatte in der ersten Jahreshälfte allen Grund zufrieden zu sein. (© baranq)

Wer auf einen der Spitzenperformer gesetzt hat, der hatte in der ersten Jahreshälfte allen Grund zufrieden zu sein. (© baranq)

Spitzenreiter sind auch Fonds mit Schwerpunkt Indien

Neben chinesischen Aktienfonds finden sich auch Produkte für den türkischen und indischen Aktienmarkt in der Rangliste der Bestperformer. Die indische Wirtschaft wächst seit 2014 um durchschnittlich sieben Prozent pro Jahr. Premierminister Modi wirbt zudem um ausländische Investoren. Derzeit sind zudem erhebliche Investitionen in die Infrastruktur geplant. Allerdings sind im Juli Neuwahlen, was für politische Unsicherheiten sorgt.

Doch nicht alle Emerging Markets laufen rund. Ins Minus fielen vor allem Schwellenländerbörsen, die von Rohstoffpreisen abhängig sind. Denn der Ölpreis blieb trotz OPEC-Abkommen hinter den Erwartungen. Auch Eisenerz war trotz guter Weltkonjunktur wenig gefragt. Branchenfonds für Energiewerte zählten daher im ersten Halbjahr mit einem Minus von 20 Prozent zu den Schlusslichtern. Auch Fonds, die auf die Börse Moskau und Rio setzten, mussten Federn lassen.

Spitzenrenditen in Österreich

Ein Exot ist die Nummer zwei im ersten Halbjahr, der sogenannte Mischfonds Mozart One, ISIN AT0000A0KLE8. Sein Manager Wolfgang Matejka schaffte 29 Prozent Plus seit Jahresbeginn. Er investierte zu 70 Prozent in die eher mittelgroßen Aktien der Börse Wien. Auch im Zwölf-Monats-Vergleich erreichte der Fonds ein Plus von 50 Prozent.

Spitzenperformer finden sich vermehrt auch bei Aktien mit niedrigem Börsenwert. Der Prévoir Perspectives, ISIN FR0007071931, erzielte mit europäischen Nebenwerten 24 Prozent plus. Im Jahresvergleich schafften manche Spitzenfonds sogar 40 Prozent Kurszuwachs.

Nebenwerte sind gefragt

Kein Wunder: Selbst der Starinvestor Warren Buffet schlägt im deutschen Mittelstandsindex MDax zu. Über seine Rückversicherungsfirma General Reinsurance sicherte er sich erst unlängst Anteile an einem Chemieunternehmen. „Deutsche Nebenwerte sind oft mit Spezialprodukten in Nischenmärkten tätig. In diesen kleineren Märkten sind sie häufig Weltmarkt- oder zumindest Technologieführer. Solche Marktführer sind oft krisenresistenter. Zudem ermöglicht eine marktbeherrschende Position tendenziell höhere Gewinnmargen“, schreibt die Deutsche Asset Management. Das durchschnittliche Gewinnwachstum deutscher Nebenwerte sei historisch gesehen höher, als das der Bluechips im Dax.

Und mitten zwischen den Spitzenperformern, die auf Nischenmärkte setzen, findet sich mit dem Main First Global, ISIN LU0864709349, ein weltweiter Aktienfonds. Der Erfolg von 21 Prozent plus in den vergangenen sechs Monaten ist vor allem deshalb herausragend, weil der Durchschnitt der Fonds in dieser Kategorie im selben Zeitraum gerade mal 3,6 Prozent Plus schaffte. Was dahinter steckte: Während der MSCI World zu 60 Prozent US-Aktien spiegelt, setzt das Fondsmanagement bei Main First nur zu 23 Prozent auf US-Werte und investiert zu 50 Prozent auf Europa. Der regionale Schwerpunkt war der deutsche Aktienmarkt. Zum Vergleich: US-Aktienfonds erzielten in den vergangenen sechs Monaten ein negatives Ergebnis, europäische Aktienfonds hingegen im Mittel neun Prozent plus und deutsche Aktienfonds zehn Prozent Zuwachs.

Das sind die Top-Performer der ersten Jahreshälfte.

Das sind die Top-Performer der ersten Jahreshälfte.

*1 = comdirect, 2 = DAB BNP Paribas, 3 = FFB, 4 = Fondsdepotbank

**DAB BNP Paribas: Es fallen Handelsgebühren für den Kauf von Investmentfonds an. Vergleichen Sie dazu die Preisinformationen der DAB. 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise: 

  1. Alle genannten Fonds haben ein Spitzenrating der Fondsratingagentur Morningstar.

  2. Die angegebenen Preis-Vorteile für Sie können sich verändern.

  3. moneymeets übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit, inhaltliche Richtigkeit und Aktualität der Informationen.

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