© Pfergregory/Adobe Stock

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2018 sank die Zahl der Wohnungseinbrüche auf den niedrigsten Stand seit über 20 Jahren. Nichtsdestotrotz gehört eine Hausratversicherung zum obligatorischen Risikoschutz für jeden Haushalt. Welche Kosten übernimmt sie und was müssen Versicherte im Schadensfall beachten?

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist erstmals seit 1997 wieder unter die Marke von 100.000 gefallen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 97.504 solcher Vorfälle registriert – ein Rückgang um 16,3 Prozent im Vergleich zu 2017. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2018 hervor.

Innenminister Horst Seehofer zeigt sich bei der Präsentation der PKS sichtlich erfreut über die positive Entwicklung. Sie beweise, dass die Maßnahmen, die die Bundesländer zur Einbruchsprävention ergriffen haben, Wirkung zeigen. 45 Prozent aller Wohnungseinbrüche scheiterten demnach schon im Versuchsstadium.

umgekipptes Glas Rotwein auf dem Teppich

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Nur im Saarland und im Sachsen-Anhalt mehr Einbrüche

Nahezu alle Bundesländer melden einen deutlichen Rückgang der Einbruchszahlen im vergangenen Jahr. Am deutlichsten fällt dieser im Bremen (-27,1 Prozent), in Nordrhein-Westfalen (-23,4 Prozent) und in Hamburg (-20,2 Prozent) aus. Lediglich im Saarland (+23,4 Prozent) und in Sachen-Anhalt (+3,9 Prozent) verzeichnen die Behörden noch eine Zunahme.

Der Rückgang der Einbruchszahlen hat auch für die Versicherer erfreuliche Folgen: Laut Wolfgang Weiler, dem Präsidenten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sank die Gesamtsumme der Entschädigungsleistungen um 14 Prozent auf 310 Millionen Euro. Ein kleiner Wermutstropfen sei lediglich die Tatsache, dass der Schaden pro Einbruch um 100 Euro auf durchschnittlich 2.850 Euro angestiegen ist.

Hausratversicherung zahlt bei Einbruchdiebstahl

Wer als Opfer eines Wohnungseinbruchs nicht auf den entstehenden Kosten sitzenbleiben will, sollte eine Hausratversicherung besitzen. Sie kommt für den entwendeten oder beschädigten Hausrat auf, ebenso wie für Schäden an Gebäudeteilen, die in direkter Verbindung mit dem Hausrat stehen. Dazu zählen:

  • Kosten für den Ersatz gestohlener Sachen (i.d.R. zum Wiederbeschaffungswert)
  • Reparaturkosten für aufgebrochene Türen und Fenster
  • Kosten für die Beseitigung von Schäden durch Vandalismus
  • Aufräumkosten
  • Transport- und Lagerkosten für Hausrat sowie Übernachtungskosten (z.B. falls aufgrund des Einbruchs eine Sanierung/Renovierung des Hauses bzw. der Wohnung notwendig ist)
  • Kosten für provisorische Schutzmaßnahmen

Damit die Versicherung im Ernstfall zahlt, ist es wichtig, den eigenen Sorgfaltspflichten nachzukommen. Dazu zählt insbesondere, Fenster und Eingangstüren beim Verlassen des Hauses bzw. der Wohnung fest zu verschließen. Wer dies vergisst, handelt aus Sicht des Versicherers grob fahrlässig.

Verschafft sich ein Einbrecher dann beispielsweise durch ein offenes Fenster Zugang zu den Räumlichkeiten des Versicherten, zahlt die Versicherung entweder gar nicht oder nur mit hohen Abschlägen. Mit der Vertragsklausel „Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit“ lässt sich aber auch dieses Risiko abdecken.

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Das richtige Verhalten nach einem Einbruch

Nach einem Einbruch gilt es als erstes, diesen der Polizei zu melden und zur Anzeige zu bringen. Im Anschluss sollten Betroffene eine Auflistung des gestohlenen oder beschädigten Hausrats anzufertigen – inklusive der dazugehörigen Rechnungen.

Die o.g. Unterlagen sollten dann im Rahmen der Schadensmeldung an den Versicherer weitergeleitet werden. Dieser nimmt die Sachlage auf und teilt dem Versicherten zunächst mit, welche Schadenminderungsmaßnahmen notwendig sind. Dazu gehört beispielsweise die provisorische Sicherung der Fenster während der Reparaturzeit. Die Kosten hierfür übernimmt die Versicherung.

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