Wissen > > Deutsche nicht auf den Pflegefall vorbereitet
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Eine Umfrage von YouGov zeigt, dass der Großteil der Deutschen schlecht auf eine mögliche Pflegebedürftigkeit vorbereitet ist. Nur rund ein Fünftel aller Befragten sorgt privat vor. Was sind die Gründe dafür und welche Möglichkeiten gibt es, die Pflegelücke zu schließen?

Drei von vier Deutschen sind der Meinung, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen, um die Kosten von Heimunterbringung oder ambulanter Pflege zu stemmen – und das trotz der Reformen im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes II. Trotzdem sorgen nur die wenigsten privat vor.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister Swiss Life Select. Befragt wurden 2.032 Personen ab 18 Jahren.

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Großteil ist nur gesetzlich pflegeversichert

Weit mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) gab an, lediglich über die gesetzliche Pflegeversicherung abgesichert zu sein. Nur eine Minderheit sorgt bisher über den gesetzlichen Rahmen hinaus vor: Rund einer von fünf Deutschen verfügt über eine private Zusatzversicherung.

Art der abgeschlossenen Pflegeversicherung

Versicherung Anteil
Gesetzliche Pflegeversicherung 59%
Private Pflegekostenversicherung 8%
Private Pflegetagegeldversicherung 7%
Private Pflegerente 3%
Weiß nicht/keine Angabe 31%

Quelle: YouGov Deutschland GmbH

Geringes Budget als Hauptgrund für schlechte Absicherung

Der größte Teil der Umfrageteilnehmer verzichtet aus finanziellen Gründen auf zusätzliche Absicherung: 63 Prozent gaben an, dass sie es sich schlichtweg nicht leisten können, privat vorzusorgen. Ein Fünftel der Befragten war zudem der Meinung, nicht genug über die privaten Vorsorgemöglichkeiten zu wissen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Insgesamt 15 Prozent der Befragten sind sogar davon überzeugt, dass es vollkommen unnötig sei, privat für den Pflegefall vorzusorgen. Fast die Hälfte von ihnen führt als Begründung an, dass sich ihre Angehörigen später um sie kümmern würden.

Wie kann ich mich absichern?

Wer im Falle der Pflegebedürftigkeit das eigene Portemonnaie – oder das seiner Angehörigen – schonen möchte, der hat grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  • Die private Pflegekostenversicherung
  • Die private Pflegetagegeldversicherung
  • Die private Pflegerente

Pflegekostenversicherung

Grundsätzlich übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung die Kosten, die durch die Betreuung einer pflegebedürftigen Person entstehen. Allerdings übersteigen die tatsächlichen Betreuungskosten die Zahlungen des Staates bei weitem. An diesem Punkt setzt eine private Pflegekostenversicherung an: Sie zahlt den Anteil der Pflegekosten, der nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt ist – allerdings nur bis zu einer vorher festgelegten Obergrenze.

Pflegetagegeldversicherung

Bei dieser Absicherungs-Variante erhält der Versicherte täglich einen festen Betrag, über den er grundsätzlich frei verfügen kann. Je höher dabei der Grad der Pflegebedürftigkeit ist, desto höher fallen auch die Leistungen der Versicherung aus.

Pflegerente

Hier zahlt der Versicherer ab dem Zeitpunkt, zu dem die Pflegebedürftigkeit eintritt, eine lebenslange monatliche Rente. Ähnlich wie beim Pflegetagegeld entscheidet der Pflegegrad über die Höhe der Leistungen. Der Bund der Versicherten warnt allerdings vor solchen Policen: „Die Pflegerentenversicherung ist eine undurchschaubare Kombination aus Versicherungsschutz und einem unrentablen Sparvorgang.“

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Sollten Sie auf der Suche nach einer privaten Pflegezusatzversicherung sein, hilft Ihnen unser Tarifassistent dabei, passende Tarife zu finden. moneymeets bietet Ihnen dabei einen deutlich breiteren Marktüberblick als sogenannte Vergleichsportale: Basierend auf Ihren Angaben findet der Tarifassistent die besten Tarife für Sie und greift dabei auf nahezu alle aktuellen Marktangebote zurück.

Haben Sie Ihre Wunschversicherung gefunden, können Sie diese direkt online beantragen.

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