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© Robot Dean/Adobe Stock

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Das Misstrauen gegenüber Aktien ist in Deutschland nach wie vor groß. Das Deutsche Aktieninstitut hat in einer Studie untersucht, was die Gründe dafür sind und inwieweit die Meinungen von Aktienbesitzern und Nicht-Aktienbesitzern beim Thema Aktienanlage auseinandergehen.

Zu kompliziert, zu risikoreich, zu teuer – das sind die gängigen Vorurteile der Deutschen gegenüber Aktien. Viele von ihnen verzichten daher darauf, ihr Geld am Aktienmarkt zu investieren. Wer allerdings erst einmal Erfahrungen an der Börse gesammelt hat, steht dieser Anlageform in der Regel deutlich positiver gegenüber.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mehr Aktionäre in Deutschland – Gleichgültigkeit und Missverständnisse überwinden“ des Deutschen Aktieninstituts. Befragt wurden insgesamt 2.003 Menschen ab 18 Jahren, von denen 283 (14 Prozent) angaben, selbst Aktien zu besitzen.

Nicht-Aktionäre: Geringes Interesse an Investments

Trotz des Dauer-Zinstiefs haben nur zwölf Prozent der Befragten, die keine Aktien besitzen, ein solches Investment in den letzten Jahren überhaupt in Betracht gezogen.

Sechs von zehn Nicht-Aktienbesitzern geben zudem an, dass sie, wenn sie 10.000 Euro zur freien Verfügung hätten, nichts davon für Aktien ausgeben würden. Lediglich 39 Prozent würden bei einer solchen fiktiven Anlageentscheidung immerhin einen Teil des Geldes am Aktienmarkt investieren. Anders sieht es bei den Aktionären unter den Studienteilnehmern aus: Neun von zehn Befragten (89 Prozent) würden ein Aktien-Investment präferieren. Die Hälfte von ihnen würde sogar mehr als die Hälfte des fiktiven Anlagebetrags hierfür nutzen.

Erfahrung mit Aktien verändert Einstellung

Nicht-Aktienbesitzer haben in der Regel eine deutlich negativere Meinung gegenüber dieser Anlageform als jene, die bereits Erfahrungen mit Aktien-Investments gesammelt haben. Die Studienergebnisse verdeutlichen diese Diskrepanz: Während unter den Aktienbesitzern 75 Prozent der Meinung sind, dass sich Aktien zur Geldanlage und Vermögensbildung eignen, teilt nur ein Drittel der Nicht-Aktionäre diese Einschätzung.

Ebenso kritisch beurteilen viele Nicht-Aktienbesitzer auch das Rendite-Potential von Aktien: Lediglich 29 Prozent glauben, dass sich mit den Anteilsscheinen eine höhere Rendite erzielen lässt als mit anderen Anlageformen. Bei den Aktienbesitzern sind es mit 71 Prozent deutlich mehr.

Einschätzungen zu Aktien

Aussage Zustimmung bei Aktienbesitzern (in %) Zustimmung bei Nicht-Aktienbesitzern (in %)
Aktien bzw. Aktienfonds eignen sich gut zur Geldanlage und Vermögensbildung. 75 34
Eine Geldanlage in Aktien bzw. Aktienfonds ist auch für kleinere Geldbeträge sinnvoll. 63 19
Mit Aktien bzw. Aktienfonds kann man in kurzer Zeit viel Geld verdienen. 40 29
Eine Geldanlage in Aktien bzw. Aktienfonds bringt langzeitig mehr Rendite als andere Anlageformen. 71 29
Aktien bzw. Aktienfonds sind leicht zu erwerben. 49 83
Eine Geldanlage in Aktien bzw. Aktienfonds ist unsicher und riskant. 43 61
Eine Geldanlage in Aktien bzw. Aktienfonds erfordert gute wirtschaftliche Kenntnisse. 69 76

Quelle: Deutsches Aktieninstitut

Risiko und Geldmangel als Gründe für Verzicht

Die meisten Nicht-Aktienbesitzer (65 Prozent) geben an, auf Aktien zu verzichten, weil sie ein solches Investment als zu riskant empfinden. Zudem sind 64 Prozent der Meinung, dass sie zu wenig über Aktien wüssten, um eine fundierte Anlageentscheidung treffen zu können.

Eine weitere beliebte Begründung, dem Aktienmarkt fern zu bleiben, ist Geldmangel: Insgesamt 61 Prozent der Nicht-Aktionäre glauben, dass ihnen die finanziellen Mittel für ein Aktien-Investment fehlen.

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Wie werden aus Sparern Aktionäre?

Wenn es darum geht, die Menschen für Aktien zu begeistern, sind Banken und Sparkassen noch immer zentrale Impulsgeber. Ein Drittel der befragten Aktionäre wurde von der eigenen Bank bzw. Sparkasse das erste Mal auf das Thema Aktien angesprochen. 27 Prozent sind sogar aktiv auf ihren Berater zugegangen, um sich über die Geldanlage in Aktien zu informieren.

Eine wichtige Rolle bei der ersten Konfrontation mit Aktien spielt auch die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ durch Familie und Freundeskreis (28 Prozent) sowie die Berichterstattung in den Medien (33 Prozent).

Erster Kauf meist über Bank

Banken und Sparkassen sind nicht nur die Hauptinformationsquelle für angehende Aktionäre. Auch beim Aktienkauf sind sie meist involviert: Die Mehrheit der Aktienbesitzer unter den Studienteilnehmern gibt demnach an, die erste Anlageentscheidung mit der Hilfe ihrer Bank bzw. Sparkasse getroffen zu haben. Hierbei ist es vor allem die jüngere Generation zwischen 18 und 39 Jahren, die sich beim Aktienkauf hat unterstützen lassen. Bei den über 40-Jährigen ist der Anteil mit 53 Prozent etwas geringer.

Deutlich niedriger ist die Zahl derer, die mit der Unterstützung von Familie oder Freunden den ersten Aktienkauf selbst – beispielsweise über das Internet – durchgeführt haben. Während es bei den Kunden unter 40 Jahren immerhin jeder Vierte (27 Prozent) ist, sind es bei den über 40-Jährigen (15 Prozent) deutlich weniger.

moneymeets Tipp: Wer noch keine Erfahrungen im Bereich der Aktienanlage gemacht hat, für den sind Sparpläne auf Aktienfonds als Einstieg ideal: Zum einen können sich Kapitalmarkt-Neulinge so sukzessive mit kleinen Beträgen in ein breit aufgestelltes Aktien-Portfolio einkaufen und so ihr Risiko verringern. Zum anderen profitieren sie vom Know-how erfahrener Fondsmanager.

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